Hi,

Am 14.09.2011 11:23, schrieb Georg Feddern:


    "'vorrangige', reale Flächennutzung"

Das ist durchaus eine sinnvolle, nicht-strikte Definition.
Aber warum erwartest Du dann, das man sich _strikt_ an eine nicht näher angegebene Größenordnung hält?
Wo muss man diese Größenordnung ziehen?

Erwarte ich nicht -> siehe letzte mail + die mail zur Datenhaltung

'vorrangig' bezieht sich sowieso nicht auf die Größenordnung, denn 'vorrangig' oder 'überwiegend' ist auf bel. Größe/geograph. Ausdehnung ermittelbar..


Das Problem ist, dass die momentane Datenhaltung von landuses=* mittels "closed ways" "uns" nicht erlaubt, die Micromapper mit den Makromappern zusammenzubringen.


Deshalb kommt Quark dabei heraus, wenn sowohl ein Micromapper, als auch ein Makromapper landuse=* verwendet. Der Micromapper zerlegt das Gebiet des Makromappers, obwohl die größere Fassung (Du schreibst, Deutschland besteht 'vorrangig' aus Agrarfläche), doch wohl auch Sinn macht! Und -vice versa- killt der Makromapper mini-landuses von der OSM-Bildfläche, weil er der Meinung ist, ein landuse=* sei kein building=*


Nur aufgrund dieses Mißstands bestand von Anfang an der Wunsch landuse=* größenordnungsmäßig zu begrenzen. Weil wegen der technischen Art der Erfassung Micromapper und Makromapper nicht oder nur schlecht (overlapping ways..) koexistieren können.


.. verrauschtes  "noise" bitmap.
Nein, dass wären 'falsche' Renderregeln.

Angenommen ich würde jedes Grundstück mit einem einzelnen landuse=* taggen. Stell Dir Mischgebiet vor. Nun wird gerendert. Ich zoome heraus, und voila: Noise. Der nächste Schritt ist, dass die Renderregeln angepasst werden, und erst auf einer tieferen Ebene landuse=* gerendert wird


Die Granularität bestimmt die Breite der definierten landuses. (Leider wird/wurde bei OSM oft zu schnell in die Breite gegangen, statt zu staffeln. :-( )

+1 bessere Staffelung ist eine Lösung des Problems.. zuviele Werte in einem key sind schlecht.. schlecht strukturierbar, schlecht für Einsteiger


Erstens endet die landuse-Granularität z. Z. spätestens an der Grundstücksgrenze - den so sinnlosen landuse=grass mal außen vorgelassen - und gleiche Nutzungen nebeneinander ergeben eine gemeinsame Fläche, im Zweifelsfall den von Martin angesprochenen Block (zwischen Verkehrswegen) - den man ja nicht auf Krampf unterteilen muss. Aber setzt sich der landuse=road durch, ist dort dann sowieso Schluss, falls sich der Schwebe-Ansatz nicht durchsetzt.

Mit multipolygons besteht das Problem nicht.. Da schwebt alles Makro dann über Micro, ohne sich zu stören. Die Frage ist nur, ob man die Editoren soweit bringen kann, dass Mapper damit keine Probleme haben..


Und zweitens werden ab einem gewissen Zoomlevel landuses rendermäßig zusammengefasst (landwirtschaftlich, bebaut/besiedelt) sowie kleine Flächen weggelassen.

Das ist interessant. Machen Renderer tatsächlich den Aufwand Flächengrößen zu berechnen, bevor gerendert wird?


.. (für jedes Gebäude finde ich unter Garantie 25 verschiedene Bodennutzungsarten ringsum).

Hier hätte ich gerne Belege für (diese Übertreibung) ...

;-)


  Das ist für landuse=*, useless=*..

Allerdings - aber in meinen Augen eben auch nicht zwangsläufig zu befürchten. Insbesondere nicht, wenn man sinnvoll staffeln würde, statt weiter nur (oft unüberlegt) in die Breite zu gehen.

