Am Sonntag 04 Juli 2004 14:34 schrieb Tim Kaufmann:
> Michael Bischof schrieb:
> > In der Tat ein neues Fa�, das aber direkt neben dem bisher benutzten
> > steht: dieses Argument Marktanteil h�re ich auch immer - und werde immer
> > tauber. Das ist n�mlich das "Milliarden Fliegen k�nnen nicht
> > irren"-Argument.
>
> Hmm, das war nicht die Botschaft dich ich schicken wollte. Ich finde
> nur, dass man MS Office-Formate nicht dadurch aus der Welt schaffen kann
> dass man sagt, man akzeptiert sie nicht.
Nein, man kann nur ein bi�chen dazu beitragen. Und was die Leute zuhause bei 
sich machen: darauf habe ich keinen Einflu�. Das ist auch gut so.
>
> F�r mich ist eher die Aufkl�rung ein Weg. Meinem Schwiegervater musste
> ich nur ein einziges Mal zeigen, was seine bis dato mit Vorliebe in MS
> Office-Formaten durch die Welt verschickten Gesch�ftsunterlagen so alles
> �ber ihn, seinen Arbeitgeber und die Arbeitsprozesse verraten und schon
> lie� er es bleiben. 
Habe ich schon "ewig" auch immer gemacht. Juckt aber Sch�lerInnen nicht.
> So �hnlich k�nnte ich mir auch Deinen Ansatz 
> vorstellen. Powerpoint akzeptieren, aber gleichzeitig zeigen, warum
> OpenOffice besser ist.
Mi�verst�ndnis: das mache ich stets ... ich akzeptiere auch PowerPoint, bei 
den Leuten daheim, aber nicht als Datei an mich. Denn das sind Dinge, die ich 
zwar auf freiwilliger Basis, aber als Lehrer an einer �ffentlichen Schule  
erhalte. Da geh�ren nicht-offene Formate eben nicht hin. 
Das Viewer-Argument ist f�r mich keines. Ich akzeptiere kein Gnadenbrot. Wer 
seine Schnittstellen nicht �ffnen will (kann) soll einfach drau�en bleiben. 
Warum sich dem dicken Geld beugen. Ein wenig aufrechter Gang ... 
>
> > Standard ist das, was wir gemeinschaftlich definiert haben - niemals der
>
> Und wenn 90% der Anwender Textdokumente als .doc speichern, dann ist das
> doch eine gemeinschaftliche Definition, oder?

Nein, das ist der Lauf der Lemminge. Wenn 80% der benutzten Software illegal 
benutzt wird (mit stillschweigender Duldung der Beklauten, weil die eine 
Mischung aus �llampen-Politik und Anfixen verfolgen): ist das ein neues 
Gesetz ? Nur weil es fast Alle so machen ? 
 
> Nur ist meine Erfahrung wie gesagt nicht die, dass ich
> das par ordre du mufti hinbekomme sondern durch Aufkl�rung und Verst�ndnis.
Letzteres ist sicherlich das wichtigere Element. Man braucht aber Beides. Das 
mit propriet�ren Programmen/Formaten erzeugte Leid ist f�r den Verursacher 
leider nicht sichtbar. Es spielt sich zuhause ab, wenn man Lebenszeit 
verschwendet um FrontPage-M�llcode zu entzerren, Bilder, die nicht angezeigt 
werden darzustellen, damit Alle sie sehen ...
 =>  http://schule.homelinux.com/bild.nicht.zu.sehen.zip
=>   http://schule.homelinux.com/protokoll.technische.probleme.bilder.word.zip
Wie Du siehst versuche ich schon zu �berzeugen - halte meine Wut aber nicht 
zur�ck. Ist ges�nder so ... 
Und "par ordre du mufti" ist nur das Zweitbeste: wenn m�glichst Viele von Euch 
sich in h�flicher Form verbitten w�rden mit .doc, excel , .wmf-Dateien etc. 
bel�stigt zu werden (weil: nicht-�ffentlich) ist das ungleich besser ! Diese 
Begr�ndung ist m.E. entscheidend. Auf keinen Fall auf Linux-MS-Debatten 
einlassen. Formate, das ist es. MS kann sich wohl nie auf offene 
Schnittstellen einlassen. Dann w�rde man die Angefixten laufen lassen - und 
h�tte ein Produkt auf dem Markt neben anderen gleichrangigen. Das ist f�r die 
strategisch das Ende. 

Gruss,

Michael Bischof 


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