Helga Köcher schrieb:

> Klarheit im Denken wäre angesagt.
>
> Ich orte da immer wieder mehrere miteinander nicht kompatible Haltungen:
>
> - die Leute wollen (vor allem) Geld vom hierarchisch organisierten und 
> Institutionen wie dem Rechnungshof verantwortlichen Fördergeber bekommen
>
> - die Leute wollen gleichzeitig Basisdemokratie ausprobieren und 
> darunter verstehen sie, dass alle zufällig Anwesenden alle Rechte 
> haben, aber niemand konkrete Verantwortung zu übernehmen braucht.
>
> Das geht nicht zusammen. Und wenn es dann Probleme gibt, hat es keinen 
> Sinn, mit Kraftausdrücken und pararevolutionärem 
> „Hausbesetzer-Impetus“ zu reagieren – weil die Geschichte lehrt, dass 
> das nicht funktioniert und heute nur lächerlich wirkt.
>
liebe helga,

offensichtich bin ich hier der einzige, der die letzte wahl überhaupt zu 
verteidigen bereit ist.
eine wahl ist in einer demokratischen ordnung - und netznetz hat eine 
solche aufgebaut - von wegen keine strukturen - ha! - ... ist also in 
einer solchen ordnung eine heilige und unantastbare sache. punkt!
und wenn die stadt nicht bereit ist, das zu respektieren, dann soll sie 
scheissen gehen mit ihren vereinnahmungsversuchen und wenigstens so viel 
anstand besitzen, ihren bruch der vereinbarung zuzugeben, und nicht 
ihren ärger auf netznetz abladen und uns auch noch ein schuldhaftes 
verhalten unterzuschieben.
- pah! da kommt der rechnungshof daher - lächerlich - tatsache ist, dass 
der rechnungshof noch keinen einzigen rülpser gemacht hat und vermutlich 
auch keinen macht - und dann kommen solche meldungen wie: wir sind dem 
rechnungshof verantwortlich - seit wann hat sich einer der politikärsche 
um die meldungen des rechnungshofes gekümmert?

ach, was red ich - - -

FICKT MAILATH!
liebe grüße

christoph

- wechselstrom -


> Es wäre wichtig, dass jeder Akteur/jede Akteurin im Feld sich 
> entscheidet, was er/sie wirklich will:
>
morgen noch in den spiegel schauen können - wie wärs damit - nur so als 
kleine anregung
>
> - Vor allem Ressourcen für seine/ihre Arbeit? Dann geht es darum, 
> diese Arbeit sichtbar zu machen
>
> - Vor allem ein soziales Netzwerk und seine Strukturen und 
> Entscheidungsmechanismen zu gestalten? Dann ist das Knochenarbeit, der 
> eine Menge Engagement verlang, ein langer, mühevoller Lernprozess, zu 
> dem es schon gewisse Erfahrungen und Erkenntnisse gibt, aber 
> keineswegs Patentlösungen.
>
> Selbstorganisation ohne Struktur ist Illusion. Ein Blick in weniger 
> stratifizierte biologische Formen als es Menschen im 21. Jhdt. mit 
> ihren unterschiedlichen kulturellen Prägungen sind könnte das lehren.
>
> Netznetz muss sein großes kreatives Potential so koordinieren, dass es 
> als klares, starkes Gegenüber auftreten kann, das ernst genommen wird. 
> Dazu wird Netznetz ein Team von Leuten brauchen, die konkrete 
> (Teil-)Verantwortungen übernehmen. Und das bedeutet dann auch, dass 
> andere diese Verantwortung nicht haben, daher auch nicht das Recht zur 
> Entscheidung in diesem Verantwortungsbereich.
>
> Wenn über ein Label Kapital lukriert werden soll, - und nichts anderes 
> ist im Grunde die Netznetz-Konstruktion - dann muss das Label in 
> seinem symbolischen Kapital gestärkt werden. Es ist ein Rahmen, der 
> dazu dienen soll, dass die Beteiligten in ihm ihr Potential besser zur 
> Geltung bringen können und dafür Ressourcen bekommen. Wenn jeder statt 
> dessen dauernd an dem Rahmen herumbasteln will, ohne konkrete 
> Verantwortung zu übernehmen, dann ist die Gesamtkonstruktion eben 
> nicht stark.
>
> Liebe Grüße
>
> Helga
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