Danke Axel, 

vielen Dank, das war lehrreich und best�tigt, da� die ganzen Dynamiken 
falsch laufen. 

1/ Du mu�t so breit wie m�glich deklarieren, damit Dein Mandant 
zufrieden ist und keine Regre�anspr�che stellen kann. 

2/ Die Reduktion findet allein aufgrund der Einengung durch die 
Patent�mter statt. Diese m�ssen den Stand der Technik kennen.

ABER:

1/ Die Patent�mter sind viel zu �berlastet um wirklich zu pr�fen

2/ Ein Beamter wird nach Erledigungen beurteilt. Eine Ablehnung macht 
aber 100mal mehr Aufwand als eine Erteilung, also hat der Beamte alles 
Interesse jeden Dreck durchzuwinken.

3/ Software (Algorithmen) entwickelt sich so schnell, da� man den Stand 
der Technik nicht wirklich �berblicken kann. (Und schon gar nicht die 
Patent�mter)

Das System ist also in einer tiefen Krise und f�hrt zu den bekannten 
Verwerfungen. Jetzt zu sagen: "Wir sind noch nicht tief genug in der 
Wand drin, wir brauchen mehr Patente" ist wirklich ein origineller 
L�sungsansatz ;)

Ich denke, man sollte _alles_ �berdenken. Viele L�nder (Frankreich, 
Australien) haben ein rein deklaratives System, das keine Pr�fung 
kennt. Da besteht aber auch nicht die Vermutung der Wirksamkeit eines 
Patents (Schadenersatz und Beweislast!), sondern es geht nur um die 
Priorit�t. Du hattest �hnliche Ideen mit der Beschneidung der Rechte 
AUS dem Patent.

Das Pech des Patentsystem ist es, da� es immer zentralere Relevanz f�r 
Massenkommunikation hat, dort Freiheiten beschneidet ohne dies wirklich 
rechtfertigen zu k�nnen. Bisher hat aber keiner eine Idee, wie man es 
so zur�ckstutzt, da� es wieder gesellschaftlich sinnvoll ist. 

Da� einige noch mehr Patente wollen erinnert mich an die Str�nde hier: 
Da kommt einfach jemand und baut einen Zaun um den gestern noch 
�ffentlichen Strand und dann soll man 10 Eur f�r den Zugang bezahlen. 
Der hat nat�rlich einen dicken Rausschmeisser, der das notfalls 
durchsetzt. Soll sich der Staat als Helfer f�r sowas hergeben? Eine 
interessante Frage.

Gruss 

Rigo


Am Monday 20 September 2004 22:46 verlautbarte Axel H Horns :
> On 20 Sep 2004, at 11:43, Rigo Wenning wrote:
> > Axel,
> >
> > Ich finde die Frage berechtigt, denn ich bin fast jeden Tag mit
> > IT-Patenten konfrontiert, die zu breit sind. Gibt es eigentlich
> > eine Sanktion gegen zu breite Antr�ge oder arbeiten die �mter mit
> > geltungserhaltender Reduktion?
>
> Also: Wenn ich mich hinsetze und fuer einen Mandanten eine
> Patentanmeldung abfasse, weiss ich nicht, was der naechstkommende
> Stand der Technik ist. Der Mandant ist auch nicht verpflichtet, mich
> fuer eine Recherche nach dem Stand der Technik zu bezahlen, denn das
> ist ja eigentlich der Job des Patentamtes - dafuer bezahlt der
> Mandant dann ja Recherche- und Pruefungsgebuehren an das Amt.

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