Am Samstag, den 13.07.2013, 23:59 +0200 schrieb Dirk Sohler: > Frederik Ramm schrieb: > > Ist es nicht besser, ein solches Zusammenfuehren oeffentlicher Daten > > findet oeffentlich statt, so dass jeder direkt sieht, was ueber ihn > > "im Netz steht", und so ein oeffentliches Bewusstsein zu schaffen, > > statt dass das nur der Stalker und der Geheimdienst wissen und keiner > > sich richtig daruber im Klaren ist, was er fuer Spuren hinterlaesst? > > Sonst kenne ich dieses Nullargument immer nur andersherum („Was regst du > dich denn über die NSA auf? Die gibst deine Daten doch auch $dienst_X“). > > Aber es funktioniert in beide Richtungen nicht: Ja, ich gebe meine > Daten hier weiter, und ja, ich tue dies freiwillig und in dem > Bewusstsein, dass jeder aus diesen Daten ein Nutzungsprofil erstellen > könnte, aber nein: Ich finde es nicht gut, dass daraus jemand ein > Nutzungsprofil erstellt. > > Trotzdem finde ich es auf Gutdeutsch gesagt scheiße, dass aus meinen > Daten ohne mein zutun oder Einverständnis irgendwelche Profile erstellt > werden, auf die dann jeder ohne Mühe zugreifen kann. > > Es ist nämlich was anderes, ob jemand die Daten nimmt, und für sich > selbst aufbereitet, oder ob er auf zusammengeführte und bereits > aufbereitete Daten zugreifen kann.
Oder anders ausgedrückt: Es fehlt hier einigen das Verständnis, dass das Vorhandensein von Daten, egal aus welchem Grund, nicht automatisch die Verarbeitung derselben erlaubt. Das ist Kern des Datenschutzes und im Grunde dasselbe wie der Umgang mit Lizenzen. Nicht alles, was ohne weiteres technisch möglich ist, ist auch erlaubt. Diese Regel kennt man normalerweise im täglichen Leben auch. Ich kann rote Ampeln missachten. Ich kann Bilder von irgendwelchen Leuten ins Internet stellen. Ich kann CDs und Bücher kopieren. Ich kann einen Bericht veröffentlichen, wann meine Nachbarn einkaufen gehen und was sie aus ihrem Auto ins Haus schleppen. Ich darf es aber nicht, ohne eine Erlaubnis einzuholen. Startet doch einfach ein Bewertungsprojekt. Bei OSM kann man auf seiner Userseite ein Kennwort angeben, z.B. Coins = ja,bitte oder so, und auf der anderen Seite registriert man sich und gibt sein(e) Passwörter an für alle Identitäten, die man einschließen will. Der Server fragt nach, ob das jeweilige Passwort für die Identität richtig ist und erhält im Erfolgsfall das korrekte Kennwort. Dann habt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstens kann niemand Ärger machen und zweitens ist es kein Problem, wenn jemand in verschiedenen Diensten verschiedene Namen benutzt. Die einen freuen sich über ihre Coins und die anderen darüber, dass sie keine haben ;-) Jetzt bleibt nur noch das Problem der Importe. Die Seite "wer hat die meisten nodes etc beigetragen" (das finde ich noch recht harmlos) dominieren immer die Imports. Das macht die Auswertung sinnlos. Gruß, Wolfgang _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

