Am Mittwoch, 30. August 2006 09:51 schrieb Markus Schönhaber:
> Michael Bischof wrote:
> > Am Dienstag, 29. August 2006 10:51 schrieb Markus Schönhaber:
> > > Die Antwort ist auch ohne Ironietag sinnvoll.
> >
> > Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen - wenn man den Umstand der
> > jeweiligen Lösung betrachtet. Deshalb hatte ich am Anfang ja auch Ironie
> > bei Dir angenommen.
>
> Ich sehe da nicht mehr oder weniger Umstand als bei Linux.
>
> > > > > Du tippst "Azöe :aläökan". Sinnvollerweise hast Du
> > > > > allerdings vorher auf das türkische Tastaturlayout umgeschaltet¹,
Nein, das ist mir als Anfänger nicht zugänglich und als Gast auf einem fremden 
PC auch nicht gestattet. 
> > Nein, wenn ich das tue passiert nichts. "Azöe :aläökan" bleibt so, wie es
> > ist. Und das will ich nicht.
 > Ach.
Ist aber echt wahr! Es geht nicht. 
 
> Auch wieder ein unseriöser Vergleich. Wenn schon Win 98, dann Vergleiche
> bitte mit einer acht Jahre alten Linux-Version.
Akzeptiert, den habe ich nicht unternommen. Auch die Uraltversionen, diese 3-4 
- Disketten-Linuxe, gestatten die Anwendung von charsets.
 
> Und mit der gleichen Berechtigung kann ein überzeugter Windows-Benutzer
> behaupten, daß die Lösung unter Windows viel einfacher und besser ist.
Ok, dieses Beispiel wird Niemanden von Windows wegbringen. Der würde eh 
fragen: warum eine Textdatei? Wer macht denn noch so etwas: das ist doch 
altmodisch...
>  Mir ist es nämlich schnurzpiepegal, ob dieses oder irgendein anderes 
>konkretes Problem unter Linux besser oder schlechter lösbar ist als unter 
>Windows. Solange ich es unter Linux gelöst bekomme, reicht mir das.
Dann reden wir aneinander vorbei. Ich hatte dieses Beispiel für das 
Anfängerseminar als eines von mehreren (!) Beispielen vorgeschlagen:
den eigenen Namen richtig zu schreiben - ist doch eigentlich trivial?
> Außerdem beschleicht mich das Gefühl, daß ich mit dem, was mir in diesem
> Thread wichtig ist, nicht so richtig zu Dir durchgedrungen bin. Deswegen
> versuche ich, es nochmal anders und hoffentlich klarer zu formulieren:
> Das Konkrete Problem mit der Eingabe von Sonderzeichen und wo man das
> besser in den Griff bekommt, interessiert, mich wie, gesagt nicht wirklich.
> Ich will hier auch keineswegs ein Lanze für Windows brechen. Ich bin
> lediglich der Meinung, daß es das Ziel eines Linux-Einführungsseminars sein
> sollte, den Teilnehmern genügend Wissen an die Hand zu geben, daß sie in
> die Lage versetzt werden, sich selbst eingehender mit Linux zu
> beschäftigen. Und wenn sie das dann tun, sollen sie nach *ihren* *eigenen*
> Anforderungen, Vorlieben, Abneigungen usw. entscheiden, ob Linux für Sie
> das Richtige ist. Und selbst wenn ihre Entscheidung gegen Linux ausfällt,
> haben sie doch den ganz entscheidenden ersten Schritt getan: Sie haben
> begriffen, daß es überhaupt eine Entscheidung gibt, die sie treffen können.
Da stimmte ich Dir uneingeschränkt zu.
> Sie haben begriffen, daß sich Windows eben nicht durch einen
> unvermeidlichen Nebeneffekt beim
> Produktionsprozeß von Festplatten auf den Magnetscheiben manifestiert.
> Wenn Du allerdings bei einer solchen Veranstaltung Linux - das Du kennst,
> mit dem schon lange arbeitest und das Du für das "bessere" System hältst -
> mit Windows - von dem Du offenbar sehr wenig weißt - vergleichen würdest
> und dann zu dem völlig überraschenden Schluß kämst, daß dein Favorit
> haushoch Gewinnt, hielte ich das für sehr unseriös. Wenn Du auf einem
> Linux-Workshop unbedingt Windows per Vergleich ins Spiel bringen willst,
> dann mach' bitte Vergleiche, die auch objektiv nachprüfbar sind. Sagst Du
> bspw. "Windows kostet n-hundert Euro, eine gängige Linux-Distribution
> kostet den Download aus dem Internet und das anschließende Brennen auf CD",
> sind das Fakten, die man nachprüfen und demgemäß auch seriös vergleichen
> kann.
> Kämst Du allerdings mit Vergleichen, wie Du sie hier angestellt hast, hätte
> das für mich schon einen leichten Touch von Indoktrination. Das wäre in
> meinen Augen unvereinbar mit dem für mich wichtigsten nichttechnischen -
> wenn Du willst: politischen - Punkt im Zusammenhang mit Linux: Freiheit.
> Dazu gehört die Freiheit, die Programme (bis auf minimale Einschränkungen)
> so benutzen zu können, wie man will. Dazu gehört die Freiheit, den
> Quellcode bekommen und nach den eigenen Vorstellungen verändern zu können.
> Zur Freiheit gehört IMO aber eben auch, sich entscheiden zu dürfen, etwas
> (z. B. Linux) *nicht* zu benutzen. Und ich finde, diese Freiheit sollte man
> den Teilnehmern auch lassen.
Moment: dem habe ich ja an keiner Stelle widersprochen. Ich versuchte zu 
zeigen, dass Windows eben nicht anfängerfreundlich und "intuitiv" ist und 
dass Linux für dieses (!) Problem die einem Anfänger leichter zugängliche 
und klarere (leichter durchschaubare, damit im Problemfall leicht zu einer 
Lösung führende) Software bereitstellt.
> Daß Linux auf einer Veranstaltung, die von einer Linux UG organisiert wird,
> grundsätzlich als hervorragendes System präsentiert und nicht als
> unbenutzbarer Mist niedergemacht wird, sollte andererseits auch keinen
> halbwegs vernünftig denkenden Menschen überraschen.
Klar, Macken hat es immer noch genug. 
 
> Ich hoffe, es ist jetzt klarer geworden, warum ich es für gänzlich
> ungeeignet halte.
Ja, das ist es! Ich will mich auch nicht darauf versteifen. Aber in meinem 
Arbeitsalltag spielt dieses Problem eine große Rolle.
Das liegt aber auch an meinen Prämissen:
1. Wenn man schon einen PC anfaßt sollte man seinen Namen richtig schreiben 
können
2. An öffentlichen Orten werden grundsätzlich nur öffentliche Dateiformate 
akzeptiert
Der Rest folgt daraus "von selbst"...

Danke für Deine Tips (mit denen ich selber schon etwas anfangen kann!)

Gruß,

Michael Bischof 
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