bernhard zwischenbrugger schrieb:
....
Aufwändig für die DB ist es in einem minlat, minlng, maxlat, maxlng Bereich (bounds) Daten zu finden. Noch schwieriger ist es Pfade zu erkennen die diesen Bereich nur tangieren und keine Punkte in diesem Bereich haben. Soweit ich das gesehen habe, ist PostGIS eher eine HighLevel Sache die dabei nicht helfen kann.
Nein, PostGIS ist genau das was für solch Abfragen in großen Datenmengen 
geschrieben und optimiert wurde.
Es indiziert halt verschiedene geometrische Objekte anhand der Begrenzungen in 
einem mehrdimensionalen Index.
Was du mit deinen Studenten machen könnte wäre die Aufgabe erst mit einer 
Datenbank ohne Spatial-Erweiterungen
zu lösen und dann noch mal schnell mit PostGIS. Ein Jahr später kann man dann 
mit der Erfahrung sicherlich noch mal schauen,
ob es noch schneller geht.

Für die XAPI braucht es kein postGIS - ich hab aber ehrlich gesagt keine Ahnung von postGIS.
PostGIS ist einfach der dominante Marktführer wenn es um freie GIS-Datenbanken 
geht.
Sprich du solltest dich damit beschäftigen.

Was ich noch angedacht habe ist eine verlustbehaftete Komprimierung.
Wenn man z.B alle Autobahnen per Vektordaten auf eine Europakarte bringen will, dann gibt es viel
zu viele Details.
Wenn auf einer Europakarte die Autobahnen darstellen werden sollen, dann wäre es komplett egal wenn man jeden zweiten node einer Autobahn auslassen würde. Es wäre auch egal wenn man jeden 2^x ten Punkt weglassen würde, wobei das x variabel sein soll.
PostGIS hat genau für sowas auch fertige Funktionen:
http://postgis.refractions.net/docs/ST_Simplify.html
mit einem deutlich effizienteren Algorithmus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Douglas-Peucker-Algorithmus
Du kannst aber auch eigene Funktionen in der Datenbank schreiben lassen 
(Fortgeschritten)

Die Vorgaben für mein Lehrveranstaltung sind:
Ruby, git, http/xml Schnittstelle (optional json),
Habe ich schon erwähnt, dass PostGIS eine geo-JSON Export-Funktion hat:
http://postgis.refractions.net/docs/ST_AsGeoJSON.html

Datenbankanbindung wobei die Studenten lernen sollen, dass eine high level Schnittstelle (xapi) ermöglicht die DB Lösung zu opimieren ohne die Schnittstelle zu ändern
Die XAPI als Blackbox ist wie gesagt nicht der empfehlenswerteste Weg. Auch 
nicht unter
pädagogischen Gesichtspunkten, ein Lernsystem sollte vollständig verständlich 
sein .
Und ich sag mal so, das Rendering und die Hauptdatenbank laufen recht stabil 
auf Postgres/PostGIS,
während die XAPI scheinbar seit Tagen Tod ist.

Im Moment weiss ich nicht welche Datenbank den besten Index für Geodaten hat (hash, btree,...).
Hängt stäaker von der genauen Aufgabe, der richtigen Datenbankstuktur und den 
richtigen Queries ab.

Wenn ich mir OSM technisch anschaue, dann schaut es so aus als wären hier ein paar wirklich klug Leut am Werk.

Kein Kommentar. ;-)

Im Moment bin ich am Wein trinken und überleg mir was bei der LV rauskommen soll.

wenn auch etwas verspätet Prost und
Grüße Kolossos

P.S.: Wenn du willst kannst du ja mal in mein Projekt Query-to-Map schauen wie einfach man eine webbasierte Schnittstelle aufbauen kann, da kann man sicherlich noch mehr machen:
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Query-to-map
Die erste Version dieses Projektes basierte übrigens auf der XAPI, ich weiss 
also wovon ich spreche.


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