Hallo,

michael schrieb:
> Der Lead der frankophonen Community hat Vorschläge
> unterbreitet, die ich
> Euch nicht vorenthalten möchte, zumal sie schon kontrovers diskutiert
> werden.
>
> IMO würde die Realisierung dieser Vorschläge die GUI ehrlicher machen
> und es den Leuten, die Last des User-Supports tragen leichter
> machen, zu
> erklären, wozu OpenOffice.org wirklich in der Lage ist und
> wozu eben nicht.

Trotzdem will das sorgfältig überlegt sein, wenn nämlich die
überwiegende Betrachtung der Nutzer darauf ist das ODF das OOo-Format
sei, hatten wir uns einen Bärendienst erwiesen, denn es gilt zu betonen
das ODF ein freies Format ist und in diesem Zusammenhang auch nicht von
einem _einzelnen_ freien Office-Programm abhängig ist und sein darf.
Natürlich ist hierbei eine inhaltlich saubere _und_ gleichzeitig
allgemeinverständliche Formulierung/Darstellung nicht so ganz einfach,
aber wir müssen an der Stelle m.E. schon unsere 'Hausaufgaben' machen.

Auch sollten wir uns in einer solchen Diskussion genau überlegen wie wir
in der Formatfrage generell argumentieren, denn wenn es uns inzwischen
zum Teil gelungen ist bestimmte Nutzerkreise für die Notwendigkeit
freier Formatstandards zu sensibilisieren, müssen wir auch mit
kritischen Fragen rechnen und dürfen diese nicht ohne angemessene
Antwort lassen.
Themenbereiche, von denen ich empfinde das sie zunehmend öffentlich
wahrgenommen werden sind hier z.B. ODF im 'Spannungsfeld' von OASIS- und
ISO-Standard, sowie OOXML im Generellen.

> Dass darüber hinaus freie und offene Standards besser im
> Bewusstsein der
> Nutzer verbreitet würden, sehe auch ich als Vorteil an.
>
> Über Details kann und muss man sicher noch diskutieren - mir scheint
> jedenfalls die Richtung wirklich zu stimmen.

Über Details muß dann wohl ganz sicher geredet werden, denn wenn wieder
nur von 'MS-Formaten' die Rede ist ist das meines Erachtens ungenügend,
denn es geht im Kern um properitäre, herstellerabhängige Formate ansich
und ich sehe nicht warum wir uns da auf MS-Formate beschränken sollten.
Hierin liegt, wie ich finde, auch ein Stück Ehrlichkeit mit unseren
eigenen Zielen, denn wenn wir für freie offene Formate eintreten, dann
doch zum Nutzen der Anwender und nicht mit dem primären Ziel MS zu
schaden - wenn MS Schaden davonträgt dann durch seine eigene
Uneinsichtigkeit, nur solcherlei Fehler zu machen sollten wir wirklich
MS überlassen.



Ich will insgesamt nicht verschweigen das ich bezüglich des Vorschlags
schwankend bin und sehr gut verstehen kann das es bereits kontroverse
Diskussionen gegeben hat (welche Du eingangs erwähnst), auch wenn ich
deren konkreten Inhalt (noch) nicht kenne.

Vom mir also ein: +-0



Gruß
Jörg


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