> Noe, ich vergleiche das was ich bisher benutzt habe mit OSM > und schau nach, obs eine Verbesserung bringt. Gerade Wanderwege > sind ja ein Trauerspiel bei vielen Quellen - ich nehme an, > weil da die Verlage bisher die Hand fest drauf halten. > Bei Google Maps ist jedenfalls kein Wanderweg drin.
Weil die Erfassung auch aufwändig ist. Auch die Verlage sind lange nicht immer aktuell. Hier ist noch der eine oder andere Wanderweg in den Karten, der mitlerweile vor Ort teilweise unpassierbar geworden ist und die Beschilderung abgebaut wurde. Sowas lässt sich nur durch regelmäßiges Abwandern feststellen, mit Messfahrzeugen kommt man da nicht weit. > Hier koennte OSM so richtig punkten, was aber bisher nur > teilweise gelingt, u.A. weil viele nicht wissen, wie sie > einen Pfad attributieren sollen. Was gibts denn großartig zu attributieren? Wenn das ganze nicht sowieso über offizielle Straßen geht, habe ich da nur Tracks und Pfade wo ich Untergrund und Breite angeben kann. Schmothness nutze ich erst garnicht. Bei unseren durchweg unbefestigten Waldwegen ist das nahezu ständig anders. An der einen Stelle krautet der Weg zu, an der anderen wurde das ganze die Zufahrt zu den Rückegassen und du stehst die nächsten Monate bis zu den Nippeln in der Soße. > Umso besser und exakter das Attributsmodell ausformuliert ist, > desto exakter kann der Routingentwickler priorisieren. Wenn es > ein Tag gibt, das die Eignung zum Motorradfahren anzeigt, kann > ich es auswerten. Wenn OSM bei den Strassen nur den ueblichen > Einheitsbrei attributiert und das auch noch schwammiger als > bei anderen Anbietern, ist auch das Routingergebnis schwammig. Was möchtest du denn? Ich kann dir als Mapper sagen um was für eine Straße es sich handelt, Nummer und Namen. Dazu kann ich dir sagen wie breit die ist und welcher Belag drauf liegt. Und wie schnell man fahren darf. Eben die objektiven greifbaren Fakten. Wenn du daraus nichts vernünftiges ableiten kannst dann machst du irgendwas falsch. Denn alles was da bisher so weitergehend angedacht wurde ist höchst subjektiv und verfälscht das Ergebnis doch nur. Da wäre z.B. der Ausbauzustand über die Klasse zu definieren. Bei Landstraßen die eine gelbe Autobahn darstellen ist es ja klar. Aber darunter gehts schon los. Was der Bayer für eine durchschnittliche Landstraße ansetzen würde, erfüllt hier manch Bundesstraße nicht, so kommen schonmal unterschiedliche Zustände zustande. Würde man das über einen Kamm scheren und die Latte hoch hängen dann könnte ich hier das halbe Straßennetz auf Tertiary oder gar Unclassified runterkürzen. Gleiches der Käse mit der Bedeutung. Das ist genauso subjektiv. Gehe ich hier nach offiziellen Zahlen dann haben selbst die zwei Autobahnen eher eine geringe Bedeutung im bundesdeutschen Netz, sind aber durch die geringe Verkehrsbelastung tatsächlich schneller. Es kommt schwer darauf an wer wohin will. Wer ein Ziel hier in der Region hat, ist meistens sogar schneller und kürzer mit der Landstraße bedient. Die zwei drei Bundesstraßen sind da nur subjektiv besser, führen aber tatsächlich im weiten Bogen drumherum. Und jetzt soll ich dir noch die Eignung für Mottoräder erraten? Ich kann dir als nicht Motorradfahrer nur sagen wo Motorräder eventuell verboten sind, ansonsten sind alle Straßen per default geeignet. Die subjektive Vorliebe für "schöne Strecken" kann ich nicht bedienen und die haben auch nichts als hardcode an der eigentlichen Straße zu suchen. Dafür wirst du dir schon einen Relationstyp aussuchen und entsprechende Relationen bauen müssen. Wenn wir hier statt objektiver Fakten nur noch subjektive Schätzeisen taggen, sind die Daten erst Recht für den Eimer. Dann fängt der geplagte Bundesstraßenanwohner an, seine Straße in der Bedeutung zu beschneiden und wer weiß was da sonst noch für Idden aufkommen. Gruß Mirko _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

