Michael Bischof wrote: > Am Sonntag, 5. November 2006 00:03 schrieb Martin Schmitt: > > Ahh! Das sind die Worte von einem, der den Spolsky-Artikel verstanden > > hat. Es gibt keinen Standardzeichensatz, sondern er muß immer dazugesagt > > werden. > > > > Insofern ist das Konzept der vor Dir präferierten Plaintext-Datei aber > > leider ganz schön überkommen, denn es gibt nunmal keinen Plaintext mehr. > > Bei einer Dateiübergabe out-of-band den Zeichensatz signalisieren zu > > müssen, ist ja eigentlich weder zeitgemäß noch zumutbar. > > Da kann ich nur mit dem "gesunden Menschenverstand" operieren. Wenn es > möglich und zulässig ist Textdateien mit verschiedenen verwendeten > Zeichensätzen zu speichern müßte eigentlich das ähnlich mitgespeichert > werden wie z.B. bei Mails.
If wishes had wings, pigs would fly. Der in diesem Zusammenhang interessante Teil des Begriffes "Plaintext-Datei" ist "Plain". Der deutet schon darauf hin, daß eben keine zusätzlichen Informationen darin gespeichert werden, sondern nur der "plaine" Text. Wenn Du Texte weitergeben willst, ohne Dir über das Enconding Gedanken machen zu müssen, solltest Du Dir ein anderes Format suchen. Plaintext ist dafür eine sehr schlechte Wahl. Das ist nach meinen Verständnis auch das, was Martin Dir geschrieben hat. Es handelt sich hierbei aber doch um ein grundsätzliches Problem, das sehr wenig mit dem verwendeten Betriebssystem oder dem Windowmanager zu tun hat. > Markus schrieb:" Und ich möchte noch hinzufügen: Linux ist nicht > KDE-spezifisch. > Denn hin und wieder bekomme ich beim Lesen von Michaels Posts den > gegenteiligen Eindruck..." > > Okay, Markus, wie ist das denn bei anderen Windowmanagern unter Linux? Nimm mir diese kleine Spitze bitte nicht krumm, denn das ist in keiner Weise böse gemeint. Als wir dieses Thema zum ersten mal hatten, bekam ich einfach den Eindruck, daß Du weniger Windows mit Linux vergleichst als vielmehr Windows mit kwrite. Das Encoding-Problem an sich ist IMO unabhängig vom Betriebsystem (und dem Windowmanager sowieso) und es gibt prinzipbedingt dafür auch keine "Lösung". Verschiedene Programme, die für den Umgang mit Plaintext ausgelegt sind, werden Dir verschiedene Hilfestellungen geben mit diesem Problem umzugehen. Sie können Dir aber nicht abnehmen, daß man wissen muß, nach welchem Verfahren der simple Haufen von Bytes, der eine Textdatei nunmal ist, in (Schrift-)Zeichen umgesetzt werden soll. Und welches Verfahren beim Erzeugen des Bytehaufens aus den Zeichen verwendet wurde, sieht man dem Haufen im Normallfall einfach nicht an. Und daß ich kein System sehe, das den Umgang mit diesem Problem viel besser ermöglichen würde als alle anderen, dürfte seit unserer ersten Diskussion darüber klar sein. Gruß mks
-- ---------------------------------------------------------------------------- PUG - Penguin User Group Wiesbaden - http://www.pug.org