The thing is.. Staffelst Du sinnvoll, erhälst Du kleinere Flächen, weil die Staffelung dann ja (hoffentlich) auch für die Ausdifferenzierung der verfügbaren Fläche genutzt wird. Damit gehen aber (ohne overlapping ways und ohne multipolygons) die Flächen verloren, welche die gröbere Einteilung, die gröbere Staffelung beinhalten.

Dein wie auch mein Argument dazu würde sein, dass man sich die gröberen Flächen ausrechnen kann - das zieht hier aber nicht:

- zum einen sind die Gebiete nicht immer ausrechenbar sind (z.B. dann nicht, wenn das gröbere Gebiet einen Namen hat - den müsstest Du dann auf jedem feingranularen Gebiet auch angeben, und das feingranularere Gebiet könnte dann keinen eigenen Namen mit name=* mehr erhalten) - zum anderen sehr viele Leute die gröberen Gebiete verwenden (es damit Verschwendung wäre, wenn jeder für sich rechnet)

Wird ein grobes Gebiet unter Nutzung der Grenzen der feineren Gebiete mittels multipolygon erfasst, kann man auch nicht direkt davon sprechen, dass redundante Information in der DB wäre, denn es ist nur die Information enthalten, wie aus den feineren Gebieten, dass größere konstruiert wird). Die Regel an sich ist redundant in der DB ("wie konstruiere ich die Siedlungsfläche aus den micro-landuses"), aber keine Daten.




Wenn landuse=* auf Dauer nicht über Flächengrenzen mittels multipolygon gemappt wird, womit sich 'genaue' und 'vorranige' Flächennutzungsgebiete vereinen ließen, sollte man ein anderes Tag aufmachen, um landuse micromapping zu betreiben.. Denn landuse micromapping erhöht Eintrittsbarrieren, anstatt sie zu senken.

Sehe ich - mittlerweile - anders. Multipolygone oder riesige Flächen schrecken da eher ab, nach meiner bisherigen Erfahrung.

Schade.. ..habe ich aber erwartet (siehe mail zur Datenhaltung..) Es ist ein echtes Problem, dass multipolygone mystifiziert werden (wodurch auch immer..).


Angrenzende Flächen (mindestens zwei in Reihenfolge liegende gemeinsame Punkte) lassen sich automatisch zusammenfassen.
Multipolygone lassen sich automatisch erstellen.
JOSM macht es jeweils vor.

Soll ich damit dann die Arbeit der Micromapper zerstören?
Es geht um die Möglichkeit der Zusammenfassung /in den/ Daten, nicht im Editor.
D.h.  grobe Fläche  /und/  ihre Teilflächen in der DB, nicht entweder oder..


Der Grund weshalb man das nicht berechnet, ist, neben dem Rechenaufwand, dass wir in OSM selbst die Information der Realität haben wollen, in der DB. Würden wir rechnen, hätten wir das Wissen um die Struktur der Daten (die Definitionen /was/ ist eine Staatsgrenze, usw.), nicht /in den Daten/, sondern -off-site- /in den Algorithmen/.

Richtig - aber was hat eine _Gebiets_-Struktur mit dem landuse zu tun?

Das habe ich schon geschrieben, sehr, sehr viel.. Die Gebiete der Bodennutzung sind, wenn man nicht nur eine bodenlose, nach unten offene, micro gemappte Mosaikfläche haben will, ähnlich strukturiert, wie die Gebiete der administrativen Flächen. Ähnlich deshalb, weil administrative Flächen eine Hierachie bilden (mit disjunkten Flächen auf jeder Ebene) und Bodennutzungsflächen ein Netzwerk (mit nicht notwendigerweise disjunkten Flächen, auf einer wie auch immer gestaltenen Granularitätsebene).


Zwei Gebiete nebeneinander können den gleichen landuse haben - ihre Struktur muss aber unabhängig davon erfasst werden. (boundary, place, site ...) Aber die _Außen_-Struktur eines identischen landuses muss ich nicht explizit erfassen - die kann man automatisch erstellen.

Die kannst Du nicht (immer) automatisch erstellen. Und selbst wenn Du es könntest, ist es oft nicht erwünscht, dass sie dann jeder, der sie nutzen will, jedesmal erstellen muss.


Gruß
Christian

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