Martin Koppenhoefer <[email protected]> wrote: >Naja, die Markierungen die man gefunden hat, hat man ja schonmal, und >die, die 1,30 m unter der Oberfläche liegen, wird man im Laufe der >Zeit vielleicht auch bekommen, üblich sind vergrabene >Grenzmarkierungen allerdings AFAIK nicht.
Zumindest in meinem regionalen Dunstkreis findet man Grenzmarkierungen in aller Regel nur dann, wenn man weiß, wo sie sich befinden und exakt an der richtigen Stelle gräbt. 20 cm unter der Grasnabe würde ich als Mindestmaß einschätzen. Von daher ist die Methode hier vollkommen unbrauchbar. Ob sie in anderen Regionen in der Regel sichtbar sind, weiß ich nicht. Da die Gefahr besteht, dass die Steine beispielsweise durch LKWs oder Ackermaschinen verschoben werden, würde ich eher annehmen, dass sie auch anderswo unter der Erde liegen. Bei den 1,30 Metern handelte es sich um Orte nahe einer Straße, die neben einem Kanal herführt. Zu dieser Straße hin steigt die Höhe des Landniveaus als Hochwasserschutz an. Von daher dürfte es sich zugegebenermaßen um einen Extremfall handeln. Es macht aber deutlich, wie sehr das Problem der Nichtsichtbarkeit sich hier noch verstärkt. Denn es ist nicht bekannt, wie tief man im Einzelfall graben muss. Es bleibt also bei der Suche nach dem Stein unsicher, ob man nun knapp daneben oder noch nicht tief genug gegraben hat. Schlussendlich sind es nur 8 nahe beieinander liegende Grenzsteine, deren Position ich exemplarisch anhand proprietärer Quellen so exakt bestimmen konnte, dass man sie beim Graben auch findet. >Die Unzuverlässigkeit >bezieht sich also nur darauf, ob man alle Grenzpunkte berücksichtigt, >und weniger auf die Lage der einzelnen Punkte, oder verstehe ich Dich >da falsch? Richtig, die Lage der Punkte ist nicht das Problem. Sie dürften recht exakt sein, da sie von den Katasterbehörden gesetzt wurden. Es liegt auch nicht daran, dass nur "wenige" Punkte fehlen. Vielmehr kann man hier selbst einen einzelnen Grenzstein nur mit großem Aufwand und proprietärer Hilfe finden. Die Arbeit und den finanziellen Aufwand wird wohl kaum ein OSM Mapper auf sich nehmen. Wenn man sich dazu noch in Privatgärten, ins Walddickicht oder in die hier nicht selten vorkommende moorige Pampa begeben muss, wird das Ganze nahezu unmöglich. Zudem ist hier wegen tiefer Lage und Meeresnähe alles mit unzähligen, teilweise sehr tiefen und breiten Entwässerungsgräben überhaupt erst bewohnbar und kultivierbar gemacht. Ohne dieses engmaschige Wassernetz und damit einhergehende Grundwassersenkung würde jede Straße und jedes Haus davonschwimmen. Querfeldein Grenzen zu ermitteln, geht also nicht und ist nicht selten gefährlich. Von daher ist auch das Mappen von Gräben und ländlichem Landuse schwierig. Die hier vorhandenen Bing Luftbilder reichen dazu auch nicht. _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

