Hallo Andy,
tolle Antwort! Immer wenn man meint, man hat dazu gelernt, lernt man
jemanden kennen, der es noch besser weiß! Toll so jemanden in der Gruppe
zu haben, der 30 Distros getestet hat bis hin zur Entwicklung eines
eigenen Betriebssystems! Für diesbezügliche Fragen und Antworten stehst
du damit klar an erster Stelle.
Das "zweifelsfrei" leitete ich ab von dem Umstand, dass ich drei
baugleiche IdeaPads habe, und die alle die gleiche Probleme mit Ubuntu
hatten. Immerhin grenzt das die mögliche Ursachenlösung doch sehr ein.
Und der Umstieg auf Mint fiel leicht, da es sich um eine Variante auf
Ubuntu-Basis handelt - alle früheren Ubuntu-Programme konnte ich somit
wieder installieren. Das war mit entscheidend, warum ich zu Mint
wechselte. Überhaupt sieht alles aus wie vorher, da ich mit dem
Cairo-Dock arbeite (Bildrand unten), mit dem Mint-Panel oben und
ausgeblendet bei Nichtgebrauch, siehe Screenshot hier
<https://drive.google.com/file/d/0B_r6olNv6Hg1eG5IR3M4LUpodzg/view?usp=sharing>.
Von der Optik her gibt sich Mint mehr Mühe als Ubuntu, was man an
Feinheiten erkennt wie den tollen Icons, die sich perfekt für's
Cairo-Dock eignen. Aber das sind alles Momentaufnahmen, wie du sagst.
Gentoo kenne ich noch nicht, werde mich mal damit befassen.
Distro-Hits: gut zu wissen! Dabei liest man sogar mitunter in
Fachartikeln, dass Mint die "laut Distro-Watch erfolgreichste
Ubuntu-Variante" ist. Gibt es denn kein Distro-Download-Ranking? Das
wäre aussagekräftiger als Seitenhits pro Tag zu messen.
Am 19.02.2015 um 22:17 schrieb Randy Andy:
Abend Meinrad und Mitleser.
Am Donnerstag, 19. Februar 2015, 19:53:13 schrieb Meinrad:
> Hi, danke für die Rückmeldung. Die Probleme mit Ubuntu lagen nicht an
> Ubuntu, sondern an dem vier Jahre alten Laptop "LENOVO IdeaPad s205",
> das mit dem diesem Betriebssystem irgendwie nicht klar kommt. Ich habe
> drei Laptops dieser Sorte hier, und auf allen dreien die gleichen
> Probleme mit Ubuntu! Erst dachte ich, dass ich etwas falsch installiert
> oder eingestellt hätte und habe deshalb einen Linux-Techniker damit
> beauftragt. Auch er konnte mir nicht helfen, hat nur Notlösungen
> gefunden, und einige Probleme blieben unlösbar. Erst als ich Mint
> aufgespielt habe, waren sämtliche Probleme mit einem Schlag behoben.
> Damit ist zweifelsfrei geklärt, dass manche Linux-Distributionen mit
> bestimmter Hardware einfach nicht zusammenpassen und man ersatzweise
> andere Distributionen installiert.
Zweifelsfrei?
Für mich sind das alles Momentaufnahmen, die ich so oder ähnlich,
schon dutzende male erlebt habe.
Das ist häufig der Grund, aus dem die Distro-Hopper generiert werden
(ich kann davon ein Lied singen) und früher oder später wiederholt
sich die Geschichte erneut, nur mit anderem Distro-Namen.
Die Ursachen dafür sind stets die gleichen.
Veraltete oder zu neue Kernel/Treiber/Firmware/Software oder nicht
passende Konfiguration besagter Komponenten.
Statt also bei jedem Problem von meiner aktuellen Distro, zu einer
anderen zu wechseln, durch deren Installation selbiges out of the box
gelöst wurde, mit all den damit verbunden Nachteilen wie z.B Umlernen
deren Besonderheiten, entschloss ich mich irgendwann für einen anderen
Weg.
Einen Weg zu einer Distro, die mir möglichst viele
Eingriffsmöglichkeiten zur individuellen Auswahl und flexiblen
Anpassbarkeit bietet, um all diese Hürden nehmen zu können, die sich
durch wechselnde Hardware oder persönliche Anforderungen ergeben können.
Bis ich zu dieser Erkenntnis kam, hatte ich ca. 30 verschiedene
Distros getestet und mich früher oder später wegen irgendwelcher
Unzulänglichkeiten wieder davon abgewandt.
Seitdem gilt für mich der Leitspruch: "Wenn Du willst das etwas gut
gemacht wird, mach es selbst!"
Daher habe ich die Distro gewählt, die mich dabei am meisten
Unterstützt genau das umzusetzen.
Der Nachteil hierbei ist, dass das Ganze anfänglich deutlich mehr
Arbeit macht und das man fortan nicht mehr auf seinen Distributor
schimpfen kann, wenn etwas nicht funktioniert, schliesslich ist man
damit sein eigener Distributor. ;-)
Auch die Zeit fürs Kompilieren wird immer wieder gern als Nachteil ins
Feld geführt.
