Der Semikolon-Ansatz könnte darüber hinaus noch einen weiteren Nachteil
haben: Die Reihenfolge der Einträge... Rein theoretisch kann das Feld
mindestens sieben "Stellen" bzw. Ausprägungen haben:
- Wanderroute
- Fahrradroute
- Inline-Skating-Route
- Nordic-Walking-Route
- Langlauf-Route
- MTB-Route
- Reitroute
- ....
Weitere Ausprägungen sind natürlich möglich. Entweder legt man für jede
einzelne Position fest, an welcher Position sich welche
"Fortbewegungsart" befindet (ähnlich dem Key osmc:symbol), oder man
wählt einen ganz anderen Ansatz (wenn man nicht für jede einzelne
Fortbewegungsart eine eigene Relation möchte):
Denkbar hierfür wäre bspw. folgendes Tagging-Schema (analog bspw. dem
ÖPNV-Schema):
type = route
route = hiking, foot oder dergleichen (je nach "Hauptnutzungsart", oder
auch eine neue Ausprägung, die besagt, dass es sich hier um eine
ausgeschilderte Wegroute handelt)
network = *
ref = *
name = *
symbol = *
... und die anderen notwendigen Tags.
Hinzu könnten dann noch folgende Tags kommen, die aussagen, für welche
"Fortbewegungsart" der ausgewiesene Weg noch genutzt werden kann - bspw.:
hiking=yes
biking=yes
skating=yes
nordic=yes
mtb=no
riding=no
....
Hierdurch könnte dann z.B. explizit unterschieden werden, ob eine Route
für Reiter oder MTB möglich bzw. zugelassen ist (wenn die Route über
Wege führt, die explizit für Reiter / MTB / etc. durch entsprechende
Zeichen gesperrt sind). Weiterer Vorteil wäre, dass hier noch eine
zusätzliche Möglichkeit geschaffen werden könnte, um z.B. zu
kennzeichnen, ob eine ausgeschilderte Route für Rollstuhlfahrer,
Kinderwagen, etc. befahrbar ist. Bei entsprechendem Interesse, müsste
das natürlich noch entsprechend ausgearbeitet werden.
VG,
Thorsten
Am 23.05.2014 23:50, schrieb NopMap:
Thorsten Nau wrote
ich würde je "Fortbewegungsart" eine separate route-Relation erstellen.
+1
Eine dedizierte Relation pro Route ist IMHO die einzig vernünftige Lösung,
auch wenn die Routen für verschiedene Modi zufällig auf dem gleichen
physikalischen Weg liegen.
Wie schon weiter oben geschrieben muß bei der kleinsten Abweichung in der
Wegführung sowieso eine eigene Relation geschaffen werden. Ich halte es für
so extrem selten daß mehrere Routen in allen Details exakt die gleiche
Wegstrecke haben, so daß der Gewinn für einer Sonderregelung für solche
Fälle praktisch gleich Null ist. Der Schaden durch Verwirrung und Relationen
die von den meisten Auswertern nicht ausgewertet werden können ist dagegen
groß.
Der Semikolon-Ansatz löst das Problem nicht mal ansatzweise. An einer
Route-Relation hängen meist noch zahlreiche weitere Werte.
- Es gibt keine Möglichkeit auszudrücken wenn ein Tag nur für eine, aber
nicht alle der Semikolon-Werte gültig sein soll.
- Auch für manche Zusatztags wie network, ref, state, description gibt es
Werte die für jeden Semikolon-Wert anders sein können. Es gibt keine
Möglichkeit das eindeutig auszudrücken, noch mehr Semikolons sind keine
Lösung weil dann immer noch offen ist, welcher Wert zur welchem anderen Wert
gehört. Eine Reihenfolge ist nicht definiert. Dazu kann sich noch die Anzahl
der Werte unterscheiden, z.B. es gibt eine network Einteilung nur für
Wandern und Radeln, aber nicht für's Skaten.
bye, Nop
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