Hallo *,

Christian Lohmaier schrieb:
> Die ist möglich. Es wird zwar bestimmt einen Aufschrei der
> "frei-um-jeden-Preis" anhänger geben, aber den kann ich gut
> verschmerzen.

ich auch, denn frei heißt hier offener Code und nicht kostenfrei

> Ja, die LGPL machts möglich. Lediglich Modifikationen die an
> OOo selbst
> nötig sind um die Bibliothek zu nutzen müssen ebenfalls LGPL sein
> (sprich die Funktion die die Wörter/Sätze an die SiSiSi-Bibliothek
> übergibt) und die Ausgabe der Bibliothek verarbeitet.

korrekt

> (es darf aber nicht verboten werden daß man OOo selbst kommerziell
> nutzt).

und auch nicht das die dazu nötigen Bibliotheken beschränkt werden, aber
das ergibt sich logisch aus dem Zwang zu LGPL

> Die einzige Hürde die ich hierbei sehe ist wie man es formuliert das
> auch modifizierte Versionen von OOo (z.B. die der Linux-Distributoren)
> das verwenden dürfen, aber nicht die Anwendungen einer
> anderen Firma die
> die OOo-Sourcen als Basis für ein eigenes Produkt verwendet.

Ja, das kann im Detail kompliziert sein, kommt vor allem darauf an wie
diejenigen die SiSiSi zur Verfügung stellen möchten nun aus ihrer Sicht
'Benutzung nur für OOo' definieren

> > Halten Sie eine Kooperation unter diesen Randbedingungen
> für prinzipiell
> > möglich, oder schließen unsere Bedingungen einen Einsatz
> bereits aus?
>
> Nein, die Bedingungen schließen sich nicht aus,

Auch richtig.
Es ist jetzt sicherlich auch eine Frage der Definition, nur ich sehe bei
dem was wir hier andenken eher das es sich um eine Art der Distribution
handeln würde. Es läuft ja gerade darauf hinaus etwas an OOo zu binden
i.d.S. wie es SUN mit SO auch tut.
Und da bin ich etwas unsicher ob wir hier überhaupt dafür Leute finden,
denn irgendwie ist ja das Projekt der jenige der den OpenOffice-"Kern"
und keine Distribution erzeugt. Tendenziell denke ich solche Aktivitäten
wären möglicherweise in einem Team ähnlich der Prooo-Box einzuordnen und
nicht im "zentralen" Bereich.
Inhaltlich hätte ich auch Bedenken, falls die SiSiSi Leute andere
Distributoren ausschließen, denn dann würde es künftig keine
"einheitliche" Plattform mehr geben. Hier sehe ich dann Gefahren, weil
ich denke OOo muß im Kern OpenSource sein und sollte selbst keine
Distribution werden. Auch wenn es im Moment vielleicht nicht so gut mit
der Rechtschreibprüfung steht wäre es wohl besser hier langfristig
weiterzuarbeiten und bei LGPL zu bleiben. OpenSource ist ebend der Natur
nach frei und sollte sich hier (bezüglich des eigentlichen OOo-Projekts)
nicht unvorsichtig auf die Anbindung fremder Bibliotheken verlassen, die
zwar heute Freeware sein mögen aber deren künftige Entwicklung nicht
vorhersehbar ist, denn zwagsläufig würde ja IMHO keine eigene
Weiterentwicklung einer reinen OpenSource-Rechtschreibprüfung mehr
erfolgen.
Als Beispiel könnte ich hier das MONO-Projekt anführen, welches bestrebt
ist eine .Net-kompatible Technologie auf verschiedene Plattformen zu
übertragen, aber trotz angestrebter möglichst sogar binärer
Kompatibilität zur .Net-Technologie zu MS, trotzdem bewußt den
Windows-Zweig gleichberechtigt entwickelt um auch auf Windows eine freie
Implementierung der .Net-Technologie zu bieten.

Ich sehe diese Absicht (Kooperation mit SiSiSi) also wirklich eher als
'Distribution', aber natürlich ist das nur _meine_ _Meinung_.

Wenn nun IMHO der Distributionscharakter überwiegt, muß ich sagen (neben
SOT-Office u.a.), es gibt bereits StarOffice und der Duden kündigt auch
ein Paket an:

http://www.duden.de/produkte/produkte.php?nid=138&isbn=3-411-06433-1

http://www.heise.de/newsticker/meldung/62870
http://www.golem.de/0508/39892.html

Und gerade das sind doch die Synergien die wir mit OpenSource erreichen
wollen, nämlich das andere bereits Geschaffenes nutzen und mithelfen die
Software zu verbreiten.

Und meine Ansicht:
Ich habe jetzt nur schnell die 3 Links rausgesucht und weiß nicht was
der Duden im "Umfeld" beabsichtigt, weil man ja durchaus der Meinung
sein kann die leisten im Speziellen keine Code-Beiträge zu
OpenOffice.org (weiß ich aber nicht). Nur Fakt ist OOo ist "unsere"
Software von der wir begrüßen das sie OpenSource ist und unter LGPL
steht. Die LGPL läßt zu was der Duden tut und wenn wir die LGPL
gutheißen, müssen wir auch diese Aktivitäten begrüßen.
Wir können IMHO nicht für ein Konzept sein welches OpenSource bezüglich
LGPL in unserer Einschätzung in 2 Klassen teilt, im Sinne einer
"erstklassigen Nutzung der LGPL" die kostenlose Software (mit, für oder
im Umfeld von OOo) hervorbringt und einer "zweitklassigen" die nur
deshalb als zweitklassig gesehen wird weil sie nicht kostenlos ist.


Gruß
Jörg


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