Doch wenn mit Mint nun alles perfekt funktioniert, gibt es womöglich
für Dich jetzt gerade keinen Grund wieder zu wechseln. Zumal sicher
auch vieles Geschmackssache, weshalb sich darüber ja auch trefflich
streiten lässt. :-)
> Das ist billiger als einen Techniker
> mit der Lösung zu beauftragen.
Und man hat sogar die Möglichkeit noch etwas dabei zu lernen. ;-)
> Xubuntu ist auch ganz ok. Mate habe ich auch installiert und getestet.
> Nach dem Testen bin ich nunmehr bei Mint geblieben. Linux Mint steht
> übrigens auf Platz 1 der weltweit am häufigsten installierten
> Linux-Distros, noch vor Ubuntu (Quelle: Distro-Watch).
Das stimmt so aber nicht, da hier lediglich die hits per day, also die
Seitentreffer pro Tag gewertet werden. Das sagt leider recht wenig
über die Weltweit am häufigsten installierten Systeme aus. Ich
verweise daher besser auf deren Erläuterung:
http://distrowatch.com/dwres.php?resource=popularity
> Nochmal danke für
> deine Rückmeldung, ist auch interessant zu hören, wer welche
Erfahrungen
> mit welchem Linux-System hat. Vielleicht kommen noch weitere
> Rückmeldungen hierzu, oder nutzen die meisten nur Mint?
Wir könne ja mal einen populary contest ala Doodle bei der TroLug
machen, denn es wär ja vielleicht mal ganz interessant wie die
Verteilung bei uns ist.
Ich Nutze übrigens seit 2007 ausschliesslich Gentoo und wenn ich das
richtig weiss, dann haben wir mit mir mittlerweile sogar vier
Gentoo-User in der TroLug. Davon hätte ich noch vor ca. zwei Jahren
kaum zu hoffen gewagt. ;-)
>
> Gruß, Meinrad
>
>
> Am 19.02.2015 um 18:28 schrieb "Wolf-R. Müller":
>
> > Hallo Meinrad,
> >
> > als stiller, interessierter Zuhörer der Liste eine kurze Anmerkung zu
> > diesem Thema:
> >
> > Als Alternative kann man m. E. auch Xubuntu (also Ubuntu mit
> > Xfce-Desktop) sehr empfehlen. Recht schlank, funktional und
> > hinreichend performant auch noch auf älterer Hardware, z. B. auf
dem 7
> > Jahre alten schmalbrüstigen Aldi-Netbook meiner Frau, und erst recht
> > auf meinem 7 Jahre alten DELL.
Hallo Wolf,
schade dass Du es immer noch nicht zu uns geschafft hast, wenn ich
Dich nicht irgendwann mal in Abwesenheit verpasst hatte.
Auch ich hab im November letzten Jahres für mein kleines Netbook Xfce
wiederentdeckt und bin von dessen Flexibilität recht angetan.
In kürze soll ja die neue Version herauskommen, von der ich schon die
ein oder andere verbesserte Komponente im Einsatz habe.
http://www.pro-linux.de/news/1/22003/xfce-412-soll-bald-erscheinen.html
Es gibt auch noch andere Distros die das sehr schön vorkonfiguriert
zur Verfügung stellen. So hab ich vor ein paar Monaten einem Bekannten
Siduction mit Xfce auf dessen Netbook installiert und hab mir da ein
paar Anregungen zum Nachmachen geholt.
> >
> > <... andauernden Probleme mit Ubuntu ...>
> > Komisch. Mit EOL von XP war ich im letzten Frühjahr nach einer
> > längeren Evaluierungsphase nach Ubuntu migriert. Irgendwelche
Probleme
> > hatte ich mit keiner der von mir getesteten Ubuntu-Varianten, und
> > incl. Boot geht's immer recht flott. Nur hatten mich Unity oder auch
> > das seinerzeit neue Gnome mächtig genervt, und nachdem mir der
> > KDE-Desktop von Kubuntu zu reich an verspieltem Schnick-Schnack war,
> > bin ich glücklich bei Xubuntu gelandet und geblieben. Das war
> > zumindest seinerzeit m. E. die potentiell bessere Lösung, weil auch
> > Upgrades problemlos on the fly funktionieren und man das System wie
> > seinerzeit bei Mint nicht immer neu installieren mußte. Aktuell
gibt's
> > mit 'Ubuntu Mate' ja nun einen weiteren klassischen Desktop.
> >
> > gruß wolf
Ein anderer Bekannter hat sich das kürzlich auf sein Debian stable
installiert, aber so abgehangen wie die 4.10er Version ja mittlerweile
ist, nimmt es kein Wunder, dass es fast überall verfügbar ist.
Gruß an alle TroLuger.
Andy
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https://ml01.ispgateway.de/mailman/listinfo/trolug_trolug.de
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