Hallo zusammen,
erstmal .. nein, so richtig bin ich nicht wieder da und habe die Mailinglisten wirklich eine Woche nicht mitgelesen, aber ich denke in Fragen des Vereins werden die Missverst�ndnisse immer gr�sser. Und es ist leider schwer diese aufzukl�ren, wenn diejenigen, die f�r den Verein eintreten k�nnten noch an anderen Stellen in der Kritik stehen.
Ach ja .. die Mail k�nnte lang werden (ich hab ja jetzt Zeit .. und vielleicht mach ich ja doch ne Rubrik "M�rchenstunde" auf, gell, Axel?).
Ich sehe aber keinen Sinn darin, hier Einzelpunkte herauszuklauben, die
am Ende doch kein Bild ergeben, warum *ich* mich f�r einen Verein ausspreche.
Rolf Meyer schrieb:
#Fragen zu Community/Verein (generell)Im Moment ist das offenbar so. Ich hoffe aber, dass das nicht auf Dauer so sein muss, sondern dass wir ein "Miteinander" finden.
Ist es so das einige (oder viele?) den jetzigen Verein f�r die
Au�enbeziehungen als ungeeignet erachten?
Sieht die Community die Notwendigkeit das sie eine Vertretung in soweit
braucht das in Au�enbeziehungen gewisse (rechtliche) Standards
eingehalten werden m�ssen?
Ob es die Community so sieht, weiss ich nicht. Ich sehe es so. (mehr dazu unten).
Ist der Verein das Sprachrohr des OOo Projektes?Im Moment nicht und er sollte es auch nicht sein. Sprachrohr des OOo Projektes sind dessen Vertreter und "Repr�sentaten" im Falle des de-Projektes in erster Linie die CoLeads.
So .. nun aber einige Worte dazu, warum ich den Verein mitgegr�ndet habe und auch Vorstandsmitglied bin (und etwas Geschichte dazu).
Die Diskussionen, dass das Projekt durch einen Verein unterst�tzt werden sollte, gibt es schon sehr lange. Mit dem Thema bewusst Kontakt hatte ich zum ersten Mal im Vorfeld des Linuxtag 2002 und dann auf dem Linuxtag selber. Damals ging es darum, wie wir den Auftritt organisatorisch und finanziell absichern k�nnen und evtl. den Leuten, die am Stand helfen ein "Dankesch�n" zukommen lassen k�nnen. Einiges an Organisation lief zwar damals �ber die tarent, aber das "ganze Drumrum" �ber eine Firma direkt abzuwickeln w�re auf Dauer ung�nstig.
Treibende Kraft war damals Marco Welter, aber auch andere waren daran interessiert, einen Verein zu gr�nden / im Hintergrund zu haben. Interesanterweise stehen diese heute einem Verein anscheinend kritisch gegen�ber.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Manfred mit mir zum Open(?)-BSD-Stand gezogen ist und die aktiven dort interviewt hat, wie die das regeln. Klare Antwort: �ber einen Verein (gef�hlsm�ssig war da sogar etwas Unverst�ndis dabei, dass wir das nicht w�ssten).
Auch Elmar Geese war an der Idee interessiert, obwohl es jetzt angeblich nichtmehr notwendig ist, bei anderen Projekten ja auch funktioniert ... (Ich frag' mich nur, was dann die vielen Linux-Verb�nde machen).
Was aber damals schon diskutiert wurde (und eine "Spontangr�ndung" verhindert hatte) war das Thema Team OOo e.V. Eigentlich gab es ja schon zu diesem Zeitpunkt einen Verein, �ber den alles h�tte geregelt werden k�nnen. Das Problem war, dass mit Team OOo e.V. schwer in's Gespr�ch zu kommen war bzw. es auch nicht wirklich versucht wurde (zumindest Wolfgang Henderkes hat aber mehrmals Anlauf genommen). Um Team OOo e.V. war (und ist es) relativ ruhig, was ich immer als Hindernisgrund f�r eine gute Zusammenarbeit empfand (inzwischen fallen mir aber ein paar sehr gute Gr�nde ein, sich als Verein so "ruhig" zu verhalten).
Gut, nach dem Linuxtag gab es dann immer mal wieder Ans�tze eine Vereinsgr�ndung oder eine st�rkere Zusammenarbeit mit Team OOo e.V. abzustreben. Wirklich intensiv vorangetrieben wurde es aber nicht. Es fehlte wohl der direkte "Zwang" (keine gr�sseren Veranstaltungen / Projekte).
