Hallo zusammen, die wirklich wichtigen Distributionen basieren entweder auf RedHat (RPM Based) oder Debian (DEB). Suse spielt nur in DE eine Rolle und dort auch nur eine kleine. Ob Man das nun Paketverwaltung oder Paketformat nennt ist vollkommen egal :) Die Artenvielfalt (unten Evolution genannt) die Linux hervorbringt ist zugleich auch die größte Schwäche. Alleine schon das es kein "gutes" Oberflächedesign gibt - moment es gibt generell kein gutes Design für Linuxoberflächen. Alle bisherigen sind entweder vollkommen unbrauchbar und erfordern immer wieder Bastelarbeiten oder sie sind mega hässlich (ich schreibe diese Mail übrigens auf einem Linux Notebook - Ubuntu 14.10 mit diesem grausamen Unity - was nicht in der Lage ist im Dualmonitorbetrieb gruppierte Fenster mal korrekt in der Vordergrund zu holen) Eine Zentrale bevormundung gibt es auch in der Linux Welt, spätestens bei den Kernelhackern. Linus ist da ziemlich Diktatorisch - was IMHO absolut richtig ist. Viele gute Projekte "zerfasern" eben an dieser gewünschten Artenvielfalt - sorry Freiheit.
Ich wünsche Linux ebenfalls einen Durchbruch im Desktopbereich - wird jedoch aufgrund eben dieser "ich bin nicht teamfähig also mach dann halt mein eigenes Ding (und beibe Erfolglos), Mentalität" nie passieren. Diese Eigenbrödler Mentalität ist absolut schrecklich. Ansonsten find ich Linux aber geil :D (Im kommerziellen Serverbereich) Gruß T Am 26. Februar 2015 um 11:02 schrieb Randy Andy <[email protected]>: > Hallo advocatus diaboli, TroLuger. > > > > Apropos, > > der nächste Vortrag in der TroLug, auf den ich mich schon freue, wird ja > vom Advokat FOSS persönlich gehalten werden. ;-) > > > > > > Am Mittwoch, 25. Februar 2015, 18:01:44 schrieb Wolf-R. Müller: > > > Hallo allerseits, > > > > > > als von der anfangs undurchschaubaren Vielfalt unter Linux genervter > Windows-Migrant sei mir bitte gestattet, einmal die Rolle des advocatus > diaboli zu übernehmen ;-) ... > > > > > > <... an die 1000 verschiedene Distributionen > > Ich weiß Wolf, die Zahl wurde nicht als erstes von Dir genannt, aber um > diese hier etwas zu relativieren und präzisieren, hier einmal die aktuelle > Statistik aus Distrowatch: > > > > *DistroWatch database summary* > > · Number of all distributions > <http://distrowatch.com/search.php?status=All> in the database: 794 > > · Number of active distributions > <http://distrowatch.com/search.php?status=Active> in the database: 287 > > · Number of dormant distributions > <http://distrowatch.com/search.php?status=Dormant>: 64 > > · Number of discontinued distributions > <http://distrowatch.com/search.php?status=Discontinued>: 443 > > · Number of distributions on the waiting list > <http://distrowatch.com/new>: 284 > > > > > > > ... Verschiedene Linux-User haben verschiedene Anforderungen. ... Linux > mit immer den neuesten Versionen der verfügbaren Anwendungsprogramme ...> > > > Spannen wir mal den Bogen von einem Linux, wie es für den SOHO-Bereich > sinnig ist, über ein Scientific Linux zu einem auf Multimedia > spezialisiertem Linux, weiter von einem Gamer-Linux zu einem Hacker-Linux, > von einem schlanken zu einem opulenten Linux, und natürlich von einem > Server- zu einem Desktop-orientiertem Linux, und was weiß ich sonst noch ... > > > Nun erhöhen wir die Vielfalt durch Ausprägung jeweils als rolling > release und als LTS-Variante, weiter durch Differenzierung der zu Grunde > liegenden Bibliotheken wie GTK und QT (mal so getan, als ob disjunkt zur > vorherigen Auswahl) und der implementierten Paketverwaltung DEB oder RPM, > und so weiter ... > > > Als Laie stelle ich mir vor, daß jede dieser Anforderungen mit einem > speziell ausgeprägtem und parametrisiertem Kernel zzgl. systemnaher > Software als spezialisierte 'Distribution' umgesetzt wird. In etwa richtig > oder Quatsch? > > > > Deine Annahmen passen schon im Wesentlichen. > > Nur wenn man es ganz genau nehmen wollte, könnte man sie weiter > präzisieren. So gibt es meines Wissens nach keine Paketverwaltung DEB (groß > geschrieben), nur ein Paketformat .deb (also klein geschrieben). > > Anders dagegen bei RPM=RPM Package Manager, den es so gibt, wie das > gleichnamige aber klein geschriebene .rpm Paketformat dazu. > > Man könnte das kleinkariert nennen, doch andererseits lehrt uns Linux ja, > auf Groß- und Kleinschreibung wert zu legen. ;-) > > Darüber Hinaus gibt es natürlich noch weitere Paketformate, wie z.B. TGZ, > TXZ, ipkg um nur mal die wichtigsten unter Linux zu nennen. > > Paketmanager gibt es noch viel mehr, als die zugrunde liegende > Paketformate, als da wären beispielsweise: Apt, conary