On Friday, 18. September 2009 02:35:11 Martin Roppelt wrote:

> Was meinst du eigentlich zum Thema, Hans-Christoph, du hast die Idee
> einer Anordnung nach äußerer Form schließlich in den Raum geworfen?

Ich habe seinerzeit eine Neuorganisation angeregt, nachdem ich 
überhaupt kein Schema erkennen konnte.  Mein Vorschlag hat sich an 
Sprachregionen orientiert, weil das beim Schreiben von Texten ein 
naheliegendes Kriterium ist, und das Schema glücklicherweise auch mehr 
oder weniger nahtlos aufging.

Inzwischen hat sich die Situation aber geändert, es sind neue 
Diakritika hinzugekommen und die Ziele von Neo2 haben sich leicht 
verschoben: wo man zuvor mit der Eingabe von französischem Text 
zufrieden war, kann man nun mit geringem Mehraufwand praktisch alle 
lateinschriftlichen Sprachen eingeben.

Ein streng an (allen) Sprachregionen orientiertes Schema wird nun kaum 
noch aufzustellen sein, und der Nutzer wird sich ggf. erst 
Spezialwissen aneignen müssen, bevor er das Schema erfassen kann.  
Demgegenüber wird ein Schema, welches primär auf dem graphischen 
Aussehen basiert, wohl schneller erfassbar sein.  Sekundär sollte man 
aber auch dort darauf achten, dass für eine Auswahl von Sprachen 
Härtefälle vermieden werden (Beispiel: die griechischen spiritus asper 
und lenis müssen entweder auf dieselbe Ebene oder auf dieselbe Taste).

Noch ein paar ungeordnete Anmerkungen zu Punkten, die verstreut in 
dieser Diskussion immer wieder auftraten:

• „minimalinvasive Änderung“ hat bei den toten Tasten keine Bedeutung.  
Die bestehenden Belegungen (bis einschließlich meinem Vorschlag vom 
Frühjahr) waren nie mit starken Argumenten begründet und beanspruchen 
keinen Bestandsschutz.

• „`´^“ auf der ersten Ebene ist nicht verkehrt, aber es wäre (auch im 
Blick auf die Standard-Qwertz) nicht vollkommen ungewöhnlich, wenn man 
für einen dieser Akzente eine andere Ebene wählen müsste.

• für die toten Tasten sollten die „gewöhnlichen Ebenen“ 1—4 von den 
„Spezialebenen“ 5—6 unterschieden und die Zeichen möglichst 
dementsprechend angeordnet werden.  Eine eventuell vorhandene 
Gewichtung innerhalb jeder dieser zwei Gruppen sollte allen anderen 
Entscheidungskriterien nachstehen.


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