Am 19. April 2013 11:49 schrieb Martin Koppenhoefer <[email protected]> :
> Am 19. April 2013 11:08 schrieb Henning Scholland <[email protected]>: > > > Am 19.04.2013 10:57, schrieb Martin Koppenhoefer: > > persönlich halte ich den richtigen Namen (den durch Widmung von der > > Gesetzgebung verordneten) für wichtiger, aber in einem Fall wie von Dir > > geschildert sind beide Namen Realität, d.h. beides kann man in OSM > > festhalten (den falschen auf dem Schild z.B. durch einen entspr. > note-tag) > > Nach unserer On-the-ground-Regel würde ich es genau anders sehen. name > > bekommt das, was vor Ort erkennbar ist, weicht der Name in der Verordnung > > ab, würde ich diesen in official_name packen. Bei Sonderfällen, wie x > > verschiedene Schreibweisen für Teile einer Straße würde ich mir dann > einen > > raussuchen, evtl. dann auch den, der in der Verordnung steht und alles > > andere im note erklären. > > > > > > Der Name einer Straße ist nunmal der Name der Straße, und nicht das, was > auf dem Schild steht. Sonst wäre der tag besser sign_name oder ähnlich. > Und warum soll der Name nicht jener sein, wie er auf der Beschilderung zu finden ist? Als das Name-Tag erfunden wurde hat sich niemand darüber Gedanken gemacht, ob es verschiedene Schreibweisen geben kann. Vielmehr stammt es noch aus einer Zeit, als noch niemand an offizielle Straßenlisten etc. dachte. Und je nachdem, wen du fragst, wirst du auch eine andere Antwort erhalten, was der richtige Name ist. Der Anwohner hält das Straßenschild für Richtig, die Stadt natürlich ihre Schreibweise. Ich wohne übrigens in einem Ort, für den es zwei "offizielle" Ortsbezeichnungen gibt -- jenen der Deutschen Post und jenen der Stadt, die und eingemeindet hat. > Der tag official_name wird nicht verwendet, um alternative Schreibweisen > aufgrund von Fehlern festzuhalten, sondern ist ein Hack, um es den > Renderern einfacher zu machen, und um trotzdem den vollständigen langen > Namen (z.B. Bundesrepublik Deutschland vs. Deutschland) einzugeben. > Hack klingt hier nach Hilfskonstruktion. Das würde ich nicht so sehen, sondern darin ein legitimes Bedürfnis erkennen, dass verschiedene Namen in Verwendung sind und man diese Tatsache nicht vor der Datenbank verheimlichen möchte :-) Wir sollten uns die Arbeit ersparen recherchieren zu müssen, wer nun von wem und warum (falsch) abgeschrieben hat. Das können und sollten wir als Projekt nicht leisten. Das sollen die machen, denen es wichtig ist, aber bitte nicht als Streit in unser Datenbank, sondern bei denen, die Einfluss auf die Namensgebung haben. Dann kommen name und official_name von ganz allein wieder in Einklang -- ohne das wir hier entscheiden müssen welches die richtige Schreibweise ist. > > Die "on-the-ground-rule" wurde geschaffen, um in umstrittenen Fällen (z.B. > Zypern, Jerusalem) edit-wars vorzubeugen, aber zu "on-the-ground" gehört > m.E. eine politische Verordnung (die öffentlich ist und daher von jedem > eingesehen werden kann) genauso wie das, was vor Ort auf einem Schild > steht. > Das ist mit aber völlig neu. Die "on-the-ground-rule" existiert, weil sie ein sehr objektives Kriterium ist, wie etwas zu taggen ist. Erst seit vermehrt vom Schreibtisch aus gemappt wird, besteht natürlich auch das Bedürfnis etwas zu rechtfertigen, obwohl man es so da draußen nicht finden kann :-) Ich finde bei OSM können wir und die on-the-ground-rule weiterhin vorbehaltlos und in allen Lebenslagen leisten. Wem sie nicht passt kann ja bei den Ämtern darauf dringen, das die Realität angepasst wird (und die Straße/Schule orthografisch korrekte Namen erhält). Gruß Falk _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

