Hallo,

Am Donnerstag, 7. Mai 2009 21:36:08 schrieb Knittl:
> kontakte zu yalm

Finde ich eine sehr gute Idee, „Zeitschriften“ wie yalm sind hervorragend 
geeignet, Neo bekannter zu machen.
Allerdings halte ich nicht viel davon, jetzt einen Artikel in einer Nacht 
schreiben zu müssen. Der (meines Erachtens) verbesserungswürdige Stil sowie 
die Anzahl an Ausdrucks- und Grammatikfehlern (z.B. Kommasetzung) lassen mich 
zweifeln, in der Nacht einen guten Text zu Stande zu bringen.
Bitte nicht falsch verstehen – ich finde es toll, dass endlich jemand diesen 
wichtigen und überfälligen Schritt geht, nur muss es nicht übers Knie 
gebrochen sein. Falls es die Möglichkeit gibt, ihn in die die nächste Ausgabe 
zu verschieben, könnten wir einen deutlich besseren Artikel und somit einen 
deutlich besseren (ersten) Eindruck schaffen.


> was wurde jetzt eigentlich zur schreibweise von neo entschieden?

Ja: Neo


> Wir blicken hinter die Kulissen
> des Open-Source Projektes von Hanno Behrens und zeigen euch, dass sich das
> Neo-Layout nicht vor der Konkurrenz verstecken muss.*

Die Anrede „euch“ sollte nicht sein, auch das Fazit sollte nicht in der 
Überschrift stehen. Den Rest des letzten Satzes ab „und“ streichen.


> Angefangen hat alles 2004, als Hanno Behrens einmal nicht ganz zufrieden
> mit den verfügbaren Tastaturlayouts war.

Märchenstil. Der Leser erwartet keine Erzählung, sondern einen Artikel.


> diEr

??


> Er überlegte sich also, wie ein Layout – das speziell für die deutsche 
> Sprache optimiert ist – aussehen muss.

„überlegte sich also“ ersetzen durch „erarbeitete“
Der Gebrauch von „also“ (in dieser Verwendung) ist umgangssprachlich, gehört 
aber nicht in einen Text.
Das Komma nach „also“ ist falsch – es gibt nur einen Hauptsatz.


> um nicht bei Null beginnen zu müssen

Diese Formulierung ist negativ besetzt und obendrein unnötig. Besser: 
„Aufbauend auf den Arbeiten von Dvorak, de-ergo…“


> , und überlegte sich Paradigmen, die sein Layout erfüllen 
> soll.

Das Komma vor und ist falsch, da es keine zwei Hauptsätze trennt. Entweder 
ohne Komma oder ein „er“ nach „und“ ergänzen.


> Um zeitgerecht zu bleiben wurden die Statistiken noch mit Anglizismen 
> erweitert.
> Bald war die erste Version des Neo-Layouts geschaffen.

Wieder im Stil einer Geschichte oder Erzählung, aber kein Artikel für yalm.


> So entstand ein Layout, welches nicht nur durch den Computer
> berechnet wurde,

Inhaltlich äußerst fraglich – es wurden Statistiken verwendet, aber das war 
bei anderen (z.B. Dvorak) nicht anders. Durch „berechnet“ entsteht ein 
falscher Eindruck.


> Hanno’s

In einem deutschen Text ist das falsch!


> Neo bekam nun als eigenständiges Projekt auch eine Mailingliste

Für den Leser absolut uninteressante Information.


> Die ersten drei Ebenen

An dieser Stelle zu wenig Informationen – wie viele Ebenen gibt es? Was 
beinhalten die einzelnen Ebenen? u.s.w.


> Die bereits existierende Ebene 3 (Caps) wurde über den Haufen geworfen, und
> von vorne begonnen.

Überflüssige Information.


> Ebene 4 (AltGr) enthält einen Ziffern- und Navigationsblock, was die
> Eingabe in Tabellenkalkulationsprogrammen wesentlich vereinfacht. Auch
> Notebooknutzern wird so der oft fehlende Ziffernblock zugänglich gemacht.

Solche Informationen sind wesentlich! In dieser Art sollte der Text gehalten 
sein. Die Mehrheit der Leser lesen Artikel nicht vollständig – darum ist es 
schlecht, dass erst hier der eigentliche Teil beginnt.

Den historischen Abriss komplett streichen!


> Fur

Für 


> Naturwissenschaftler, oder einfach Neugierige

Kein Komma vor „oder“


> typographieaffine

Dieser Begriff sollte vermieden werden. Mit gewohnten Gänsefüßchen und dem 
längeren Gedankenstrich kann jeder etwas anfangen, man muss sich also nicht 
besonders mit Typographie beschäftigen.


> Viele Benutzer scheuen sich davor, ein neues Tastaturlayout zu lernen.

Wir schreiben es auf der Liste auch, aber „Benutzer“ klingt seltsam.


> Die  Angst, am Schluss kein Layout vernünftig zu beherrschen ist groß.

Weniger flapsig schreiben. Außerdem ein Komma vor „ist“.


> Im Durchschnitt reichen 100 Stunden aus, und man beherrscht das Neo
> Layout (oder irgendein anderes).

Schlechter Ausdruck. Die Angabe 100 Stunden ist durch nichts empirisch belegt, 
sondern aus der Luft gegriffen. Dies sollte unbedingt vermieden werden!


> Muss man später wieder auf QWERTZ tippen,  
> braucht man nur ein paar Minuten, um „im Hirn umzuschalten“.

Hier habe ich zum Glück andere Erfahrungen gemacht – ich brauche deutlich 
weniger als mehrere Minuten.
Diese spekulativen Angaben sind in einem Artikel über eine alternative 
Tastaturbelegung unnötig. Entweder man interessiert sich für alternative 
Belegungen oder man interessiert sich nicht.


> Na, dann ran an den Speck:

Zu flapsig


> Pascal’s

Kein Apostroph



Fazit:
Der Text sollte insgesamt gekürzt werden – insbesondere der historische Abriss 
interessiert die Mehrheit der Leser nicht (falls doch kann man sich auf 
unserer Homepage informieren).
Der erzählende Stil wird wenig seriös. Ein nüchternderer Text würde besser 
wirken.
Wirklich interessante Informationen, die jedem einleuchtend erscheinen, werden 
entweder am Rande (Vokale auf der mittleren Reihe) oder gar nicht 
(Handwechsel, aber gleicher Finger – z.B. bei ch ; häufige Buchstaben in der 
Mitte auf starken Fingern) erwähnt. Auf die – neben der Ergonomie – zweite 
große Säule von Neo, der Zeichenvielfalt (→²•∫), wird nicht nicht 
hingewiesen.


Auch wenn die Kritik weitgehend ist, soll sie nicht falsch verstanden werden. 
Ich begrüße die Idee und den Einsatz sehr – gerade deshalb sollte man sich 
für diesen Schritt einer Veröffentlichung Zeit lassen.


Gruß,
Pascal

-- 
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