"To: Austausch von Netzkultivierenden <[EMAIL PROTECTED]"
schon allein die weitere verwendung von oben zitiertem schwachsinn zeigt,
dass du fuer immer nur ein wiener(!) sozialdemokrat bleiben wirst -
Lutschinger.
und du wiederholst dich nicht nur, sondern langweilst mich als einer jener
diversen figuren in dieser liste, die schon am beginn der
netznetznet-mogel-sache auf die sogenannten kritiker angesetzt wurden. ohne
grossem erfolg, wie bspw. der appell von Findeisen letzthin zeigt, der
ploetzlich - adressiert etwa an Theiler und Reill - ´die kritiker´ zur
loesung der aktuellen lage ´einladen´ will.
jetzt(!) nachdem die vermachteten - Thurner, Grenzfurthner, Friesinger
(alias monochrom und team teichenberg), Lutschinger und alle zusammen mit
der matchmakerin Marion Holy (SPOE zahlt und schafft an) und diversen
mitlaeufern ´das experiment´ erfolgreich ins AUS gepusht haben, indem sie
´gegenrede´ vom start weg mit allen mitteln (von verleumdungen bis
gerichtsklagen) zu verhindern versuchten.
so konnte sich selbstverstaendlich keine ´community´ formieren.
was ´politische theorie´ anlangt, hast gerade du - Lutschinger - keinen
blassen schimmer. und bist - schon allein deswegen - so nicht ansatzweise
ein ernstzunehmender partner(!) fuer diskussionen; nicht zu vergessen,
deine zahllosen anstrengungen, um dich als ultra-charakter-sau in der szene
zu profilieren.
fuer dich bleibt wie fuer meine klaeger nur ein ausblick - die exekution.
cheers,
fer
At 13:06 19.11.07 +0100, Stefan Lutschinger wrote:
Ich wiederhole mich ungern, aber -
du bist nicht nur ein bürgerlicher Romantiker, bestenfalls ein
Individualanarchist, sondern eben auch ein 'alter Herr' ohne Zukunft, der
seine verlorene Jugend in der Zuflucht bei den verstaubten Klassikern
sucht: Le mort saisit le vif!
Deine unkritische Verherrlichung des 'Comandante' zeigt mir bloss, dass
die zeitgenössischen linken Diskurse um Herrn Ernesto Guevara, etwa die
immer noch aktuellen Rassismus-Debatten im Gefolge der sog.
"Kongo-Tagebücher" (dt. 2000) offenbar spurlos an dir vorbeigegangen sein
dürften.
Aber da Systemtheorie bekanntlich das einzige epistemologischem Werkzeug
in deinem Repertoire ungezielter politischer Rundumschläge ist, lass mich
dich bloss beruhigen und dir hiermit kurz bestätigen, dass Systemtheorie
fraglos in der Lage ist, neben Rechtspositivismus, Naturrechtstheorie,
Vertragstheorie, Institutionalismus und Formalismus gewisse Aspekte neuer
Herrschaftsmodelle als dynamische und flexible Systeme - mithin: hybride
Strukturen - etwa zur Erzeugung von Legitimität zu beschreiben. Vom
Formalismus zB kommt die logische Erweiterung dessen, was die
Systemtheorie funktionalistisch begründet und einordnet, nämlich den
Totalitätscharakter des gesamten Prozesses.
Um jedoch diskursiv anschlussfähig zu bleiben, müsstest du allerdings
deine Hausaufgaben machen: leider fehlt mir in den nächsten Wochen die
Zeit, um dir Gratis-Nachhilfe in zeitgenössischen politischen Theorien,
insbes. jenen, welche die revolutionäre gesellschaftliche Umgestaltung zum
Thema haben, zu geben, da ich bis 15. Dez nahezu jeden Tag ausgebucht bin.
Obwohl du geistig nicht mehr besonders flexibel zu sein scheinst und das
Neue fürchtest und meidest, könntest du von mir trotz deinem
fortgeschrittenen Alter gewiss nicht bloss lernen, wie du ein echter
Revolutionär, sondern darüber hinaus (obzwar als Spätblüher) auch noch ein
Mann wirst.
Wir nehmen uns nach den Feiertagen etwas Zeit dafür - abgemacht?
Quemada,
Stefan
Am 13.11.2007 um 00:16 schrieb FER:
ungeachtet der empfehlung von Paul Boehm...
At 16:25 12.11.07 +0100, Stefan Lutschinger wrote:
.................................................
John Holloway (* <http://de.wikipedia.org/wiki/1947>1947 in
<http://de.wikipedia.org/wiki/Dublin>Dublin) ist
<http://de.wikipedia.org/wiki/Politikwissenschaftler>Politikwissenschaftler.
Er lehrt seit 1993 an der
<http://de.wikipedia.org/wiki/Benem%C3%A9rita_Universidad_Aut%C3%B3noma_de_Puebla>Benemérita
Universidad Autónoma de Puebla (BUAP) in
<http://de.wikipedia.org/wiki/Puebla_%28Stadt%29>Puebla/Mexiko. In
seinen Veröffentlichungen greift er zurück auf verschiedene unorthodoxe
<http://de.wikipedia.org/wiki/Neomarxismus>neomarxistische
Theorietraditionen, wie den italienischen
<http://de.wikipedia.org/wiki/Operaismus>Operaismus oder die
<http://de.wikipedia.org/wiki/Kritische_Theorie>Kritischen Theorie, und
interpretiert diese zum Teil neu bzw. entwickelt sie weiter. Seine
Interpretationen dieser Theorien zeigen auch einen starken Einfluss der
Bewegung der <http://de.wikipedia.org/wiki/Zapatistas>Zapatistas in
<http://de.wikipedia.org/wiki/Mexiko>Mexiko. Ihre Ablehnung der
staatlichen Macht und ihr Verständnis von Theorie, welches sich in dem
Satz "preguntando caminamos" (fragend gehen wir voran) zusammenfassen
lässt, und den Holloway immer wieder zitiert, gab seiner Arbeit den
entscheidenden Schliff und daher rührt auch seine breite Rezeption.
