Am 16.01.2011 21:30, schrieb Andreas Perstinger:


Aber das so ein Polygon intuitiver sein soll, das wage ich mal stark zu
Was ist intuitiver als ein: "Mach - wie bei allen ähnlichen Sachen - ein
Tag an den Weg". Das gilt eigentlich erstmal für alle Sachen die wir so
haben. Das ist intuitiv, aber halt (mehr) Handarbeit.

Für mich persönlich ist es leicht begreifbar, um einen Ort ein Polygon zu zeichnen (und somit die Fläche innerhalb zum Ortsgebiet zu erklären) und dann nur die Beschränkungen einzutragen, die auch vor Ort ersichtlich sind (Schilder, Bodenmarkierungen). Aber ich gebe schon zu, dass ich manchmal anders denke :-).
Auf den ersten Eindruck wirkt das einfach, erst man sich damit auseinandersetzt erkennt man die ganze Problematik die damit verbunden ist. Die StVO-Realität "innerorts" ist kein Polygon und schon gar nicht mit irgendetwas anderem Deckungsgleich. Es sind von der Verwaltung "frei" definierte Grenzpunkte auf der Fahrbahn die noch nicht mal für alle aus einem Ort herausführende Wege ersichtlich definiert sind (kein Ortsschild vorhanden)
Vielleicht ist "intuitiv" auch der falsche Ausdruck. Ich finde die Polygon-Methode auf jeden Fall eleganter.

Sowas über ein Polygon zu definieren ist zusätzliche Methodik, die die
Komplexität des Systems erhöht - und vom Eintragenden verstanden,
behalten (welche maxxy mußte ich noch als Polygon und welche mit Tags
eintragen?) und später auch beherrscht werden muß.

Meiner Meinung nach gibt es dafür eine einfache Regel: Eingetragen wird alles, was vor Ort vorhanden ist (Schilder, Bodenmarkierungen) und somit von der Standard Ortgeschwindigkeit abweicht.
Da hat sich in den letzten Jahren nichts geändert - zum "manuellen Hinschauen" in einer Karte mag so ein eingetragenes Schild hilfreich sein, für ein Navi etc. ist es aber sehr schwierig aus so einem Schild abzuleiten für welchen Streckenabschnitt, Fahrbahn, Richtung etc. dieses Schild gilt. D.h. man muss noch sehr viel mehr angeben als ein Schild "Maxspeed 50" und dessen Position. Oder siehe es mal so rum: Wenn Du weisst dass zwischen Ort A und Ort B die 10km auseinanderliegen durchgehend Tempo70 gilt dann kannst Du das leicht aus der Erinnerung an die Strasse drantaggen. Tagst Du aber nur ein Schild "Tempo70" am Ortsausgang von Ort A weiss keiner bis wohin das gilt: Bis zum nächsten Ort? Zur nächsten Einmündung? Gibt es ein weiteres Schild dass die Geschwindigkeit ändert aber nicht getaggt worden ist?

Wie schon erwähnt: Wenn ich den Füherschein mache, lerne ich auch, dass im Ortsgebiet eine andere Geschwindigkeit gilt. Das Wissen sollte also bereits vorhanden sein.
Dort solltest Du aber auch lernen das innerorts sowohl niedrigere als auch höhere Geschwindigkeiten ausgeschildert sein können, vorhandene/fehlende Bebauungen nicht viel darüber aussagen ob man sich nach StVO inner- oder ausserorts befindet,...

Außerdem muß ich beim
eintragen einer neuen Straße auf einmal viel mehr beachten als vorher:
- gibt es so ein Polygon hier überhaupt schon?
- wo finde ich jetzt das Polygon?
- wie muß ich es passend abändern, damit ich nicht bei anderen Straßen
neue Fehler einbaue ...?

Ich glaube nicht, dass es für den Eintragenden mehr Aufwand ist. Es reicht im Grunde ein Blick auf die Ortsgrenze. Und wenn man nicht ein Gedächtnis wie ein Sieb hat, muss man auch nicht jedes Mal nachschauen.
Siehe oben:
Man kann sich leicht merken wenn über einen grösseren Streckenabschnitt die gleiche Geschwindigkeit gilt - völlig unabhängig von der Umgebung. Dies aber zuverlässig in OSM anderst einzutragen (und auszuwerten) als an die highway-Segmente dranzutaggen macht sehr viel mehr Aufwand bei deutlichem Anstieg der Fehlerquellen.

Garry

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