Hi Thomas,

Thomas Krumbein schrieb:

Die Studie selbst wird sowieso veröffentlicht - ist sie ja schon (stand
schon auf den Listen), ich werde sie in die Wiki-Seite einpflegen und
irgendwann auch selbst veröffentlichen. Jetzt - und eigentlich nur jetzt
- hätte das Projekt die Möglichkeit, Informationsleader zu sein und
selbst aktiv zu werden. Schon alleine diese Chance sollte nicht vertan
werden.
Ich halte die Studie - je häufiger ich sie lese und je mehr ich versuche, deinen Argumentationen zu folgen - für immer zweifelhafter. Insofer .. sollte mich jemand auf die Studie ansprechen kann ich nur antworten "Ich weiss nicht, wie Herr Krumbein auf die Zahlen kommt - ich halte sie für fragwürdig." Ich nne nach wie vor nur die Zusammenfassung der Ergebnisse und die Erklärung der Zahlen ist mir bisher unverständlich.


Widerspruch. Der veröffentlichte MA von 8% bezieht sich auf
Linux-Desktops in einem sehr kleinem Teilbereich der Wirtschaft, nämlich
KMU-Unternehmungen ab 20 Mitarbeiter. Dieser Bereich macht aber nur rund
6 % der Mittelständischen Unternehmen aus - dort mag die Zahl stimmen,
ist jedoch kaum vergleichbar mit dem kompletten Marktanteil von OOo in
diesem Marktsegment.
Das hatten wir schon per PM beredet .. aber nochmal hier. ds Segment der KMU's mit mehr als 20 MA entspricht grob dem BEreich KMU(mittel) in deiner Studie. (ISt zwar nicht dekungsgleich geht aber in die Richtung). Für diesen Bereich kommst Du in der Studie auf ca. 2,75% Marktanteil für OOo. DAs ist ein deutlicher Unterschied zu 8% für einen annähernd gleichen Bereich. Betrachtet man zusätzlich noch, dass OOo nur zu ca.37% auf Linux genutzt wird, fehlen bei den o.g. 8% noch die anderen Plattformen. Der tatsächliche Marktanteil in mittleren KMUs wäre also sogar deutlich höher als 8%.

Diese Rechnerei ist sicher abenteuerlich. Ich kann aber nicht erkennen, ob sie im Verhältnis zu deiner Rechnung besser oder schlechter ist. Ein Grund für mich, beide REchnungen gleich zu behandeln - sie werden verlinkt, aber nicht besonders hervorgehoben.


Wer also als Journalist solche Zahlen direkt
vergleicht und daraus einen "Rückwärtstrend" ableitet, hat seinen Job
verfehlt. Recherche ist das A+O des Journalismus. Eine solche Aussage
würde immer zur Gegendarstellung führen da sie objektiv falsch ist.

Na ja.. da habe ich eine etwas andere Meinung, zu den Journalisten, die wir wahrscheinich mit der PM erreichen werden.

- Die Trendlinien (Seiten 4 und auch Seite 5) sind rückläufig - es kommen pro Jahr weniger Anwender dazu

Nur korrekt für die Anzahl der Firmen - nicht der Arbeitsplätze.
Der Zuwachs an Arbeitsplätzen flacht sogar noch deutlicher ab. Steigt zwar in der ersten Hälfte 2007 wieder an, erreicht aber nur knapp das Niveau von 2005. Ich weiss ehrlich icht, warum wir eine Trendlinie so unterschiedlich auslegen, obwohl sie eigentlich iemlich objektiv ist.

Die
Linie beschreibt den Wachstum - wäre diese Null, könnte man von einer
Marktsätigung ausgehen. Aber auch wenige neue Firmen können sehr viele
Arbeitsplätze mitbringen!

Natürlich beschreibt sie ein Wachstum. Für eine PM unglücklich ist aber, dass sie Rückläufige Zahlen beschreibt.
- Die Zahlen zur Berechnung der Marktanteile sind erklärungsbedürftig

Das sind alle Zahlen. Wer immer seriös mit Marktstudien arbeiten will,
muss sich intensiv um die Hintergründe, die Basis etc kümmern ("Trau
keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast"). Die
Zusammenfassung kann und soll dieses nicht bieten. Die Studie ist ja
verfügbar - und die, die sich intensiv damit befassen wollen, können
das.

Wo bitte ist die komplette Studie verfügbar? Ich hatte in der letzten Mail schon erwähnt, dass ich sehr daran interessiert bin. Evtl.erschliesst sich mir dann die Rechenweise.

Andererseits wird die Studie sowieso veröffentlicht - die ist ja nicht
geheim. Es kommt also auch auf die Reaktion des Projektes an. Sehr viel
negativer würde ich empfinden, wenn sich der Eindruck dort draußen
festigt, das Projekt mag solche Ergebnisse nicht veröffentlichen. Sie
sind zwar vorhanden, werden aber "totgeschwiegen". Ich würde aus
Marketinggesichtspunkten immer den ersten Schritt tun und die
Informationen in den Markt tragen - und nicht warten, bis sie von dort
wieder zurückkommen. Und die Chance haben wir - jetzt.

Ehrlichgesagt ist die Studie für miche eine Studie, wie jede andere auch. Sie bietet interessante Punkte, aber nichts weltbewegend neues. Die Korrektheit der Studie möchte ich nicht höher oder tiefer bewerten als die anderer Studien. Und genau deshalb würde ich die Studie auch nicht anders behandeln, als andere Studien - darüber informieren, aber keine eigenständige PM lostreten.

André

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