Werner,
>Und dieser Prozess ist bekanntlich noch lange nicht zu Ende. Wieso
>soll Email von diesen Entwicklungen ausgeschlossen sein? Im
>Gegenteil, Email muesste der Vorreiter dieser Entwicklung sein,
>weil Email es im Gegensatz zur Webseite gestattet, den
>Interessenten aktiv anzusprechen.
Und genau da liegt der Knackpunkt. Wenn mir eine Website zu
grafiklastig ist, dann gehe ich woanders hin.
Wenn mir jemand eine Email in einem anderen als dem Textformat
schickt, dann kann ich das nicht waehlen, sondern bekomme das Ding
einfach. Auf meine Kosten.
Vielleicht am ehesten mit unerwuenschter Faxwerbung vergleichbar.
Eine solche Mail ist auszuhalten und stoert nicht besonders, anders
aber sieht es bei einem Aufkommen von 150 und mehr eMails am Tag aus,
die bei mir Schnitt sind.
Es bedeutet erheblichen Aufwand, diese Mails zu lesen, zu ordnen und
zu archivieren. Mein Client unterstuetzt weder HTML noch die direkte
Anzeige von Anlagen. Emails die nicht im Textformat kommen, werden
von mir in 99% der Faelle sofort weggeschmissen, wenn Sie Anlagen
enthalten die ich nicht gewuenscht hatte, hat der/die Senderin bei
mir erstmal einen schlechten Eindruck hinterlassen.
Zudem sind erweiterte Formate bei Email nicht ohne Tuecke. Gerdade im
b2b ist der Fall, das jemand seine Mails mittels Handy o.ae liest
nicht selten. Die Konsequenz daraus muss ich sicher nicht ausfuehren.
Allgemein ist die Kompatibilitaet von Emails noch nichtmal im
Textformat garantiert. Deine Mail kommt mir Umlauten, moeglich, dass
das auf einigen exotischen Systemen nicht gut kommt. Wer weiss, durch
welche Systeme die Mail gehen wird, und was die damit anstellen?
Es gibt einen sauberen und einfachen Weg um Bilder und anderes Zeug
an den Mann zu bringen: Eine einfache Textmail mit kurzer
Erlaeuterung und URL einer Seite, auf der dann all das
Multimediazeugs zu finden ist. Besser ist das.
Und bei mir keineswegs emotional gefaerbt, sondern einfach aus
praktischen Ueberlegungen.
Alles Gute,
Richard