Bert Freudenberg wrote:

On Sep 15, 2007, at 23:21 , Andreas Wacknitz wrote:

Bert Freudenberg wrote:
On Sep 15, 2007, at 20:50 , Andreas Wacknitz wrote:
In meinen Augen hat das Sterben von Smalltalk vor einigen
Monaten mit dem Ausstieg von IBM begonnen, dann folgte vor Kurzem die
Abkündigung von Object Arts und nun killt auch Cincom noch VisualWorks.

Was ist denn eigentlich los bei Cincom? Das ist an mir vorbeigegangen, und eine kurze Webrecherche hat auch nichts zu Tage gefördert.

- Bert -


James Robertson, der Cincom Smalltalk-Produktmanager, hat am 10.09. angekündigt, dass Widgetry eingestellt wird. Widgetry ist in den letzten 6 Jahren entwickelt worden und sollte das betagte GUI-Framework "Wrapper" in VisualWorks ablösen. Daraus wird jetzt nichts mehr. Man hat angeblich festgestellt, dass eine Portierung der Werkzeuge nicht mit vertretbarem Aufwand durchführbar sei. Außerdem würden auf viele Kunden diese Aufwände scheuen. Statt Widgetry, dass erst vor etwa 2 Monaten Produktionsreife erlangte, soll nun das alte Framework weiterentwickelt werden. Einige Kunden sind wohl zurecht enttäuscht. In der VW-Mailingliste gibt es eine umfangreiche Diskussion über die Folgen.

Naja, das kann man ja wohl kaum als "VisualWorks killen" bezeichnen ...

- Bert -


Ich sehe das schon so. Es ist zwar kein sofortiges, abruptes Ende, aber wie soll es denn weitergehen? Die Bestandskunden müssen die Kröte schlucken, auch wenn einige ihren Unmut momentan kundtun und wie Stefan nach Alternativen suchen. Fraglich ist aber, wie man neue Kunden gewinnen will. Wenn Smalltalk doch so überlegen ist, warum gibt es dann so ein unkomfortables Framework? Was hat man noch von der Produktivität Smalltalks, wenn sie bei der GUI wieder kompensiert wird? Heutezutage muss man sich an Java + Swing + Netbeans + Matisse messen. Und sieht es im gesamten Smalltalklager ziemlich bescheiden aus. In der VW-Mailingliste hat jemand die Situation in VW mit einem Wort umschrieben: Hackertalk.
Dieser Begriff trifft leider an verschiedenen Stellen auch auf Squeak zu.

Andreas

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