Guten Morgen,

Ich sehe das auch so, dass ein Tagging-Schema möglichst einfach und auch vom Durchschnittsmapper handhabbar sein soll.

Mein Vorschlag würde es erst mal ermöglichen, den im UP aufgeworfenen Fall mit einer einzigen Relation und ohne Semikolon-Attribute zu erfassen. Das ist eine große Vereinfachung gegenüber dem hier auch schon gebrachten Vorschlag, mehrerer Relationen anzulegen. Die Praxis zeigt, dass viele Mapper mit Wegen, die zu mehreren Relationen gehören überfordert sind. Und wenn der Verlauf für die verschiedenen Nutzungsarten nicht deckungsgleich ist, kommt man um eine komplexe Lösung nicht herum, zumindest kann ich hier bislang keinen einfachen Ansatz erkennen. Oder man lebt mit der bei den Voies Vertes/Vias Verdes derzeit praktizierten Lösung: bicycle-Route und access-Tags für die anderen Nutzungsarten an den Wegen.

Grüße
Rainer

Am 25.05.2014 01:25, schrieb Henning Scholland:

Hallo,

in der IT-Theorie magst du recht haben, dass dies eine saubere
Variante ist, die Redundanz verhindert. OSM ist aber deutlich mehr als
IT-Theorie. Menschen müssen die Routen warten können. Menschen müssen
entscheiden können, was zu tun ist, wenn sie den Weg bearbeiten
wollen. All das wird komplexer. Der typische Mapper hat keine Lust
sich ewig einzulesen, bis er seine Info richtig in OSM platzieren
kann. Entweder er versteht es gleich oder er lässt es. Relationen sind
da ohnehin schon etwas abstrakt. Komplexe Relationskonstrukte blicken
teilweise erfahrene Mapper nicht. Das Problem siehst du beim
ÖPNV-Schema. Es hat einen Grund, warum sich nur sehr wenige damit
befassen.

Die Auswertung wird auch komplexer. Einen Vorteil neben der Redundanz
sehe ich nicht und da würde ich die einfachere Datenstruktur in jedem
Fall bevorzugen. Denn das braucht es, um es vielen zu ermöglichen
daran mitzuwirken und das macht OSM letztlich aus.

Henning

Am 24.05.2014 12:30, schrieb rainerU:
Wenn man die Situation über mehrere Relationen lösen will, und
wahrscheinlich ist das der einzige Weg mit den heute verfügbaren
Mitteln, dann sollte man Redundanz vermeiden und Abschnitte mit
einheitlicher Nutzung auch nur einmal erfassen. Das könnte dann
z.B. so aussehen:

Pro einheitlich genutztem Abschnitt eine Relation mit

route=multi_usage <nutzungsart>=[yes|no] mit
<nutzungsart>=bicycle|hiking|inline_skates...

und eine Super-Relation ebenfalls vom Typ multi_usage

Grüße Rainer




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