Hallo Thomas,

Am Dienstag  22 Februar 2005 18:38 schrieb Thomas Krumbein:
> Manfred Reiter schrieb:
> > Verstehe ich es richtig, dass wir jetzt erst durch den
> > Verein Au�enbeziehungen aufnehmen k�nnen?
>
> Wohl kaum. Und doch gab es schon immer die Diskussion �ber eine
> "gew�nschte" Struktur?

Ja, und. Die kommen immer wieder hoch, wenn jemand mal wieder das 
Gef�hl hat, das Durcheinander ist zu gro�. Das ist ganz normal bei 
dieser Art von Zusammenarbeit.

> > Was haben
> > wir denn vorher gemacht? Haben wir uns da nur mit uns
> > selbst besch�ftigt?
>
> Das kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich nicht.

Komisch, wenn man einem Projekt beitritt, schaut man sich da nicht 
auch ein klein wenig die Vergangenheit an? Oder wenn man einer 
Gemeinschaft beitritt, pa�t man sich da nicht ein wenig den 
Gepflogenheiten an?

Wie verbunden bist Du denn dem Projekt wirklich?

Welche Motivation hat Dich denn dazu bewogen, hier mitzumachen?

>  > entschuldige, wenn ich hier unterbreche:
> > wenn ich mir das auf der Zunge zergehen lasse, dann ist f�r
> > Dich Verein = Struktur des Projektes.
>
> Nicht "die", aber "eine" - ja. So wie eine Arbeitsgruppe, oder
> eine andere Struktur. Aber eben eine f�r die Au�enbeziehungen,
> eine, die in der Lage ist, Vertr�ge einzugehen, "Geld" in die Hand
> zu nehmen etc.

Daf�r, da� der Verein nur 'eine' Arbeitsgruppe ist, krallt er sich 
aber ganz sch�n viele Kompetenzen. Der Verein kann _mich_ nicht 
vertreten. Ich bin nicht Vereinsmitglied. Ich bin jedoch 
Communitymitglied.

> Das habt ihr vorher nicht gekonnt, ohne der Willk�r einzelner
> ausgesetzt gewesen zu sein (und das ist nicht negativ gemeint).

Bisher sind wir mit unseren Arbeitsgruppen gut gefahren. Klar, das 
Sponsering war etwas schwieriger, wenn es um gr��ere Summen oder das 
Schlie�en von Vertr�gen ging, aber bitte �bersieh' nicht, da� jeder, 
der hier mitmacht, das Projekt sponsert - in Form von 
Telekommunikationskosten und Zeit.

Und nochmal: Wir haben viele Sponsoren, die darum kein Aufsehen 
machen.

> > [..]
> >
> > Thomas, entschuldige bitte, aber wo waren wir denn
> > bevor es den Verein gab? Waren Timon und die �brigen
> > nur in Hanover, aber nicht auf der Messe. Waren wir
> > bisher nur in Karlsruhe und nicht auf dem Linuxtag?
>
> Und, ist es aus deiner Sicht bisher immer ideal gelaufen?

Was soll die Frage nach dem idealen Ablauf? Wo laufen denn Projekte 
ideal?

> Nat�rlich kann man auch ohne Struktur auf Messen gehen. Aber
> vielleicht hat sich seit eurer Zeit mal etwas ge�ndert? Sind es
> mehr Teilnehmer? Gibt es andere Aktivit�ten?

Mehr Teilnehmer? Hmmm... das Projekt ist sicher viel, viel bekannter, 
aber ob wir so viel mehr (aktive) Teilnehmer sind? Der harte Kern, 
behaupte ich, lag immer so zwischen 20 und 30 Personen. Das hat sich 
nicht wesentlich ge�ndert. Ist schwer zu sch�tzen.

