michael schrieb: >> Die Moral von der Geschichte war für mich: Wenn Du "Bleeding Edge" Open >> Source in einer stabilen Umgebung willst, mußt Du als Betriebssystem >> Windows benutzen. > > Tja, entspricht meiner Erfahrung nicht. [...] > Wenn ich an die Einfachheit und Schnelligkeit im Alltag denke hat der o.g. > Autor meiner Ansicht nach recht. Jedenfalls bei normalen, etablierten > Programmmen. Mit dem Selberkompilieren hatte ich selten Glück.
Vielleicht sollten wir hier nochmal über die Definition von "Bleeding Edge Open Source" reden. Ich meine damit: Man schaut morgens in den RSS-Reader, sieht, daß Firefox 4.0 raus ist, und will ihn installieren. Man geht also als Windows-User auf die Firefox-Homepage, lädt das Ding runter, doppelklickt auf Setup.exe, und 3 Minuten später ist man noch bevor die erste Tasse Kaffe fertig ist, ganz weit vorne dabei, was die Aktualität der Software angeht. Genau die selbe Übung gilt für zahllose andere Open-Source-Projekte: Das genannte Pidgin, Thunderbird sowieso, eingeschränkt GIMP, OpenOffice, und so weiter... Da kann man die aktuellen Versionen vielleicht irgendwie notdürftig ins Homedirectory frickeln, aber die Distribution läßt einen verständlicherweise immer im Regen stehen. Die Polemik des zitierten Heise-Beitrags trifft meiner Erfahrung nach für Open Source in keiner Weise zu. Wenn Deine einzige Erfahrung mit Windows darin besteht, daß Du die mit "besorgter" Software und Viren(-scannern) verseuchten Bastelbuden Deiner Schüler in die Finger bekommst, verstellt das vielleicht nur ein wenig den Blick auf die Realität. Die Zeiten, wo wir über den wackeligen Windows-Port von GIMP 1.2 gelacht haben, sind auf jeden Fall schon lange vorbei. -martin
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