Hey André, all,

André Schnabel schrieb:
[..]
> Die Informationen zur Studie sollten im Projekt verfügbar sein - ja.
> Die Studie sollte im Rahmen einer Pressemitteilung angekündigt werden - 
> nein.

Die Studie sollte im Rahmen einer Pressemitteilung angekündigt werden - ja.
Begründung: siehe weiter unten.

> Bitte denke daran, dass das zwei verschiedene paar Schuhe sind. Im 
> Rahmen einer PM wird nicht viel mehr als eine Schlagzeile produziert 
> (und diese wird negativ ausfallen - siehe unten). Die Informationen sind 
> aber für uns sehr wichtig und sollten auch verwendet werden. Wenn wir 
> die Infos verfügbar haben, können wir sie auf Anfrage auch erklären. Im 
> Rahmen einer PM können das schwerlich steuern.

Im Rahmen einer PM wird nicht mehr als vielleicht eine Schlagzeile
produziert - richtig. Dass diese "negativ" ausfällt gehört in den
Bereich der Spekulation - und ist m.A. auch unrichtig.
Andererseits hat das Projekt jetzt eigentlich "exklusiv" die Möglichkeit
selbst zu agieren - und mal etwas anderes von sich zu geben als immer
nur "eine neue Version, eine Messe, eine Veranstaltung". Es zeigt auch,
dass aktiv Marketing betrieben wird.

Die Studie selbst wird sowieso veröffentlicht - ist sie ja schon (stand
schon auf den Listen), ich werde sie in die Wiki-Seite einpflegen und
irgendwann auch selbst veröffentlichen. Jetzt - und eigentlich nur jetzt
- hätte das Projekt die Möglichkeit, Informationsleader zu sein und
selbst aktiv zu werden. Schon alleine diese Chance sollte nicht vertan
werden.

> Warum rechne ich mit einer negativen Schlagzeile? Verschiedenen Gründe:
> - der Marktanteil (hatte ich schon angeführt) wurde bisher aus dem 
> Projekt heraus höher beziffert.  
> (http://wiki.services.openoffice.org/wiki/Market_Share_Analysis#Analyst_Statements)
>  
> das läst sich in einer PM schwerlich steuern, dass hier ein ournalist 
> einen rückwärts-Trend herausliest.

Widerspruch. Der veröffentlichte MA von 8% bezieht sich auf
Linux-Desktops in einem sehr kleinem Teilbereich der Wirtschaft, nämlich
KMU-Unternehmungen ab 20 Mitarbeiter. Dieser Bereich macht aber nur rund
6 % der Mittelständischen Unternehmen aus - dort mag die Zahl stimmen,
ist jedoch kaum vergleichbar mit dem kompletten Marktanteil von OOo in
diesem Marktsegment. Wer also als Journalist solche Zahlen direkt
vergleicht und daraus einen "Rückwärtstrend" ableitet, hat seinen Job
verfehlt. Recherche ist das A+O des Journalismus. Eine solche Aussage
würde immer zur Gegendarstellung führen da sie objektiv falsch ist.

Ich denke im Übrigen auch, dass eine PM maximal zu einer Darstellung der
Zahlen in der Presse führt - ohne deren Interpretation, schon gar nicht
in der beschriebenen Weise. Im Gegenteil: Der Tenor dürfte eher sein -
da kümmert sich jemand auch um den Markt!

> - Die Trendlinien (Seiten 4 und auch Seite 5) sind rückläufig - es 
> kommen pro Jahr weniger Anwender dazu

Nur korrekt für die Anzahl der Firmen - nicht der Arbeitsplätze. Die
Linie beschreibt den Wachstum - wäre diese Null, könnte man von einer
Marktsätigung ausgehen. Aber auch wenige neue Firmen können sehr viele
Arbeitsplätze mitbringen!

> - Die Zahlen zur Berechnung der Marktanteile sind erklärungsbedürftig 

Das sind alle Zahlen. Wer immer seriös mit Marktstudien arbeiten will,
muss sich intensiv um die Hintergründe, die Basis etc kümmern ("Trau
keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast"). Die
Zusammenfassung kann und soll dieses nicht bieten. Die Studie ist ja
verfügbar - und die, die sich intensiv damit befassen wollen, können
das. Für eine PM nicht wichtig, hier kommen sowieso nur wenige
Ergebnisse zum Tragen.

> Ich wäre sehr an der kompletten Studie interessiert ..denn wenn die oben 
> genannten negativen Trends tatsächlich so sind, sollten wir uns Gedanken 
> machen, ob wir auf einem guten Weg. Allerdings sagt mir die Erfahrung 
> aus der Projektarbeit, dass wir auf einem guten Weg sind.D.h.meine 
> Erfahrung steht im direkten Gegensatz zu den Ergebnissen der Studie. Für 
> mich persönlich ein Kriterium, sie nicht in einer PM zu veröffentlichen.

Das ist nun ein ganz anderer Punkt - führt dahin, ob die Ergebnisse der
Studie positiv oder negativ für das Projekt wirken. Du sieht das negativ
- ich sehe das absolut positiv. Mir scheint, wir "überschätzen" uns ein
bischen. 5% MA wäre m.A. schon ein "Riesenerfolg" - betrachtet man
unseren "Marktetingaufwand" und unsere personellen Ressourcen.

> Letzteres ist sehr subjektiv, ok. Aber generell ist es im Marketing so, 
> dass negative Studien nicht an die grosse Glocke gehangen werden - aber 
> intern sehr wohl zur Verbesserung der Arbeit benutzt wird.

Hmm, wie gesagt, das ist die Frage, ob man die Ergebnisse der Studie als
"negativ" empfindet oder nicht.

Andererseits wird die Studie sowieso veröffentlicht - die ist ja nicht
geheim. Es kommt also auch auf die Reaktion des Projektes an. Sehr viel
negativer würde ich empfinden, wenn sich der Eindruck dort draußen
festigt, das Projekt mag solche Ergebnisse nicht veröffentlichen. Sie
sind zwar vorhanden, werden aber "totgeschwiegen". Ich würde aus
Marketinggesichtspunkten immer den ersten Schritt tun und die
Informationen in den Markt tragen - und nicht warten, bis sie von dort
wieder zurückkommen. Und die Chance haben wir - jetzt.

Aus Marketing-Sicht würde ich die PM wie formuliert versenden - aber wir
sind ja eine große Demokratie - und mehrheitsfähig :-)

Viele Grüße
Thomas


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