Am Mittwoch, 17. Oktober 2007 10:56:33 schrieb Marcus Wolschon - Wolschon Softwaredesign: > > Gute Idee, das mit den Knoten gef?llt mir am besten. > > > > Bei den Hausnummern kann man aber beides ganz gut machen. Bei, > > sagen wir mal, 95% der Stra?enabschnitte gibts doch gar keine > > Probleme, die liegen gleich verteilt auf- und absteigend und > > k?nnen ?ber die Knoten an den Enden des Abschnitts gut > > beschrieben werden. F?llt eine Stra?e aus dem Rahmen, verfeinert > > man das ganze eben, z.B. mit einem expliziten Fu?weg. Auf 0.5m > > genau an die Haust?re geroutet zu werden, ist zwar ein nettes > > Feature,
Ja. das ist ein nettes und notwendiges Feature! s.u. > > aber ist es in der Fl?che praxisrelevant? Je nachdem was du brauchst, oder mit den Daten machen willst und was du für andere Hilfsmittel hast. So wie es klingt scheint es zwar für dich nicht relevant zu sein, aber deswegen auf andere zu schließe, ... siehe auch noch die kleinen Bsp ganz unten. Daher ist mein persönlicher Schluß daraus, daß es sehr wohl Sinn macht das Datenmodell so anzulegen, daß man eine möglichst Detail-getreue Abbildung der Wirklichkeit schaffen __KANN__. Wenn man dann für die nicht so Detail-liebenden Mapper eine leicht umsetzbare Alternative hat in der sie auch - mit weniger Daten erfassen - erfolgreich sind, denke ich hat man die beste Lösung. Denn es ist nicht das einzige Ziel von OSM, bunte Karten zu zeichnen. Daher wäre mein Vorschlag, vorzusehen jede Eingangstüre (Als Node) mit dem passenden Fußweg (Als way) in die Datenbank eintragen zu __können__. Wenn jetzt jemand sagt, er will nicht jede einzelne Hausnummer erfassen, kann ich das gut verstehen und es reicht in diesem Fall auch, wenn er einfach am Anfang und Ende des Weges jeweils einen einzelnen Node mit der passenden Hausnummer setzt. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, daß ich für den sparsam und den fleißigen Mapper die gleiche Datenstruktur habe. Die beiden extreme dann für die Routingsoftware oder andere passend aufzuarbeiten ist dann Aufgabe des Daten-Extraktionsprogrammes. Aber das aufbereiten der Daten muß ja sowieso gemacht werden. > Zugänge: > Ich mache Routing mit der OSM und finde millionen unnützer > Fuß-Zugänge zu Haustüren Schwachsinn. Du ja, andere evtl. nicht. s.u. > Begründung: > Durch den Wegfall der Segmente und die damit sehr langen > und bei der Bearbeitung auch mal länger/kürzer werdenden Wege > wird das schwieriger zu mappen aber wenn ich eine Karte von > z.B. Basel oder Karlsruhe per UMTS in ein Auto-Navi laden/aktualisieren > will, dann wären millionen vonzusätzlichen Nodes so tödlich > wie unnütz. Ich hoffe ja (für dich), daß du dir per UMTS nicht die planet Files holst und dann erst die Konvertierung machst. Ich gehe eher von einem komprimierten und vorverarbeiteten File aus, das schon auf deine Map-/Routing-Applikation abgestimmt ist und im Zuge dieser Konvertierung kann man dann auch die Daten auf deinen Fall optimieren. Aber nur deswegen, weil du das Planet-File auch per UMTS runterladen können willst, Daten nicht zu erfassen finde ich schon eine seltsame Argumentation. Der nächste wird dann sagen: Es sollen keine Fußwege und Bahnstrecken erfaßt werden, denn ich bin immer mit dem Auto unterwegs und sonst dauert das runterladen so lange. > Außerdem: Wer soll das denn mappen? Siehe oben. Es kann bei dem Vorschlag immer so genau gemappt werden, wie der einzelne Lust hat. Aber trotzdem hat man den Vorteil, daß man genauer mappen kann ohne daß der Aufwand der Auswertung und Verwendung der Daten