und hier der Diskussionsbeitrag von Klaus Graf zur Informationskompetenz. Ggf. gilt gleiches für Wissensorganisationskompetenz.
Mit freundlichen Gruessen, With kind regards, Sincères salutations, Con saludos cordiales, H. Peter OHLY ------------------------------------- http://www.isko.org/people.html Fax: 03212 - 1402705 > Gesendet: Freitag, 17. Mai 2013 um 00:27 Uhr > Von: "Klaus Graf" <[email protected]> > An: "Internet in Bibliotheken" <[email protected]> > Betreff: Re: [InetBib] Informationskompetenz - eine fixe Idee? > > On Thu, 16 May 2013 13:34:24 +0200 > h0228kdm <[email protected]> wrote: > > > Was die Informationskompetenz betrifft, so kann von einem > > „Blindflug“ nicht die Rede sein. Fast täglich beobachten > > wir Menschen, die in Google Worte wie „Psychologie“ > > eingeben und erstaunt sind, welche Trefferzahl sie > > erhalten, die nicht wissen was ein Review ist, etc. > > Ich denke auch, dass es voelliger Unsinn ist, was Schuldt > da schreibt. > > Richtig ist, dass Bibliothekare sich als > Informationskompetenz-Spezialisten extrem überschätzen. Was > beispielsweise Freiwillige in Wikisource leisten ist > erheblich besser als die im Netz vorhandenen Infoseiten > deutscher Bibliotheken zusammen. (Ich erinnere auch an das > maessige Abschneiden der INETBIB-Teilnehmer bei meinen > Quizfragen.) > > Seit vielen Jahren unterrichte ich Informationskompetenz: > Vor allem als Lehrbeauftragter an der Universität Freiburg > im Breisgau, ab und an auch in Aachen, am häufigsten im > Rahmen der Praktikantenausbildung (ca. 2 Stunden). Meine > Erfahrung ist, dass Studierende (aber nicht nur die) kaum > über die Kenntnisse wichtiger Werkzeuge neben Google > verfügen. So gut wie niemand kennt etwa HathiTrust oder > nutzt für Google Books einen US-Proxy. > > Siehe auch > http://archiv.twoday.net/topics/Suchen/ > > Gute Wissenschaft setzt solide Informationsrecherche > voraus. Wer diese nicht hinreichend beherrscht, dem > entgehen wichtige Ressourcen oder sie werden ihm später > bekannt. Es ist trotzdem möglich, dass Leute, die sich > nicht an wissenschaftliche Regeln halten (wie z.B. > Guttenberg), im Studium reüssieren. > > Das Netz ist ein undurchdringlicher Dschungel und selbst > Leute wie ich können nur schmale Schneisen schlagen. Daraus > folgt aber nicht, dass diese Schneisen nicht notwendig > wäre, weil es "irgendwie" auch so geht. Irgendwie ist auch > schlechte Wissenschaft erfolgreich, irgendwie gibt es immer > wieder Blender, die lange nicht auffallen. > > Jeder sollte Kenntnisse über Werkzeuge vermittelt bekommen, > mit denen er effizienter suchen kann. Ob Bibliothekare > dafür besonders kompetent sind, ist eine andere Frage. > Meine Position ist damit der von Schuldt diametral > entgegengesetzt: Informationskompetenz ist heute wichtiger > denn je. > > Klaus Graf > http://archiv.twoday.net/stories/404099757/ > > -- > http://www.inetbib.de
