Klaus Arnhold behauptete in NETMARKETING-Digest #109:

> Aus der Diskussion ist klar ersichtlich, dass Multimediamails vom
> Publikum schlicht nicht gewollt sind!

Ich habe mich an der Diskussion in I-Sales beteiligt. Die
Reaktion von Klaus ist eine von denen, �ber die ich mich wundere.
Es ist vor allem die Emotion, die damit regelm��ig verbunden ist,
die zu Denken gibt. Noch mehr verwundert die St�rke dieser
Emotion.

Emotionen deuten immer auf Anderes hin, aber bis jetzt habe ich
keine Ahnung, was das sein k�nnte. Jedenfalls wird nicht oder
selten zielgerichtet argumentiert.

I-Sales hat �ber 10.000 Mitglieder, der Link Exchange Digest hat
�ber 100.000 Mitglieder. In beiden Gruppen ist der Anteil der
Konsumenten vermutlich extrem gering, der Anteil der
Marketing-Fachleute umgekehrt extrem hoch. Typischerweise sind
das Listen von Leuten, die etwas verkaufen wollen. Die ganze
Diskussion dreht sich auch st�ndig nur um dieses eine Thema.

Ich halte es f�r einen Fehlschlu�, die Meinung der Fachleute mit
der der Konsumenten gleichzusetzen. Wenn man die Konsumenten
fragt, diejenigen, die die Publikationen beziehen, sieht das
Ergebnis bekanntlich genau umgekehrt aus: Wer die Wahl hat, w�hlt
in 9 von 10 F�llen die HTML-Version. Wiederum ist es
verwunderlich, da� diese offensichtliche Tatsache nicht
wahrgenommen wird.

Die wunderbare Welt der Text-orientierten Kommunikation hat das
Internet lange genug beherrscht, ohne da� irgendjemand auf den
Gedanken gekommen w�ren, mit diesem Medium k�nne man irgendetwas
verkaufen. Erst durch die Integration von Layout und Bildern ist
das Internet kommerziell interessant geworden. Niemand wird diese
Tatsache bestreiten wollen.

Mir ist immer noch nicht klar, wieso gewiefte Marketing-Fachleute
technische Schwierigkeiten (die in Wirklichkeit gar keine sind)
anf�hren, wenn es um die Integration derselben Elemente in Email
geht. Im Falle des WorldWideWeb war es genau umgekehrt: die
technischen Anforderungen wurden st�ndig erweitert, um die
kommerzielle Botschaft an den Konsumenten zu bringen.

Und dieser Proze� ist bekanntlich noch lange nicht zu Ende. Wieso
soll Email von diesen Entwicklungen ausgeschlossen sein? Im
Gegenteil, Email m��te der Vorreiter dieser Entwicklung sein,
weil Email es im Gegensatz zur Webseite gestattet, den
Interessenten aktiv anzusprechen.

Bekannterma�en beteiligen sich an diesen Diskussionen �berwiegend
M�nner, w�hrend die Frauen den Gro�teil des Geldes ausgeben.
Text-orientierte Botschaften wirken f�r Frauen deutlich
absto�end. Als Beispiel f�r beides biete ich die erste Ausgabe
der Pferdezeitung: HTML-Version
<http://pferdezeitung.com/Aktuell>, Text-Version
<http://pferdezeitung.com/Aktuell/aktuell.txt>

Hier ist ein weites Feld f�r Marketing-Fachleute. Jeder Firma ihr
Consumer-Journal per Email, Ziel: Kundenbindung- und pflege,
Produktpromotion. Beispiel daf�r: <http://www.kuehnle.de/zeitung>

Info �ber mich:
Seit etwa einem Jahr bewege ich mich im Internet, nachdem ich
zehn Jahre lang ein Systemhaus f�r Anw�lte betrieben habe. Da ich
Feedback ausschlie�lich aus Amerika bekam, bin ich in die dortige
Marketingszene hineingewachsen.

Seit letztem Sommer gebe ich mehrere HTML-Magazine heraus und
fand sp�ter, da� ich mit meiner Art Neuland betrat. Bis heute
kenne ich niemanden, der diesen Weg beschritten hat.

Allerdings flammt immer wieder die Diskussion HTML versus Text in
den verschiedenen Listen auf. Nach einer Weile war ich es leid,
meine Argumente vorzutragen bzw. zu wiederholen und habe diese in
der Datei http://art-quarter.com/html-mail.html zusammengefa�t.

--
Sincerely,
Werner Stuerenburg, Germany

Spend Some Time With Art at http://art-quarter.com

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