Hallo,

On 04/26/2012 11:54 PM, Stephan Wolff wrote:
Die Abstimmung selbst könnte man z.B. an eine Mitgliedschaft im Fossgis
oder OSMF koppeln, der Mapper bekommt ein Schlüsselpaar oder hinterlegt
einen Schlüssel und kann damit an Abstimmungen teilnehmen. Das
verhindert gleichzeitig einigermaßen, dass Leute ihre Stimme mehrfach
abgeben.

Es würde schon genügen, die Abstimmung an den OSM-Usernamen zu binden
und nur eine niedrige Teilnahmeschwelle festzulegen (z.B. Uploads an
mindestens 10 Tagen). Wenn man das Ergebnis mit Usernamen
veröffentlicht, fallen Fake-Accounts in großer Zahl auf.

In den "Contributors Terms" steht ja fuer einen eventuellen kuenftigen Lizenzwechsel, dass jeder "active contributor" eine Stimme hat, und der wird definiert als:

"a natural person (whether using a single or multiple accounts) who has edited the Project in any three calendar months from the last 12 months (i.e. there is a demonstrated interest over time); and has maintained a valid email address in their registration profile and responds to a request to vote within 3 weeks."

Mit der Definition koennte man ganz gut arbeiten, denke ich. Das mit der Email ist jetzt mal nicht so wichtig, aber "mindestens ein Edit in mindestens drei der letzten 12 Monate" ist eine sehr niedrige Schwelle, die zugleich aber auch die spontane Anmeldung von Sock Puppets verhindert (weil man erstmal 3 Monate abwarten muss).

Problematisch ist allerdings das mit der natuerlichen Person, denn wir wissen ja nicht, welche Accounts alle zu einer Person gehoeren. Und wir wollen das auch gar nicht einfordern (einige haben ja vielleicht einen Zweit-Account, mit dem sie in dem Ort editieren, in dem die Freundin wohnt, damit die Ehefrau nichts merkt, oder sie wollen das Tracing von Militaerinstallationen in China nicht unter ihrem normalen Namen machen oder so).

Man muesste also aus Gruenden der Praktikabilitaet doch eher ein Account - eine Stimme machen.

Aber ich betone nochmal, dass, bloss weil wir hier uneber Abstimmungen reden, niemand annehmen darf, dass

1. alles in OSM ueberhaupt zur Abstimmung stuende (ich denke da an Dinge wie die "On the Ground Rule"); 2. falls es eine Abstimmung gibt, eine einfache Mehrheit der Abstimmenden entscheidend waere; 3. falls es eine Abstimmung gibt, jeder ueberall mit abstimmen duerfe (Stichwort "hineinregieren" in regionale Besonderheiten)

Das sind alles Dinge, die sich noch nie jemand gruendlich ueberlegt hat. Insbesondere waechst unser Projekt so stark, dass selbst wenn *alle* im Projekt abstimmen und man sich mit 99% fuer irgendwas entscheidet, diese 99% von heute in einem Jahr nicht mal mehr eine einfache Mehrheit sind.

Irgendeine Art von Entscheidungs-Struktur brauchen wir bestimmt mal, aber man darf auf keinen Fall den Fehler machen, einen "Regelungs-Mob" zu produzieren, der alles bis ins kleinste Detail abstimmen und gleichmachen will. Da brauchen wir erstmal sowas wie eine Verfassung, die den Gesetzgeber in die Schranken weist, bevor wir einen Gesetzgeber bauen ;)

Bye
Frederik

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