> Der st�ndige (reum�tige?) Blick zur�ck auf die "ach so sch�nen
> Zeiten" ist wenig hilfreich in einem sich st�ndig wandelnden
> Umfeld. Sorry, aber ich behaupte, vor f�nf Jahren standest du auch
> f�r OOo auf keiner Messe.

N�, aber wir waren schon hier, als man noch r�tseln mu�te, was ist 
denn aus dem freien Zweig von StarOffice geworden.

> <Ironie an>Sollen wir die Zeit zur�ckholen. Da war es ja noch so
> sch�n, als es OOo noch gar nicht gab. Ich weiss gar nicht, warum
> wir das denn heute so brauchen" <Ironie aus>

Ist denn der Besuch einer Messe wirklich so herausragend, da� es so 
betont werden mu�? Diese Seiten hier sind f�r so viele Menschen mehr 
als leicht zu erreichen, die Barrieren des Mitmachens niedrig und 
die Inhalte immer pr�sent. Jeder kann mit minimalem Aufwand 
mitmachen und teilnehmen, sich das Wissen holen. Das f�llt bei einer 
Messe viel, viel schwerer.

Klar ist es sch�n, auf einer Messe zu stehen. Aber es ist doch auch 
anstrengend und teuer. Ein paar machen es aus Idealismus und weil 
man da eben die Leute in persona trifft, die man sonst nur 
schriftlich kennt.

Ein paar andere aber nutzen doch eine Messe, um _gesch�ftlich_ 
pr�sent zu sein und f�r sich selbst Werbung zu machen. Das ist Sinn 
einer Messe. Und ich w�rde mal behaupten, da� die Messepr�senz sich 
vom reinen Idealismus zum ausgezeichneten Werbemittel gewandelt hat. 
Das weckt Begehrlichkeiten.

> > [..]
> > Die Diskussionen um eine Vereinsgr�ndung ist fast so
> > alt wie das Projekt. Der Verein sollte sich aber
> > nach diesen Diskussionen als *Sammelb�chse des Projektes*
> > verstehen, damit nicht jeder immer wieder seine gesamten
> > Kosten aus der Haushaltskasse zahlen muss.
>
> So ist das im Leben. Jetzt haben wir die *Sammelb�chse* und wieder
> ist es nicht recht, weil jetzt pl�tzlich die, die das machen,
> nicht so denken, wie die, die es nicht gemacht haben.

Ihr habt die Sammelb�chse, OK, aber ihr macht einen Mordsaufstand 
drumrum. Machen das die anderen Sponsoren?

> Wenn ihr jahrelang diskutiert habt, warum habt ihr die
> Sammelb�chse nicht gegr�ndet? Ihr hattet doch die Chance dazu -
> oder?

Es hatte seine Gr�nde, warum es nie zu einer Vereinsgr�ndung gekommen 
ist, die genau das im Auge hatte, was ihr jetzt tut. Es bringt 
Unfrieden.

> Und alle h�ttet ihr Euch bei der Gr�ndung des Vereins beteiligen
> k�nnen, eure Vorstellungen mit einbringen, aktiv mit die Satzung
> gestalten.... Da waren aber nicht so viele mit dabei und die, die
> mitgearbeitet haben, sind auch heute noch aktiv.

Diejenigen, die nicht mitgemacht haben, hatten sicher ihre Gr�nde. 
Eure Vereinsgr�ndung gibt euch nicht das Recht, hier jetzt eine 
Sonderrolle einzunehmen.

Ich wiederhole mich: Der Verein ist ein eigenst�nde juristische 
Person. Als Community-Mitglied spricht er mit einer Stimme, als eine 
Person. Ich wehre mich entschieden dagegen, den Verein als 
Obergremium der Community anzusehen. Das ist er nicht. Dazu fehlt 
euch die Legitimation.

Wieso existiert auf eurem Webspace nicht l�ngst eine Mailingliste 
oder ein Forum, in/auf der die Willensbildung, die Diskussion, die 
Formulierung der Satzung standgefunden hat? W�re es so leicht, 
Mitglieder zu werben, dann h�ttet ihr das l�ngst schon getan. Es ist 
aber schwer, k�nftige Mitglieder zu �berzeugen. Irgendein Mehrwert 
wird da schon erwartet.

