> Wir werden in der nächsten Zeit bestimmt einige Schlüssel noch einmal
> überdenken
> müssen. Die allgemeine Problematik ist wahrscheinlich ähnlich der aus dem
> "historic=castle" Thread.

... und wir stehen hier erst am Anfang. Irgendein Schema scheint mir besser als 
gar keines. Und die Projekte "OpenSeamap" und FT gehen momentan davon aus, daß 
große Teile der relevanten Informationen bequem über entsprechende Interfaces 
mit Strukturvorgaben/ Entscheidungsbäumen erfaßt werden können und auch sollen. 
Internationale Standards von Anfang an zu verwenden scheint mir hier sehr 
richtig, die Tags sprechend zu gestalten ohne weiteres möglich (und natürlich 
auch notwendig).
 
> Ein Seezeichen ist ein sehr komplexes Gebilde, das viele unterschiedliche
> Eigenschaften besitzt. Es müsste also eine einfache "sprechende" Ebene
> geschaffen werden, unter der eine komplexe nicht so leicht verständliche
> Ebene
> liegt. Aus "BOYLAT" würde z.B. sprechend "buoy_lateral" werden. Dieser
> Begriff
> ist, denke ich, für einen nicht Seemann auch nicht viel verständlicher.
> 
> Wenn ich jetzt eine Seekarte, mit der Seefahrer etwas anfangen können,
> rendern
> möchte, nützt mir die Erkenntnis dort ist eine Tonne erst einmal nicht
> viel.

Hier bin ich anderer Meinung. In vielen Gewässern liegen genau im Bereich der 
Ansteuerung Tonnen und Tönnchen rum, von denen nur Farbe und Position 
interessant sind, weil sie nicht mal eine Nummer haben (z.B. Binnengewässer). 
Das tollste, was ich mal gesehen habe, waren kleine Gurkenfässer in einer 
Hafeneinfahrt nach Hiddensee, nicht paarig angeordnet, die Farbe verwaschen, 
eine dicke Schicht weißen Vogeldreck ...  :-)

Ich denke, daß der Mapper unterwegs ab einer bestimmten Tonnendichte einfach 
überfordert wäre mit den notwendigen Notizen. Hier wird später nachgearbeitet 
werden müssen, zumal bestimmt Informationen (Blinkfolge) am Tage nicht 
unbedingt feststellbar sind.

Und wenn ich mit unserer "FreieTonne-USB" als Kartenplotter unterwegs bin, ist 
für mich nur die Tonne als Orientierungspunkt und meine aktuell dargestellte 
GPS-Position wichtig. Daraus bestimme ich meinen Kurs. Wie die Tonne heißt, 
mich anbrüllt, oder mir zublinzelt, ist mir egal. Das sieht bei einer 
Papierkarte natürlich anders aus. Aber mal ehrlich: Wenn ich die Karte in 
vernünftiger Auflösung und Größe drucken möchte, kann ich sie auch gleich 
kaufen :-( 

> Daher wird es aus oben genannten Gründen nicht einfach sein auf die S-57
> zu
> verzichten. Wir müssen wie oben bereits erwähnt einige Schlüssel bestimmt
> noch
> einmal überdenken, aber es wird nicht möglich sein für alles eine einfache
> sprechende Lösung zu finden.
> 

Ich denke wir sollten auf keinen Fall auf die S-57 verzichten. Wir machen sie 
einfach lesbar und schauen, was daraus wird. Wenn wir es richtig anfassen, und 
gute Erfassungsmöglichkeiten bieten, wird das Konzept schon angenommen. Und 
hoffentlich gibt es ja auch bei uns bald "Mapper" und "Zeichner", die einander 
verstehen, und den Renderern was vernünftiges anzubieten in der Lage sind.

Ich bin da optimistisch. Und es ist noch einiges zu tun ...

Die beste Idee des Tages ist für mich der Vorschlag, alle Nodes mit "SEAMARK" 
zu taggen. Dann können wir sie schön im Auge behalten und darauf achten, daß 
kein Unsinn passiert :-)

JJ

www.FreieTonne.de - wir sind unterwegs ;-)

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