dpkg, equo, lunar, > netpkg, packages, pacman, pisi, portage, ports, pkgcon, pkgtools, RPM, > smart, slackpkg, slapt-get, sorcery, urpmi, Yum, zypp. > > > Mit der skizzierten Multiplizität kommt man auf eine Hand voll Dutzend > Linuxe, macht roundabout 20% der in Distrowatch aufgeführten knapp 300 > Distributionen (die übrigen vermuteten ca. 700 Distributionen scheinen > selbst für Distrowatch irrelevant zu sein), also roundabout 80% der von > Distrowatch aufgeführten Distributionen scheinen irgendwie vermeidbar zu > sein. > > > > Weitere Untergliederungen ergeben sich z. B aus: > > - Dem Verwendeten Paketmanager > > - Unterstützung/Spezialisierung auf besondere Landessprachen > > - Verwendungszweck (Office, Science, Education, Games, Art, > Programming, etc.) > > - Geschmacksrichtung (Design bzw. Look & Feel) > > auch wenn Du davon schon einige genannt hattest. > > > > > Die Anzahl der Distributionen künstlich zu erhöhen durch eine > vorgefertigte Kombinatorik von Anwendungsprogramm-Paketen macht doch keinen > Sinn. Mittels der Paketverwaltung (ich kenne nur DEB, bei RPM wird's > vermutlich ähnlich sein) kann man sich sein gewünschtes Portfolio von > Anwendungsprogrammen doch selber ohne viel Mühe individuell zusammenstellen > oder ein vorgegebenes Basispaket ausdünnen. Und die Anforderung nach 'immer > den neuesten Versionen der verfügbaren Anwendungsprogramme' kann man doch > auch durch PPAs seines Vertrauens erfüllen, ohne Notwendigkeit, die Anzahl > der Distributionen künstlich zu erhöhen. > > Zugegeben, die verwirrende Vielfalt erhöht die Qual der Wahl und schreckt > dadurch womöglich manchen Einsteiger ab. Auch werden dadurch womöglich > Ressourcen verschwendet und demjenigen der etwas anderes benötigt, > erscheint daher die Existenz anderer Varianten als Vermeidbar. > > > > Doch wer möchte darüber entscheiden was Vermeidbar oder Nötig ist? > > Das wäre dann ja eine Art der zentralen Bevormundung, oder sagen wir > abgemildert Steuerung in eine bestimmte Richtung und würde schließlich > genau die Freiheit, die uns so wichtig ist, einschränken. > > Doch genau diese Freiheit ist es ja, welche jene Artenvielfalt überhaupt > erst hervor gebracht hat. > > > > Daher sehe ich die Software-Entwicklung eher wie die Evolution der Arten, > mit ihrer bestmöglichen Anpassung an verschiedene Lebensräume. Die weniger > gut angepassten Arten werden im Verlauf der weiteren Linux-Evolution > mangels Unterstützung wieder Verschwinden (siehe Statistik oben). > > Gute Ideen daraus überleben durch Mutation (Forken) in abgewandelten > Arten weiter. > > > > Möglichkeiten der Einflussnahme gibt es daher genug innerhalb der > Distributionen, je nach dem wie diese intern strukturiert sind (Zentral > oder Community gesteuert). > > > > > > > > Aber et es wie et es ... mir scheint, es ist viel Eigenbrötlerei der > Protagonisten im Spiel, statt über den Tellerrand zu schauen und mit dem > Nachbarn an einem Strick in eine Kompromiß-Richtung ziehen. Schade um die > Vergeudung der nicht vermehrbaren Ressource 'Zeit'. Damit könnte man zum > Wohl von Linux viele andere sinnvolle Dinge anstellen, auf daß Linux im > Desktop-Bereich nicht auf immer ein Mauerblümchen-Dasein fristet. Das hätte > es verdient. > > > > > > gruß wolf > > Ein Eigenbrötler, der nicht zur dauerhaften Arbeit mit Anderen fähig ist, > würde aber auch unter zentraler Diktatur nicht oder noch kürzer etwas > beisteuern wollen. Spätestens beim erste Konflikt wäre er weg. Durch Forken > oder selbst etwas Neues schaffend, kann er dank dieser Freiheit dann aber > doch noch eine Bereicherung für das Linux-Universum darstellen. > > > > Natürlich würde auch ich Linux den Durchbruch auf dem Desktop wünschen. > Doch denke ich nicht das es an der Qualität oder an der fehlenden Bündelung > der Ressourcen liegt. > > Als Hauptverursacher sehe ich da andere Faktoren, die außerhalb des > direkten Wirkungsbereiches von Linux oder dessen Community liegen. > > > > Doch darüber lässt sich vortrefflich diskutieren, was ich denn aber lieber > persönlich bei oder nach einem der beiden nächsten Treffen mit Euch tun > möchte. Schließlich passt es hervorragend zur Thematik der nächsten beiden > anstehenden Vorträge. > > > > Bis dahin wünsche ich allen schon jetzt ein schönes Wochenende, da ich > mich wohl frühestens erst Sonntag wieder in diese Diskussion einklinken > kann. > > > > Grüße, Andy. > > > > P.S. Hoffe die Formatierung ist diesmal nicht so übel, da aus dem > Webinterface heraus geschrieben. ;-) > > > _______________________________________________ > Trolug_trolug.de mailing list > [email protected] > https://ml01.ispgateway.de/mailman/listinfo/trolug_trolug.de > >
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