Im Moment f�hle ich mich vom Verein und dessen Repr�sentanten 
�berfahren und vereinnahmt. Das ist mir entschieden zu viel der 
'F�rsorglichkeit'.

> > Dieses intendierte Selbstverst�ndis scheint sich aber
> > erheblich gewandelt zu haben. Das ist es, was mir
> > und vielleicht auch einigen anderen hier in der Tat
> > �berhaupt nicht gef�llt.
>
> Tia, manchmal gibt es eben Wandel, das h�ngt immer von den
> Personen ab, die gerade da sind. Da n�tzt die sch�nste
> Vergangenheit nix, wir leben im jetzt, hier und heute. Und Wandel
> ist etwas lebendiges, etwas Positives.

Und was hei�t das konkret auf unsere Situation bezogen?

> > Der Verein als die Struktur,
> > die die Aussenvertretung des Projektes macht - nein,
> > Thomas, das kann nicht Dein ernst sein.
>
> Ich wiederhole es gerne noch mal: Nicht "die", aber "eine". Ja.

Wie definiert sich diese Aufgabe?

> > Verstehe ich Dich richtig, dass jetzt jeder, dem es
> > in den Sinn kommt, ob nat�rliche oder juristische
> > Person "ein" Sprachrohr des Projektes ist. Wer gibt
> > denn die Legitimation dazu?
>
> Wer will sie ihnen abstreiten? 
> Wer will sie ihnen geben? Du? Mit 
> welchem Recht? Ich denke hier vielleicht viel realistischer. Wenn 
> irgendjemand sich morgen hinstellt und sagt, er spreche im Namen
> des OOo Projektes, welche M�glichkeiten hast du denn, das zu
> verhindern? Eine Gegendarstellung? Muss die Presse nur drucken,
> wenn das objektiv falsch ist. 

Aha... jetzt sehe ich doch etwas klarer. Klingt nach 'Feindlicher 
�bernahme'.

> Eine Abmahnung oder eine 
> gerichtliche Verf�gung? Dann m�sste das Projekt dir als Person
> geh�ren - geht also auch nicht. Nur, wer ist legitimiert, f�r das
> Projekt zu sprechen?
> Schwierig, schwierig.

Das stimmt. Das nutzt Du jetzt zu Deinem eigenen Vorteil. Schau'n wir 
mal, ob die Strategie aufgeht.

> Wer spricht denn heute? Der Pressesprecher? Welche Legitimation
> hat er denn? Eine Abstimmung im Projekt, eine Wahl. So wie der
> Verein? Ist auch so entstanden. Spricht der Pressesprecher auch
> f�r die, die ihn nicht wollten? Wo ziehst du denn die Grenzen.

Klare Worte. Jetzt kann sich jeder die passenden Gedanken machen.

> So bleibt - realistisch betrachtet - genau das, was du hier
> anzweifelst: Theoretisch k�nnte jeder f�r das Projekt sprechen.

Das stimmt, aber ohne eine Mehrheit im R�cken wird das auf Dauer 
reichlich stressig.

> Nein, Manfred, es sind eben nicht mehr nur eine Handvoll Personen
> im Projekt, die sich pers�nlich kennen und alle Aufgaben
> untereinander in Harmonie (wobei ich nicht einmal glaube, dass es
> die immer gab) l�sen. Die Vereinsgr�ndung basierte auf einer
> durchaus nicht zu
> untersch�tzenden Meinungsbildung eines erhebliche Teils der
> aktiven Mitglieder. Auch das sollte man mal bedenken. Es gibt halt
> Ver�nderungen.

Politik.

Jetzt geh' ich mir erst mal 'ne dicke Tischkante suchen...


Helga

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