zuerst muss mensch in der lage sein, soweit wie moeglich am aktuellen
ausdifferenzierungsstand des wissens ansetzen zu koennen.
und ein solcher wird dir sagen - Lutschinger: egal wie sehr ich auch
denkfiguren schaetze, die fuer (neo)marxistische theorietraditionen
stehen, wie auch die damit verbundene aber dogmenueberschreitende und
mithin facettenreichere Kritische Theorie - ABER diese theorien ´bewegen´
sich weit unter dem aggregatsniveau jener theoriewerkzeuge, die in
stringenter weise in der lage sind, zusammenhaenge in
komplex-dynamischen, also nicht-trivialen situationsbedingungen in einer
heute polykontexturalen welt-gesellschaft darzustellen und zu analysieren.
und ich werfe dir mal einen knochen (gegenueber feinden gilt
gnadenlosigkeit):
wenn du verstanden hast, dass gesellschaft ´beobachtungen´ nur in der
form von ´kommunikation´ taetigen kann, also nicht in der form von
bewusstseinsinternen operationen und vor allem nicht in der form von
wahrnehmungen(!) und das ´beobachten zweiter ordnung´ mit seiner
semantik, seinen eigenwerten der kontingenz, methodologisch gesprochen
also eine intervenierende variable ist - dann bist du schon ganz nah dran.
cheers - und feier dich als einen der totengraeber von netznetz.net,
neben den kerntruppen von team teichenberg und monochrom.
denn ein netznetz.net, dass sich ´von unten´ formiert haette und als ein
´selbst´ anstatt als lakaienriege aufgetreten waere, haette zumindest
voraussetzungen gehabt, um sich als ein tatsaechlich partizipatives
projekt zu realisieren. ich war immer gegen jury.
und bleib dabei: fickt...................
fer
At 16:25 12.11.07 +0100, Stefan Lutschinger wrote:
Am 09.11.2007 um 23:56 schrieb FER:
deine mails zeigen vor allem ein uebermass an selbstwertunsicherheit,
indem du krampfhaft bemueht bist, hier einen fight zwischen jung und
alt zu suggerieren. ein versuch der nur klaeglich scheitern kann, zumal
du mit untauglichen ´waffen´ (wie schon gehabt) aufkreuzt:
es ist im Grunde unmöglich mit jemandem über linke
politische Theoriekonzepte zu diskutieren, der die aktuellen
politischen Diskurse der Linken - Toni Negri/Michael Hardt, John
Holloway, Giorgio Agamben - nicht intus hat.
es waere ueberzogen, alles so einfach runter zu machen, aber gerade
diese referenzen bzw. ihre elaborate stehen bei mir schon ganz nah am
altpapiercontainer. mit philosophen-quatsch laesst sich laengst keine
gesellschaftliche analyse mehr machen - sowas beeindruckt nur naive
menschen, wie die vermachteten netznetler.
Wie gesagt,
du bist zu keinem politischen Diskurs mündig.
Der "Philosophen-Quatsch" (besser: aktuelle linke Theorien der
gesellschaftlichen Umgestaltung), den du hier mit der pathetischen Geste
eines Stammgasts kurz vor der Sperrstunde wegzuwischen versuchst, bildet
einfach die Grundlage der zeitgenössischen linken Diskurse und Praxen -
siehe zB John Holloway und die Zapatistas *)
Holloways "Die Welt verändern ohne die Macht zu übernehmen" (2002) bspw.
IST "Guerilla Warfare" von heute, und der antiimperialistische Kampf im
Kuba der 50er findet - um beim Beispiel zu bleiben - etwa in Chiapas,
Oaxaca und Mexico City statt, ungeachtet dessen, ob und wieviele
polternde Mails du an die NetzNetz-Liste schickst, in denen du
Gegenteiliges behauptest.
Der "Fight" läuft also mitnichten zwischen jung und alt, sondern
vielmehr zwischen Vergangenheit und Gegenwart ab - und deine Positionen
haben mangels Realitätsbezug keine Zukunft, soviel ist sicher.
Ciao,
Stefan
.............................
*)
John Holloway (* <http://de.wikipedia.org/wiki/1947>1947 in
<http://de.wikipedia.org/wiki/Dublin>Dublin) ist
<http://de.wikipedia.org/wiki/Politikwissenschaftler>Politikwissenschaftler.
Er lehrt seit 1993 an der
<http://de.wikipedia.org/wiki/Benem%C3%A9rita_Universidad_Aut%C3%B3noma_de_Puebla>Benemérita
Universidad Autónoma de Puebla (BUAP) in
<http://de.wikipedia.org/wiki/Puebla_%28Stadt%29>Puebla/Mexiko. In
seinen Veröffentlichungen greift er zurück auf verschiedene unorthodoxe
<http://de.wikipedia.org/wiki/Neomarxismus>neomarxistische
Theorietraditionen, wie den italienischen
<http://de.wikipedia.org/wiki/Operaismus>Operaismus oder die
<http://de.wikipedia.org/wiki/Kritische_Theorie>Kritischen Theorie, und
interpretiert diese zum Teil neu bzw. entwickelt sie weiter. Seine
Interpretationen dieser Theorien zeigen auch einen starken Einfluss der
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lässt, und den Holloway immer wieder zitiert, gab seiner Arbeit den
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