Hi, On 12.12.2012 22:20, Roland Olbricht wrote:
Dann müssten wir also highway primary/secondary/tertiary besser nach der amtlichen Klassifikation machen? War nicht bewusst gerade nicht strikt nach der amtlichen Klassifikation?
Das stimmt (wobei "amtliche Klassifikation" ja auch hiesse, dass man sich von dem britischen Schema verabschieden muesste). Es gibt ab und zu mal Edit-Scharmuetzel vorallem im Bereich "residential/unclassified/tertiary" und "primary/trunk", aber groessere Auseinandersetzungen glaub ich nicht.
Der Logik zufolge wäre es für Mapper MaxMuster also legitim, das komplette Radwegenetz mit einer Klassifikation "MaxMuster:bicycle=1..5" zu versehen, denn man kann ja bei ihm anrufen und fragen.
Tatsaechlich haben wir frueher immer gesagt: Jeder kann eigene Tags vergeben, wenn er seinen Usernamen als Prefix nimmt. Das wird heute nicht mehr so propagiert, aber im Grunde ist das schon noch so. Wenn MaxMuster von Hand die von ihm befahrenen Wege klassifizieren will, wuerde man das wohl schon akzeptieren - anders waere es, wenn er mal eben saemtliche Strassen automatisch mit einem MaxMuster-Tagschema ueberziehen wollte.
Letztlich wäre außer Straßenklassifikation (die ja allgemein als bevorzugt subjektiv akzeptiert ist) und Radwegequalität auch so etwas wie subjektive Sicherheit, realistische Höchstgeschwindigkeiten (ein Feldweg ohne Geschwindigkeitsbegrenzung ermöglicht bestimmt nicht Tempo 100) und Weiteres sehr interessant als Crowdsourcing, speziell auch für parxisnahes Routing. Das geht mit dem "Strikt-Objektiv-Paradigma" bisher alles verloren.
Ich denke, man koennte im subjektiven Bereich besser mit "Stimmen" als mit "Tatsachen" arbeiten. Dass es an der Strasse ein Tempolimit 100 gibt, ist Tatsache, da gibts keine Diskussion; dass man praktisch eigentlich nicht schneller als 50 fahren kann, ist meine Meinung, Du findest vielleicht 70, und jemand anders findet 45 - diese "Stimmen" kann man alle sammeln (bitte nicht als Tags, sondern irgendwie separat), und dann kann sich jeder darauf seinen eigenen Reim machen. Einer koennte z.B. sagen "ich vertraue den Benutzern A, B, und C und will immer den Mitterlwert aus deren Stimmen fuer mein Routing verwenden", ein anderer koennte sagen "ich bin eher ein vorsichtiger Fahrer und orientiere mich am 1. Quartil" und so weiter.
Peter Miller hatte dazu auf einer SOTM vor 3-4 Jahren mal einen Vortrag, da ging es auch um die subjektive Eignung von Wegen fuer verschiedene Nutzerklassen (Stichwort Fussweg, der aber fuer Kinderwagen nicht geeignet ist, Radweg, auf dem man sich aber das Rennrad kaputt macht, etc.).
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