Also ich sehe auch absolut keinen Bedarf für einen bicycle:trekking oder was auch immer Tag.

Der Grund warum es mtb:scale sowie mtb:scale:uphill gibt, ist das Mtbiken einfach keiner anderen Fortbewegungsart direkt entspricht, und es eben Wege gibt, wo ein Wanderer nur auf allen 4en runterkommt, ein technsich versierter Mtbiker aber einfach ein paar Sachen obispringt. Andersrum gibts genug Fälle wo man egal mit welcher Technik am MTB nicht weiterkommt, der Fußgänger aber kein Problem hat. Ich bin allerdings auch schon mit einem Trekkingbike Wege mit mtb:scale=1 gefahren und würde für fast alle ausgeschilderten MTB-Strecken behaupten, dass man da mit einem Trekkingbike besser bedient ist wie mit einem MTB. Eine normale Steintreppe fahre ich auch mit einem Trekkingbike runter - obwohl da ein Großteil der Leute die ein MTB haben, absteigen. Daher bin ich immer froh wenn incline=up/down angegeben ist.

Surface als Key sagt in Wirklichkeit so gut wie gar nichts aus. Eine Straße mit riesigen Schlaglöchern, Wurzeln, oder Steinbrocken im Weg weil sie wegen Steinschlag nicht mehr benutzt wird, wäre für mich noch immer surface=asphalt, weil ja 80-90% der Oberfläche noch aus Asphalt bestehen. Surface=wood kann irgendwas bedeuten (von "guter" Holzbrücke hin zu ein paar Planken die über eine morastige Landschaft geworfen sind). Surface=gravel kann vom normalen Schotterweg hin zu einem kaum mehr begehbaren Trail in den Alpen gehen, da dort Schotter gestreut wurde, damit der Boden nicht weiter erodiert. Für mich macht surface daher nur in Verbindung mit smoothness - oder zur Not mit tracktype Sinn. Surface=paved kann ich sowieso nichts mit anfangen. Ein Klettersteig ist doch auch surface=paved, weil er ganz eindeutig befestigt ist.

Tracktype ist für Rennradfahrer oder Inlineskater nicht differenziert genug. Auf Inlinern brauche ich aber keinen eigenen Tag, smothness ist hier perfekt ausreichend da tracktype=grade1 eben mal besser, mal schlechter zum entlangrollen ist. Als klassischer Trekkingradler oder Donauradwegradfahrer reichen mir smoothness und tracktype allemal. Viel größere Probleme bereitet mir hier Verkehr, Ampeln, Stopschilder, parkende Autos, depperte Hunde, spielende Kinder, uneinsichtige Kurven, usw. --- da ich am Trekking oder Rennrad halt gerne 25-35km/h ohne abbremsen und evtl auch am schnellsten Weg fahren möchte. Diese ganzen Gefahrenfaktoren für mich als Radler der nicht bremsen will, wird man kaum objektiv beschreiben können, dafür gibt es zum Glück aber noch class:bicycle womit ich ausdrücken kann wie gut sich ein Weg zum radfahren oder rennradfahren eignet. *Class:bicycle welches überraschenderweise stark benutzt wird, obwohl es kaum erwähnt wird. Dass könnte deine Bedingungen erfüllen.*

Bicycle=yes sehe ich generell nur bei highway=pedestrian oder highway=trunk Sinnvoll an. Da ich annehme dass ich hier generell nicht fahren darf. Highway=footway & bicycle=yes ist dagegen eh der Normalfall, da footway einfach per se nicht bedeutet, dass nur Fußgänger erlaubt sind. Bicycle=no & highway=footway / highway=path ist dagegen leider häufig eben falsch verwendet, weil Leute annehmen hier können keine Fahrradfahrer fahren, anstelle von hier ist explizit ausgeschildert dass Fahrradfahrer nicht lang dürfen.

Wo dagegen wirklich noch eine Lücke klafft, sind Einradfahrer. Und damit meine ich jene Einradfahrer die das ganze auch im deutschen Sprachraum als Unicycle bezeichnen, und harte Alpentrails damit befahren. Im Grundsatz reicht für die auch die mtb:scale. Allerdings gibt es halt Stellen wo die mtb:scale für einen Unicyclist die Schwierigkeit übertreibt, da am Unicycle eine Spitzkehre kein Problem ist. Andererseits teils falsch, weil ja ein "einfacher" Sprung von 5-10m Länge mit einem Unicycle nicht machbar ist, da die Geschwindigkeit die ein Mtbiker hat, nicht aufgebaut werden kann.
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