F�r mich pers�nlich war der Ausl�ser, dass nun wirklich was passieren muss die letztj�hrige CeBit. Es sind da einige Sachen passiert, die mir doch arg zu denken gegeben haben.
Das war zum einen der Plakatwettbewerb. Rolf hat den auf Basis eigenst�ndiger Arbeit im direkten Kontakt mit den Sonsoren, der Schirmherrin ... prima organisiert. Ich bin ehrlich froh, das das alles gut geklappt hat, denn wenn irgendwas schief gelaufen w�re, h�tte wahrscheinlich Rolf pers�nlich haftbar gemacht werden k�nnen. Eigentlich w�rde ich jedem abraten, sowas nochmal auf eigenen Verantwortung durchzuziehen.
Passiert ist wie gesagt nicht viel. Ausser dass SuSE es nicht geschafft hat, eine Linux-Box versandkostenfrei in die Schweiz zu schicken. Die 30 SFR hab ich dann aus der eigenen Tasche bezahlt .. eigentlich kein Problem, wenn ich nicht genau gewusst h�tte, dass "das Projekt" auf der CeBit einige hundert Euro eingenommen hatte, ich aber keine Ahnung hatte, wie ich die f�r das Projekt h�tte nutzen k�nnen.
Das war der zweite (f�r mich entscheidende Punkt), auf eine Vereinsgr�ndung hinzuarbeiten. Auf der CeBit wurden die PrOOo-Boxen (die eigentlich alle gesponsort waren) pl�tzlich verkauft. Im Nachinein sicher eine richtige Entscheidung, nur dass diese Entscheidung zum Start der CeBit zwischen Rolf und tarent viel (ohne die jetzt so oft geforderte Transparenz �ber die Listen). Ganz besonders ge�rgert hat mich, dass offenbar auch schon besprochen war, dass die so eingenommenen Gelder f�r weitere PrOOo-Boxen verwendet werden sollen.
Im Endeffekt, war die Entscheidung zum Verkauf wohl richtig denn tarent musste auch ein oder zwei abgesprungene Sponsoren gegenfinanzieren und Restgelder sind
an OOo De e.V. gegangen (und Community kann jederzeit Ideen anbringen, wie
diese verwendet werden sollen). �brig bleibt aber ein flaues Gef�hl im Magen, dass hier Geld versickert ist. Leider kann das flaue Gef�hl wohl nicht ausger�umt werden, denn ich glaube nicht, dass tarent dem Projekt gegen�ber seine B�cher �ffnet (will ich auch garnicht verlangen .. es ist passiert und fertig). Ein Verein ist aber dazu verpflichtet, seinen Mitgliedern gegen�ber die Verwendung der Gelder zu dokumentieren .. und ich sehe auch kein Problem darin, dieses auch auf Anfrage f�r Projektmitglieder zu tun (was ich �brigens letzte Woche angeboten hatte .. angefragt hat *niemand*).
Was mich an dem Punkt (im aktuellen Bezug �rgert) ist, dass ich das vor �ber einer Woche am Telefon mit Rolf besprochen habe. Er hat mir auch zugestimmt, dass es hier wirklich besser w�re, diese Sachen �ber einen Verein zu regeln, da so manchen Gefahren besser vorgebeugt werden kann. Er hat mir sogar best�tigt, dass er dem aktuellen Vorstand von Ooo De e.V. in der Beziehung vertraut, auch wenn er selbst nichtmehr Mitglied im Verein sein m�chte. Schade nur, dass trotz aller proklamierter Transparenz das so nicht auf den Listen angesprochen wurde (obwohl ich ihn drum gebeten hatte).
Dritter Punkt, einen Verein zu Gr�nden war das Gespr�ch mit Eva Brucherseifer (Sie ist �brigens aktiv im KDE Projekt, im Vorstand von KDE e.V. und verdient in der eigenen Firma Geld mit Linux-Migrationen .. also genau die Kombination, die angeblich bei uns nicht funktionieren soll). Viele Community-Aktivit�ten bei KDE (und KDE ist f�r mich wirklich eine vorbildliche Community) werden �ber den Verein organisiert und unterst�zt. Konkret Messeauftritte werden zwar nicht voll finanziert, die freiwilligen Helfer werden aber zum Dank zumindest zu einem Essen eingeladen bzw. werden Kosten anteilsm�ssig erstattet.
Das Team von OOo ist im Gegenzug am Abend auf eigene Rechnung Essen gegangen, obwohl gerade einige hundert Euro eingenommen wurden.
