Moin,

ich wollte zwar nichtmehr viel dazu sagen, aber ...


> Von: "Ernst Hügli" <[email protected]>
> 
> Schliesslich aber musst Du zugeben:
> 
> «Leider hat niemand dafür bis heute eine Stimme vergeben. Und so
> dümpelt das Thema nun dahin bis zum St. Nimmerleins-Tag.
> Macht das so Sinn? Wird so was besser? Nein ! »
> 
> Also ist das Problem - wenn überhaupt! - nur für sehr wenige Nutzer 
> überhaupt von Bedeutung. Deine Welt ist das Zentrum, nach Dir hat sich 
> OOo zu richten - das ist Deine Botschaft.

Nein - so verstehe ich die ursprüngliche Aussage nicht.

Viele, die hier damit argumentieren, dass das doch immer nur Probleme
weniger sind, vergessen, wieviele solcher Probleme OOo aktuell hat.

Wir haben zur Zeit ca. 12.000 (in Worten zwölftausend) offene und 
bestätigte Fehler. 5.400 davon sind mit dem traget OOo Later versehen - 
in der Übersetzung heißt das "vergiss es, dass die jemals gefixed werden."
Die Zahl dieser Fehler steigt stetig (ich müsste es nochmal genauer 
nachschauen, aber es sind ca. 300-400 Fehler, die pro Releasezyklus
hinzukommen).

Jetzt rechne einfach mal hoch, wie der Anwender, die einen Fehler bemerken
auch einen Issue schreiben -  ich schätze das mal einen unter 1000.
D.h. wir haben 120.000 User, immerwieder über einen oder mehrere ungelöste
Fehler stolpern. Klingt immer noch wenig?

OpenOffice.org will aber die führende Office Suite sein. Um das zu werden
müsste aber die Verbreitung auf mindestens das 5-fache Wachsen.
macht dann schon 600.000 Anwender, die über Fehler stolpern. 

Im Heimbereich ist OOo übrigens schon recht gut verbreitet - im 
Firmenbereich weniger. D.h. wenn wir unser Ziel erreichen wollen,
müsste auch die Verbreitung in den Firmen wachsen. Nur werden in Firmen
oft auch mal speziellere Arbeiten mit Officesoftware erledigt und dort
ist Zeit Geld - jeder Workaround, der wegen eines ungefixten Fehlers
gemacht werden muss *kostet Geld*. 
Ich kann ehrlich keiner Firma guten Gewissens empfehlen auf OOo 
umzusteigen, ohne einen Supportvertrag abzuschließen, so dass sie 
wenigstens diese Möglichkeit haben, evtl. Fehler eskalieren zu können.


Ok, mit Supportvertrag können Fehler gefixed werden - nur hat das für mich
nichts mehr mit dem Projekt OpenOffice.org zu tun, welches von sich aus
"die führende internationale Office Suite" erstellen will.



Um gleich das Argument vorweg zu nehmen: ich habe keinen Anlass, selber
auf MS Office umzusteigen, da ich Office-Software kaum nutze
(nur Arbeitszeiterfassung und Briefe schreiben). 
Dass ich auch dabei schon regelmäßig über Probleme mit OOo stolper kann
ich für mich persönlich hinnehmen - anderen empfehlen, das gleiche wie
ich damit zu tun würde ich nicht (mehr).

Gruß,

André













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