ins uferlose steigt. > Wenn ich einen Stadtteil > ablaufe schreibe ich mir für 10-30 Straßen die Namen und evtl wie > die Hausnummern laufen ab Das reicht vollkommen auch (als Anfang) > aber ich mache nicht für 30*50 Häuse > 150 nodes von Hand. s.o. Um das eine oder andere zu verdeutlichen, was man mit genaueren OSM Daten denn noch so anstellen kann, hier noch ein paar Beispiele aus dem Leben verschiedener vieleicht `fiktiver` osm-user. User0: Der ganz normale Autofahrer von heute, mit unvollständigen Hausnummern Navi Daten. Also so wie es mir gestern wieder mal selber passiert ist. Ich Gebe eine Adresse mit Hausnummer in's Navi ein. Das Navi geleitet mich in die richtige Straße. Dann schätzt das Navi, wo denn etwa die Hausnummer sein könnte und zeigt eine Position an, die etwa 500m daneben liegt. Da ich jetzt immer nach rechts durch die parkenden Autos und am Wegesrand stehenden Bäume durchsuchen muß wann denn wirklich meine Hausnummer kommt, bin ich ganz schön abgelenkt und muß mich zusätzlich konzentrieren. Eigentlich muß ich im Endanflug die Arbeit machen, die mir das gekaufte Navi hätte abnehmen sollen. Daher hätte ich mir gerne gewünscht, daß das Navi jede einzelne Hausnummer gespeichert hat. User1: Die Statistikabteilung eines Postversenders. Sie wollen genau berechnen, wieviele Km ihr Postbeamter heute mit dem Fahrrad fahren muß und wieviele Meter er zu Fuß zurücklegen wird, damit er das Pensum seiner heutigen Briefe/Päckchen ausliefern kann. Dazu brauchen Sie die genaue Distanz zwischen der befahrbaren Straße und dem eigentlichen Briefkasten oder Abgabeort der Post. Jetzt können sie z.B. feststellen, daß der Postzusteller die Anzahl an Paketen für heute gar nicht bewältigen kann und er deswegen einen Teil der Pakete einem Kollegen übergeben kann. User2: Eine Freunding von mir (übrigens blind seit Geburt) möchte zu einer Party bei einen Freund. Da sie dort noch nie war, nimmt sie ihre mobile Navigationshilfe mit unseren OSM Daten mit. Da in den OSM Daten genau verzeichnet ist, wo die Lücke im Gartenzaun mit dem Fußweg ist, findet sie dort auch auf Anhieb hin und versucht nicht zuerst über Umwege dorthin zu gelangen. User3: Ist das ultimative Technik Spielkind schlechthin. Er hat sich zur Aufgabe gemacht sein LegoAuto mit Mindstorms V5 ohne zusätzliche Hilfe zum Nachbarn fahren zu lassen. Dazu nimmt er jetzt die genauen Daten aus OSM und programmiert einen Route auf dem Gehweg. Natürlich ist für ihn wichtig, wo er vom Gehweg auf den Gartenweg einschwenken muss. User3a: Genau dieser Technik Freak hat sein kleines LegoMindstorm Programm dann 15 Jahre später für den ersten Einkaufroboter verwendet, der automatisch die getätigten Einkäufe an der passenden Haustüre abliefert. User4: Er ist Internet Fan und will rausfinden, ob und mit welcher Geschwindigkeit er DSL bekommen kann. Dazu haben (bin in's Jahr 2009) schon viele andere Leute um ihn herum Daten über den Standort der nächsten DSL Verteilerkästen in's OSM eingepflegt. Um aber genau zu wissen, wie lang das DSL Kabel bis zu seinem Haus ist, muß er an der Straße entlang der Staße und des Gehweges zur EIngangstüre entlang messen. Denn die länge der Leitung ist entscheidend darüber, ob man DSL bekommt und mit welcher Geschwindigkeit. Und sicher gibt es noch viele weitere Anwendungsfälle in denen Daten in hohem Detaillierungsgrad von Vorteil sind. Daher würde ich auf jeden Fall die Möglichkeit für einen hohen Detaillierungsgrad schaffen - Joerg _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/cgi-bin/mailman/listinfo/talk-de

