<Da der Inhalt hier OT ging habe ich einen neuen Thread hierfür geöffnet statt 
mit ,Re: [PUG] iPhone mit Linux auf dem Computer' weiterzumachen>

> Am Sonntag 21 März 2010 11:46:55 schrieb Christian Felsing:
> > Der Mann hat definitv _nicht_ recht. Zu dem Thema VDS habe ich eine ganz
> > klare Auffassung:
> >
> > Wird wegen eines begründeten Verdachts gegen eine bestimmte Person eine
> > Speicherung seiner Verbindungsdaten angeordnet, dann mag das noch
> > angehen, soweit da ähnliche Voraussetzungen wie beim Abhören von
> > Telefonaten gelten. Eine verdachtslose Speicherung ist aber ein
> > absolutes No-Go.

Herr Danisch schreibt nun in seinem Blog 
http://www.forschungsmafia.de/blog/2010/03/20/angriff-auf-forschungsmafia-de/
dazu:
,,Ja, aber diese ganze Diskussion (soweit sie sich nicht auf Telefonat sondern 
die Speicherung der IP-Adresse bezieht) hat einen gewalten Argumentations- 
und Schönheitsfehler:
Die Zuweisung dynamischer IP-Adressen ist weder ein Grundrecht, noch überhaupt 
eine reguläre Methode, sondern war ursprünglich eher eine Notlösung oder 
Kostenersparnis. Ursprünglich waren Internet-Zugänge über Modem (oder DSL) 
Zeit- bzw. Volumenbasiert, so daß die Leute das Internet nur kurz nutzten und 
der Provider deshalb viel weniger Adressen brauchte als er Kunden hat. Das 
ist heute anders, und IPv6 steht vor der Tür. 
Alle, die (in Bezug auf die IP-Speicherung) gegen die VDS wettern übersehen 
dabei völlig, daß sie falschherum argumentieren. Die Frage ist nicht, ob man 
speichert, sondern umgekehrt, ob man einen Grundrechtsanspruch auf dynamische 
IP-Adressen hat. 
Die Sache könnte letztendlich nämlich auch darauf hinauslaufen, daß man die 
Speicherung mitsamt den dynamischen IP-Adressen abschafft. Dann haben die 
VDS-Gegner noch mehr Schaden angerichtet als die VDS, weil dann nämlich die 
IP-Adresse (bzw. der IPv6-Netzwerkbereich) wie die Telefonnummer ein normales 
Bestandsdatum ist, viel weniger geschützt ist und wir noch weitaus mehr 
Privacy verlieren. 
Aber soweit haben die VDS-Gegner (jedenfalls soweit ich das alles gelesen 
habe) niemals gedacht. Die denken das nicht zu Ende durch sondern immer nur 
so weit, wie ihre Ideologie, ihre Empörung oder ihr Publizitätsdrang eben 
reicht. Mit dem Geschrei gegen die VDS kann man halt viele Jünger um sich 
schaaren. Das ist alles so kurzsichtig und auf Dampf ausgelegt. 

Im Sinne des Datenschutzes wichtiger wäre es gewesen, nicht gegen die VDS, 
sondern in Richtung dynamisch wechselnder bzw. nicht nachvollziehbarer 
IP-Adressen zu argumentieren. 

Wenn wir dann alle eine feste, statische IPv6-Adresse haben, dann haben die 
VDS-Gegner ihre begehrte Publizität gehabt, aber in der Sache trotzdem 
verloren."

Fachlich kann ich das nicht beurteilen. Ein Wichtigtuer scheint mir Danisch 
nicht zu sein. Dafür muss man sich nur mal die Vorgeschicht(en) auf seinem 
Blog ansehen. Wenn ein Mitarbeiter des Hasso-Plattner-Instituts seinen 
Webserver attackiert halte ich das auch nicht für eine Handlung jugendlichen 
Übermuts. - Nur heißt das Alles gar nichts wenn es darum geht ob er recht hat 
oder nicht.

Gruß,

Michael Bischof 



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