On Fri, Sep 24, 2004 at 09:44:44AM +0200, Rigo Wenning wrote: > Am Friday 24 September 2004 00:44 verlautbarte Martin Uecker : > > > Aber, um zur Software zurueckzukommen, da gibt es klitzekleines > > > Problem: Auch Software bewegt Elektronen. > > > > Musik bewegt Schallwellen. Romane formen Druckerschw�rze auf Papier. > > Hm, ein Schallplattenspieler ist unstreitig patentierbar, eine > Druckerpresse auch. Warum soll es ein MP3-player nicht sein?
Da machst Du genau den Fehler, den Du mir vorwirfst: Du verwechselst die Erfindung mit dem Gegenstand! Patentiert wird nicht der Schallplattenspieler und nicht der MP3-Player, sondern eine Idee wie man einen Tonarm baut bzw. Idee wie man im MP3-Player die Stromversorgung regelt. Diese beiden physikalischen Ideen w�ren patentierbar. Eine Idee, wie man MP3s decodiert aber nicht! Denn das ist reine Mathematik. > Man nehme einen computer, verdrahte ihn so, dass bestimmte algos > ablaufen und melde ein Patent an. (Genau das hat das idea-Patent > getan). > > Geht man mit Deiner Meinung an das Problem, dann ist eben nur das St�ck > harter Verdrahtung gesch�tzt, nicht aber die idee durch eine bestimmte > Kombination von Schritten eine wirksame Verschl�sselung zu erreichen. Nein. Bei mir ist dann garnichts gesch�tzt, weil IDEA eine mathematische Idee zu Codierung ist. W�re es hingegen eine physikalische Idee, w�re jede Art der Umsetzung gesch�tzt, auch die in Software. > (Bleiben wir beim Aufzug): Die Mechanik eines Aufzugs ist aber > altbekannt und nicht gesch�tzt. Damit erm�glicht man einen koreanischen > Aufzug zum halben Preis. Das bedeutet, Thyssen muss nach Korea > de-lokalisieren um weiter bestehen zu k�nnen. F�r die ganze > Maschinensteuerung gelten eben die Gesetze der Softwarebranche gerade > nicht. Nimm eine komplizierte Steuerung einer Einspritzpumpe. Die > Komplexit�t kann zuverl�ssig gerade nicht mit reiner Mechanik > realisiert werden. Gibt man den Schutz einer solchen Steuerung auf, > dann bauen die Brasilianer das gleiche Ding f�r 1/3 des Geldes. Niemand will den Schutz daf�r aufgeben! Die Steuerung einer Einspritzpumpe ist eine physikalische Angelegenheit, auch wenn sie in Software geschrieben ist. Daf�r darf es gern Patente geben, die auch durch die Softwarel�sung verletzt werden. Wie die L�sung realisiert wird, ist eben bei mir egal, weil die Unterscheidung an der abstrakten Erfindung ansetzt. [...] > Ich bin aber der Meinung, dass das Patentrecht durch die L�sung im > Bereich Maschinen Probleme im Bereich Software macht. Und das muss > bereinigt werden. Ich gebe Axel recht (der sitzt inzwischen zwischen > allen St�hlen), dass man auf der Rechtsfolgenseite die meisten Chancen > hat, einen Ausgleich zu finden. Du kannst die Rechtsfolgen generell beschneiden. Also z.B. die Laufzeit massiv beschr�nken. Aber wenn Du das f�r Maschinen und Software unterschiedlich regeln willst, mu�t Du auch irgendwo eine Unterscheidung einf�hren! Dann mu�t Du aber Anhand der konkreten Realisierung unterscheiden, und alle Probleme, die Du so sch�n beschrieben hast, treten pl�tzlich auf! Gru�, Martin -- One night, when little Giana from Milano was fast asleep, she had a strange dream.
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