Hallo miteinander! Ich will jetzt (fast) gar nichts zu dem konkreten Fall sagen und weder Mattes noch JB oder Volker oder sonst irgendjemand Verschwoerung oder sonst was vorwerfen (und ich goenne den Duesseldorfern den Startplatz). Allerdings gibt es doch einen Punkt, der fuer mich in der Diskussion bisher nicht auftauchte und den wir insbesondere in der Zukunft bei solchen Entscheidungen beachten muessen:
In letzter Zeit kam es wegen des Qualifikationsmodus fuer internationale Turniere aus meiner Sicht an zwei Stellen zu Gedraengel und deswegen zu laengeren Diskussionen: Der Mixed-Qualifikation fuer die XEUCF 2009 und der Masters-Quali fuer Prag 2010. In beiden Faellen wurden dann Einzelfallentscheidungen getroffen, die aus meiner Sicht ueberhaupt nicht zusammen passen (und weder einheitliche Regeln noch eine einigermassen stimmige Praxis erkennen lassen). Insofern sollten wir baldmoeglichst so etwas wie verbindliche (v.a. fuer die Zukunft) Regeln aufstellen oder zumindest feststehende Prinzipien formulieren, an denen wir uns orientieren koennen. Im Einzelnen: Fuer die Mixed-Qualifikation fuer die XEUCF 2009 wurde geltend gemacht (moeglicherweise von einzelnen Interessen getrieben), dass die Mixed-DM 2008 nicht als Qualifikationsturnier geeignet waere, weil es einigen Interessierten nicht klar gewesen waere (und die dann womoeglich ein besseres Team geschickt haetten). Deswegen wurde kurzfristig ein eigenes Quali-Turnier (Halle 2009) bestimmt. Ich gehe davon aus: Wenn von uns (Stuttgart) damals ein Antrag auf bevorzugte Behandlung gestellt worden waere wegen guter Leistungen 2008 oder von Rostock oder den Woodies wegen unbestreitbarer Verdienste um die Mixed-Division, dann waere der abgelehnt worden (aus meiner Sicht zurecht). Aber wenn ein solcher Antrag gestellt worden waere, haette m.E. auch der Antrag der Frisbee Family wegen des Praezedenzfalls nicht positiv beschieden werden koennen. Niemand hat damals das Quali-Turnier in Halle so richtig schlimm gefunden, insbesondere auch, weil 1. unter den interessierten Teams die gleiche Reihenfolge rauskam und 2. alle interessierten Teams auch einen Startplatz bekamen. Lustig ist dann, dass die Veranstalter in London sich mangels Kenntnisse und Vergleichbarkeit nicht wirklich um die entstandene Setzliste gekuemmert haben ... Was ist jetzt anders? Im Gegensatz zur Mixed-Quali gab es in der Masters-Division kein nationales Turnier im Vorjahr, das fuer die Vergabe der Startplaetze massgeblich sein koennte. Warum wird jetzt gesagt, dass nicht nur der Leistungsstand 2010, sondern auch der vom Vorjahr wichtig sein sollte? Inwiefern muessen wir im einen Fall ein Extra-Quali-Turnier fuer alle Teams einrichten, im anderen aber nicht? Warum gilt nun, dass auch Ergebnisse aus der Zeit wichtig sein sollen, in der nicht allen Beteiligten der Qualifikationsmodus klar war? M.E. kann man die Entscheidung fuer Duesseldorf durchaus begruenden. Fragwuerdig wird dann aber die Entscheidung im Mixed-Verfahren ein Jahr vorher. Deswegen ist es jetzt aus meiner Sicht dringend noetig, mal so etwas wie verbindliche Regeln oder Verfahren fuer die Qualifikation festzulegen. Diese sind sowohl wichtig fuer die Orientierung als Interessierte an internationalen Turnieren als auch fuer die Entscheidungen auf JHVs oder von den Funktionstraegern im DFV. Dann gaebe es auch nicht solche langwierigen Diskussionen und ad-hoc-Entscheidungen, die mehr vom Einzelfall und individuellen Interessen getrieben sind und die offensichtlich nicht alle gluecklich machen. Das koennen wir uns als Verband ab einer gewissen Groesse bei der Verteilung von knappen Guetern einfach nicht mehr leisten ... Sorry, viel zu lang. Beste Gruesse aus Berlin, Jan P.S.: In den Sozialwissenschaften nennt man das 'Legitimation durch Verfahren' ;-) _______________________________________________ Wurfpost mailing list [email protected] http://list.uni-koblenz.de/mailman/listinfo/wurfpost
