On Mon, 2005-01-31 at 19:37 +0100, Andre Schnabel wrote:
> So extrem Fremd, abwegig und erfunden ist der "Stylist" garnicht. In den
> Duden hab ich nicht geschaut, aber ins FremdwÃrterbuch:
> Sty-list [Stailist], der; -en,-en: jemand, der Formen entwirft
Ja, sowas in der Art wirft mein "dict"-Kommando auch aus. Nur
ist das ein Deutsches Wort? Ist das was, was man kennen
muÃ? Ich hab das in der Bedeutung vorher nicht gekannt.
Daneben wirft mein "dict" aber noch eine zweite Bedeutung
aus:
| 2: someone who cuts or beautifies hair [syn: {hairdresser},
| {hairstylist}
Das war das, was ich immer mit "Stylist" assoziiert habe.
> Jetzt macht es zwar wenig Sinn, dass wir jedem OOo ein FremdwÃrterbuch
> beipacken, aber so sehr an den Haaren herbeigezogen ist der Begriff
> nicht. Und aus meiner Sicht ist er einprÃgsam.
>
> Dass "Formatvorlagen und Formatierungen" den Nutzer besser an die
> FunktionalitÃten des Stylisten heranfÃhren, bezweifle ich.
Die Frage ist IMHO nicht, ob "Formatvorlagen und Formatierungen"
besser an diese FunktionalitÃt heranfÃhrt, sondern ob es weniger
vortÃuscht, daà da ein groÃes, gehimnisvolles Konzept dahinter
steckt (tut es nÃmlich nicht, bloà muà man das erst wissen).
Wenn man neue Begriffe, neue Terminologie in einem Text oder
in einem Programm antrifft, dann nimmt man immer zuerst an,
daà sich etwas wichtiges, etwas bedeutungsschweres dahinter
verbirgt. Sonst wÃrde man ja auch nicht ein neues Wort brauchen,
oder? Zumindest mir geht es immer so, wenn ich mich durch
neue, schwer verstÃndliche Texte durchkÃmpfe. Ich finde
OpenOffice sollte soche Barrieren nicht kÃnstlich aufbauen --
zumindest dort nicht, wo es nicht notwendig ist, weil es
eine (relativ) klar verstÃndliche Umschreibung gibt.
Ja, sicher, auch "Formatvorlagen" ist noch nicht ideal,
aber mir fÃllt auch nix besseres ein.
> Dass bsiher
> wenige Anwender diese Funktionen gefudnen haben, liegt mainer Meinung
> nach weniger an der Bezeichnung, sondern eher daran, dass die Anwender
> Ãberhaupt nicht danach suchen. Ãhnlich wie Jacqueline habe ich die
> Erfahrung gemacht, dass nur ein minimaler Prozentsatz der Anwender (die
> tÃglich mit einem Office-Produkt professionell arbeiten) verstehen, mit
> Formatvorlagen umzugehen.
Es geht nicht nur darum, daà Leute an den Stylist rangefÃhrt werden.
Es geht auch darum, daà Leute die den Stylist nicht verwenden und
nicht brauchen nicht das GefÃhl vermittelt kriegen sie wÃrden was
wichtiges verpassen. Viele SekretÃrinnen tippen tagein, tagaus
Texte die kaum lÃnger als eine Seite sind. Die vermissen echt nix
wenn sie den Stylist nicht verstanden haben. Warum willst du denen
ein geheimnisvolles neues Konzept aufzwingen? Wenn das Ding
"Formatvorlagen und Formatierung" heiÃt, dann sehen sie viel
schneller, daà sich dahinter nichts magisches verbirgt, und
daà sie es vermutlich nicht brauchen. Oder eben doch.
> Wer den Stylisten einmal kennt, schient gut damit klar zu kommen.
Aber die Schwelle die *bis dahin* Ãberwunden werden muÃ, die
ist unnÃtig. Die kostet *uns* Benutzer (nÃmlich diejenigen,
die es nicht interessiert was neues zu lernen, die einfach
nur was tippen wollen). Und die mÃchte ich nicht verlieren.
> Genauso funktioniert es auch in anderen Bereichen des Lebens (Kann sich
> noch jemand an die Aktion erinnern, dass Monitore und Disketten in
> Zentimeter statt Zoll beworben werdne sollten? Wer kauft heute noch
> einen Tageslichtprojektor, obwohl Beamer selbst im Englischen eine
> falsche Bezeichnung ist?)
Ja, nur warum ohne Not die Dinge verkomplizieren? Warum sich nicht
gleich verstÃndlich ausdrÃcken? Ich seh den Nachteil dabei nicht.
/ralph
--
Rettet die Wale und stÃrzt das System, und trennt euren MÃll,
denn viel Mist ist nicht schÃn!
Gustav, "Rettet die Wale"
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