Am 16.01.2011 19:29, schrieb Andreas Perstinger:


So weit ich es verstehe, ist das doch eher ein Nachteil der momentan angewandten Methode. Eine Ausfahrtsstrasse muss dabei immer beim Ortsschild geteilt werden (innerer Teil maxspeed=urban, äussere maxspeed=rural). Bei der Polygon-Methode braucht man jedoch maximal einen gemeinsamen node des Strassen-way und des Polygon-way, eine Teilung der Strasse ist nicht zwingend erforderlich. (Theoretisch könnte man sich den node auch sparen und den Schnittpunkt rechnerisch ermitteln, ist aber zugegeben komplexer).

3. Das Polygon ist nie genau bzw. sind vielerorts noch nicht mal die Städte
als Polygon erfasst.

Das Polygon muss ja gar nicht genau sein. Es reicht, wenn alle Ortausfahrten beim Ortschild erfasst sind und für die Abschnitte dazwischen, das Polygon so gezeichnet wird, dass keine Ortsstrasse aus dem Polygon hinaus ragt.
Es steht nicht überall ein Ortsschild und wo welche sind wechseln diese gelegentlich mal die Position. Z.B. wurde hier in den letzten Jahren zweimal die Zugehörigkeit der Umgehungstrasse zwischen innerorts und ausserorts gewechselt. "Gefühlt" ist sie eindeutig eine ausserörtliche Strasse da keinerlei Bebauung an die Strasse grenzt. Aus Verwaltungstechnische Gründen wurde sie aber zeitweise dem innerörtlichen Bereich zugeordnet und so ausgeschildert
um die Zuständigkeit für Winterdienst und Unterhalt zu verlagern.


Ich finde die Polygon-Methode grundsätzlich besser und intuitiver (wenn Du in einen Ort hineinfährst, weisst Du ja auch, dass ab dem Ortschild 50km/h gilt, ohne dass es auf jeder Strasse aufgemalt ist). Ich gebe aber zu, dass es für eine Computer-Anwendung mehr Aufwand bedeutet als überall explizit maxspeed tag zu setzen.
Nein. Ein Polygon ist vom Grundsatz falsch. Das Tempolimit gilt nicht für die gesamte Fläche sondern nur für den Bereich der StVo. Dazu kommen weitere Ausnahmen wie Autobahnen, Tunnels, explizit ausgeschlossene Strassen durch Ortschilder, explizite Beschilderung
der Höchstgeschwindigkeit etc.
In erster Linie kommt es darauf an einen Tag auswerten und verifizieren zu können, so dass mit einem klaren ja/nein Entschieden werden kann ob der Wert richtig oder falsch ist. Wenn keiner angegeben ist weiss jeder Mapper und Anwender dass hier noch was fehlt. Die Anwendung kann dann bei Bedarf eine obere Grenze aus Strassentyp und Umgebung bestimmen wenn es gewünscht ist - dafür braucht man kein eigenes Polygon das auch keine genaueren Werte liefert - Schlimmer noch, es lässt einem im glauben dass hier ein gültiger Wert angegeben ist.

Garry

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