Richard,
> Wenn mir jemand eine Email in einem anderen als dem Textformat
> schickt, dann kann ich das nicht waehlen, sondern bekomme das Ding
> einfach. Auf meine Kosten.
Stimmt. Dieses Argument hat aber wenig mit HTML Email zu tun,
sondern vielmehr mit Spam. Spam seinerseits ist ein
unerfreuliches und sehr schwieriges Thema. So gesehen, kann man
nur heilfroh sein, da� die Spammer sich noch nicht der
HTML-Technik bedienen. Das wird aber vermutlich auf uns zukommen
und damit die Spam-Thematik versch�rfen.
Die Kosten f�r Spam liegen �brigens nicht so sehr auf der Seite
des Empf�ngers als vielmehr auf der Seite des gesamten Systems,
das ja auch irgendwie bezahlt werden mu�. Daher werden die
Provider sich verst�rkt mit dieser Problematik befassen m�ssen.
Diese sind es ja auch, die am leichtesten das �bel an der Wurzel
packen k�nnen.
> Vielleicht am ehesten mit unerwuenschter Faxwerbung vergleichbar.
> Eine solche Mail ist auszuhalten und stoert nicht besonders, anders
> aber sieht es bei einem Aufkommen von 150 und mehr eMails am Tag aus,
> die bei mir Schnitt sind.
Email erlaubt eine sehr schnelle schriftliche Kommunikation und
spart damit sehr viel Zeit, auf der anderen Seite wird
unglaublich viel Zeit mit unerw�nschter Email vergeudet. Je mehr
Sie sich engagieren, desto �fter wird Ihre Adresse von Spammern
gefunden und mi�braucht.
Man kann nat�rlich private Filter setzen, aber das ist keine
optimale L�sung, da mit Filtern auch leicht wichtige Post
gel�scht werden kann. Email-Provider, die durch Spam leicht
t�dlich getroffen werden k�nnen, haben sich schon allerhand
einfallen lassen, aber noch ist ein Ende dieser Pest nicht in
Sicht.
> Es bedeutet erheblichen Aufwand, diese Mails zu lesen, zu ordnen und
> zu archivieren.
Das verstehe ich nicht. Bei mir machen das die Filter (bis auf
das Lesen nat�rlich).
> Mein Client unterstuetzt weder HTML noch die direkte
> Anzeige von Anlagen.
Wessen Problem ist denn das? Arbeiten Sie auch noch mit Browsern
der ersten Generation? Aber immerhin sind Sie schon Teilnehmer an
Internet! Es gibt �berdies auch (Gesch�fts-)Leute, die noch kein
Fax besitzen. (Gibt es auch noch welche ohne Telefon?)
> Emails die nicht im Textformat kommen, werden
> von mir in 99% der Faelle sofort weggeschmissen, wenn Sie Anlagen
> enthalten die ich nicht gewuenscht hatte, hat der/die Senderin bei
> mir erstmal einen schlechten Eindruck hinterlassen.
Na ja, es gibt ja eine Netiquette. Wer wird denn schon mit der
T�r ins Haus fallen wollen? Wenn Sie sich erinnern, ging es um
Newsletter, die bekanntlich bestellt werden m�ssen.
> Es gibt einen sauberen und einfachen Weg um Bilder und anderes Zeug
> an den Mann zu bringen: Eine einfache Textmail mit kurzer
> Erlaeuterung und URL einer Seite, auf der dann all das
> Multimediazeugs zu finden ist. Besser ist das.
Das ist mir bekannt. In meiner Argumentation ging es aber um die
Frage, welche Methode vom Standpunkt des Marketing vorzuziehen
ist. Bekanntlich sind alle Printmedien mit Anzeigen durchsetzt.
Die Plazierung einer Anzeige spielt f�r den Kunden und f�r den
Konsumenten eine gro�e Rolle.
Die Politik einiger weniger Magazine, den redaktionellen Teil vom
Werbeblock zu trennen, ist bei den Anzeigenkunden
verst�ndlicherweise sehr unbeliebt. Ihr Vorschlag w�rde darauf
hinauslaufen, den Werbeblock als separates Blatt zu drucken und
zu verkaufen. Wie viele Leser der Zeitung w�rden wohl zus�tzlich
den Werbeblock erwerben?
Apropos Multimediazeugs: es ging schlicht um die Simulation der
Marketing- und Layout-Kultur der Printmedien. Von Video und Audio
war nicht die Rede. Ich habe auch kein Interesse daran, mich auch
noch in der Email von blinkenden Banners bel�stigen zu lassen.
Die Amerikaner gehen dort mit sehr schlechtem Beispiel voran.
Vielleicht ist deshalb HTML-Email unbeliebt? Allerdings habe ich
selten Beschwerden gegen schlechten Geschmack auf Webseiten
geh�rt.
> Und bei mir keineswegs emotional gefaerbt, sondern einfach aus
> praktischen Ueberlegungen.
Da bin ich mir nicht so sicher. Wer gibt schon gerne zu, da� er
emotional ist? Emotionen werden bekanntlich immer rational
verbr�mt. �brigens sind wir da wieder genau beim Thema. Gekauft
wird �berwiegend emotional, aber die Kaufentscheidung mu�
selbstverst�ndlich rational gerechtfertigt werden, erst dann
f�hrt sich der K�ufer frei und handelt.
--
Sincerely,
Werner Stuerenburg, Germany
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