Hallo Frederik,
Demokratie in OSM:
1. Ueberall da, wo man auch ohne eine Entscheidung "von oben"
leben kann, sollte man auf eine solche Entscheidung verzichten.
Ok.
2. Wenn eine Entscheidung notwendig ist, dann trifft diese Entscheidung
die OSM Foundation, vertreten durch ihren demokratisch gewaehlten
Vorstand.
Das ist mir neu.
Bisher habe ich unsere Entscheidungsstruktur so verstanden:
- "Entscheidungen" gibt es nicht
- es gibt keine legitimierte Gremien
- es gibt keine demokratische oder sonstwie legalisierte Prozesse
sondern:
- OSM funktioniert als "Crowdsourcing"
- da wo sich die "Masse" hinbewegt ist es "richtig"
- allenfalls gibt es Technokratie (Entwickler, HW-Betreiber)
- oder die Macht der Geschwindigkeit/Menge der Edits
- ansonsten gilt: was gefällt ist gut
Die Aufgabe der OSMF habe ich so verstanden:
- sie unterstützen OSM (finanziell, ideell, organisatorisch)
- sie hat keine darüber hinausgehenden Funktionen
So habe ich es bisher auch nach aussen vertreten.
Wenn mich beispielsweise jemand nach dem "Chef von OSM" gefragt, oder um
einer Unterschrift für einen Vertrag gebeten hatte, war meine Antwort:
"ich kann gern unterschreiben - aber ich bin nur einer von 350'000
OSMern, und habe keine darüber hinausgehende Legitimation".
Und für Fälle wo das nicht reichte, ist der FOSSGIS eingesprungen (der
zwar ebenfalls keine Legitimation hat, aber zumindest schon mal ein
"e.V" ist und nicht "nur" eine Privatperson ;-) ).
Das demokratische Beschliessen von Richtlinien klingt nett, wuerde aber
dazu fuehren, dass ein Haufen Leute sich statt mit Mapping mit dem
Richtliniendesign beschaeftigen
Das sehe ich genauso.
Zwar sind mir so "ungeregelte unplanbare unstrukturierte" Haufen
fachlich ein Greuel (passt so gar nicht zu ISO 9000) - aber unser
"System" hat zugegebenermassen Charme und seeehr viele Vorteile!
(und ich schätze diese Vorteile auch in anderen Bereichen sehr!)
Gruss, Markus
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