Ok .. nach der CeBit zog erstmal wieder Ruhe ein, da es keine gr�sseren Events gab. Anl�sse gabe es genug .. wir hatten nach der CeBit einige Sponsoring Angebote, Angebote zur "Vermarktung" von OOo (die aber weder das Projekt noch ein Verein annehmen sollten) und auch rechtliche Fragen wurden immerwieder diskutiert ( Dienstleisterzertifizierung, Eintragung der Marke OOo ...).
Irgendwann entstand dann auf der business-Liste eine st�rkere Diskussion zum Thema Verein. Thomas Krumbein hatte diese diesmal vorangetrieben und auch mit vielen Argumenten unterlegt (auf den anderen Listen wurde �brigens dar�ber informiert, dass diese Diskussionen l�uft). Wir hatten damals nochmal Team OOo e.V. gebeten, in die Diskussionen einzusteigen, was allerdings nicht passiert ist (ich war damals ziemlich sauer, inzwischen mache ich da niemandem mehr einen Vorwurf draus).
Der Linuxtag 2004 wurde dann wider ohne eigenen Verein organisiert. Unterst�tzt wurden wir vom Linux Verband, was eigentlich auch ganz gut geklappt hat. Bis auf die ungute Erfahrung, dass wir keine Kontrolle �ber unseren Stand haben, wenn wir ihn nicht selber verantworten. Mac-Rechner sind an einem Linux Stand leider unerw�nscht. (Wieder ein Punkt f�r einen *eigenen* Verein).
ok .. alle diese Punkte, die sich �ber Jahre hinweg angeh�uft hatten f�hrten dann dazu, dass ich die Initiative von Thomas Krumbein, nun endg�ltig einen Verein zu gr�nden nur begr�ssen konnte. Eigentlich sah das alles auch ganz gut aus, denn es hatten sich einige aktive Mitglieder des DE-Projektes zusammengerauft und wollten im Verein mitarbeiten.
Und hier ist uns wohl der erste schwere Fehler unterlaufen. F�r viele von uns war
die notwendigkeit eines Vereins so offensichtlich, dass wir unsere Gr�nde nicht ausreichend dokumentierten. Von aussen gesehen, wurde es also im "stillen K�mmerlein" vorbereitet, ich hoffe aber, Ihr glaubt mir, dass da kein b�ser Wille dabei war.
Die Vereinsgr�ndung fand dann auf der OOoCon statt. Vorher gab es nochmal Gespr�che mit Team OOo e.V., wie man zusammenarbeiten k�nnte, evtl. eine gemeinsame Struktur
bilden k�nne ... Dass trotzdem ein eigenst�ndiger Verein gegr�ndet wurde, hat aus
meiner Sicht zwei Gr�nde gehabt:
- es war administrativ der einfachere Weg
- Die Mitglieder von Team OOo e.V. lesen in der Regel die de-Listen nicht aktiv mit,
was f�r mich aber sehr wichtig ist, da so die die Schnittmenge zwischen Vereins-
und aktiven Communitymitgliedern (des deutschsprachigen Projektes) m�glichst gross
ist.
Der letztere Punkt ist mir deshalb sehr wichtig, da es keine Vereinst�tigkeit ohne
Unterst�tzung der Community geben kann. (Dass der Verein hier seine Aktivit�ten �berdenken muss, ist inzwischen offensichtlich.)
Etwas �berrascht war ich, dass ich zum Vereinsvorstand vorgeschlagen wurde. Akzeptiert habe ich die Wahl aus dem gleichen Grund aus dem ich �berhaupt Mitglied im Verein bin: es ist f�r mich eine Kontrollm�glichkeit. Ich meine hier nicht die
M�glichkeit, die Community zu kontrollieren (was dem Vereinsvorstand hier ja recht oft
unterstellt wurde), sondern den Verein im Sinne der Community zu kontrollieren
(was meinem Verantwortungsgef�hl als CoLead entsprach).
Ok, soviel dazu, wie ich zum Vorstandsmitglied bei OOo Deutschland e.V. wurde.
Es ist f�r mich einfach eine logischer Weg auf Basis meines Wissens rund um's Projekt gewesen.
Wie gesagt .. die Position und des Verhalten in und gegen�ber der Community muss diskutiert werden. Es f�llt nur schwer, wenn die momentane Diskussion von Vorw�rfen, Unterstellungen, Vergesslichkeit und Ignoranz nur so strotzt.
Andre
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