Hallo,

erstmal wollte ich los werden, dass ich so eine Aufstellung und die
Diskussion darüber richtig gut finde.

Hier meine Meinung:

1. die Rollenzuordnung finde ich passend. Ich muss aber dazu sagen, dass
ich mich in den Strukturen der Zusammenarbeit mit den einzelnen
Projekten nicht auskenne, da ich eben noch relativ frisch in der
Linuxwelt bin.

2. Aufgrund meiner noch nicht ganz so vorhandenen Erfahrung würde ich
gern weiterhin "nur" als Übersetzer arbeiten. Das ist eine Rolle, die
mir liegt und die ich ohne Überforderung ausfüllen kann. Ich kann auch
wie in der jüngeren Vergangenheit schon getan, die Lokalisierungssparte
von ubuntuusers.de durchforsten und ggf. auf Basis von dort angebrachten
Kritikpunkten Korrekturen in Launchpad durchführen. 

3. zu den Festlegungen:

die Festlegung eines Zeitplans finde ich gut. Das gibt den Leuten
Orientierung. 
Zusätzlich würde ich aber auch die Fertigstellung des Zeitplans selbst
auf einen bestimmten Zeitpunkt festlegen. Eventuell könnte das ja
während der Richtliniendiskussion passieren? Damit haben die Leute die
Sicherheit, dass der Zeitplan zu einem bestimmten Zeitpunkt herauskommt
und man nicht orientierungslos im »luftleeren Raum« hängt.

Qualitätssicherung:
- Beim Lesen von "Review Berichten" ist mir aufgefallen, dass ich z.B.
die Hilfetexte usw. die ich Übersetzt habe, noch nie "in echt" im System
gelesen habe. 
Vielleicht sollten wir generell Reviews durchführen und sie in der
ruhigeren Zeit nach den Releases mit auf die Aufgabenliste schreiben?
Denn zumindest mir geht es so, dass ich mir zwar Aufgaben annehme und
sie auch durch- und zu ende führe - das aber nur in der erforderlichen
Disziplin, wenn irgendwo eine Aufgabe steht. Reviews sind wichtig, wenn
sie aber nirgends aufgeführt sind, macht sie auch keiner. Deshalb:
können wir sie mit auf die Aufgabenliste schreiben, mit der Bemerkung,
dass sie ausschließlich in der ruhigeren Phase durchgeführt werden?

- ich denke, dass wir den Bugtracker im Zusammenhang mit den in
ubuntuusers.de gemeldeten Fehlern vergessen können. 
Die User melden die Fehler im Forum, worüber ich persönlich auch dankbar
bin. Wenn sie aber zusätzlich noch einen Bugreport schreiben sollen,
überfordert man sie und ihre Geduld, denke ich. 
Manche können Bugreports schreiben, manche nicht, manche haben keine
Launchpad-ID... usw. Daraus könnte evtl. eine verbreitete Ansicht
erwachsen: "wenn ich den Fehler im Forum melde, wollen die, dass ich
einen Bugreport schreibe, also lasse ich es, weil ich keinen Bock auf
Bugreport-schreiben habe".

- Konzentration der Übersetzer auf ein bestimmtes Aufgabengebiet finde
ich auch gut. Es sollte aber nicht in "Stein gemeiselt" sein, was
bedeutet, dass Übersetzer auch andere Aufgaben annehmen können, wenn
dort gerade Mangel an Manpower ist. 

- Aufnahme von Mitgliedern ins Launchpad-Team:
Ich finde die ersten Punkte gut. Man sollte die aufgeführten Kriterien
(Dauer der Mitarbeit, Anzahl der Übersetzungen und Qualität der
Übersetzung) auf jeden Fall einführen.
Das mit der Bewerbung über die Mailingliste finde ich aber nicht so
toll. Ich fände es besser, wenn der Aufgabenkoordinator und die
Team-Admin's sich über die Aufnahme der neuen Mitglieder aufgrund o.g.
Kriterien abstimmen und auch die Entscheidungsgewalt darüber haben.  
Ich denke, dass man solche starren Regeln, wie Mitarbeit >6 Monate,
Karma >500 nicht unbedingt anwenden sollte. Denn das wichtigste ist doch
die Qualität der abgelieferten Ergebnisse und ob der einzelne ins Team
passt.

- zu den allgemeinen Fragen:
Verbesserung der Zusammenarbeit mit Upstream... 
Das alles ist für mich eine Sache, von der ich absolut keine Ahnung
habe. 
Vielleicht wäre es deshalb nicht schlecht, den Leuten, die keine Ahnung
von den Details in der Zusammenarbeit mit z.B. Debian, Gnome oder KDE
usw. haben, so etwas wie eine Erläuterung ähnlich dem
Übersetzungsprozess an die Hand zu geben? Also z.B.: was tut das Ubuntu
Translators Team im großen open source Universum?, was tun die Debian-,
Gnome- und KDE, usw. Leute? Wie fließen die Übersetzungen von Upstream
in Ubuntu und wie kommen die Übersetzungen von Ubuntu wieder zurück in
Debian, Gnome, KDE usw.? Das ist nicht systemtechnisch gemeint (= »in
Launchpad übersetzen wir "xy" und das fließt dann über Software "abc"
über Kanal "0815" dort hin«) sondern schematisch, abstrakt. 
Denn ich denke, das fehlendes Verständnis der detaillierten
Zusammenhänge auch zu schlechterer Zusammenarbeit führen.

Das wären meine Punkte und Meinungen...

viele Grüße
Steffen

Am Dienstag, den 14.07.2009, 22:32 +0200 schrieb Jochen Skulj: 
> Hallo zusammen,
> 
> in den letzten Wochen haben Moritz und ich uns einige Gedanken über die
> langfristigen Ziele und Prozesse im deutschen Ubuntu-Übersetzerteam
> gemacht. Uns beiden ist wichtig, dass in einem funktionierenden
> Übersetzerteam mehr Aufgaben zu erledigen sind, als  nur in Launchpad
> Übersetzungen vorzunehmen. Wir haben unsere Ideen auf folgender
> Wiki-Seite dokumentiert:
> 
> https://wiki.ubuntu.com/UbuntuGermanTranslators/Entwurf_Prozesse
> 
> Diese Ideen möchten wir hier zur Diskussion stellen. Bitte lest euch die
> Vorschläge durch und stellt euch folgende Fragen:
> 
> - Findet ihr die Rollenzuordnung passend?
> - Welche Aufgaben interessieren euch? In welchen Rollen findet ihr euch
> wieder?
> - Welche Vorschläge zu den Festlegungen findet ihr gut? Welche gefallen
> euch gar nicht?
> - Seht ihr weitere Aufgaben für unser Team?
> - In welchen weiteren Punkten benötigen wir Festlegungen?
> - Welche Ideen habt ihr?
> 
> Bitte schickt euer Feedback, eure Fragen und eure Vorschläge an die
> Mailingliste. Wir freuen uns auf eine konstruktive Diskussion!
> 
> Vielen Dank, Jochen
> _______________________________________________
> Translators-de mailing list
> [email protected]
> https://eshu.ubuntu-eu.org/mailman/listinfo/translators-de


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