Moin!Das FidoNet war, soweit ich das mitbekommen habe, denn ich war nie Teilnehmer, ein System aus vernetzen Telefon Mailbox welche nach dem Store & Forward Prinzip Nachrichten weitergeleitet haben. Entweder in sogenannten öffentlichen Brettern ähnlich dem Usenet und dann natürlich so was wie E-Mail, sprich persönliche Nachrichten an einen Teilnehmer einer anderen Mailbox.
Freifunk sehe ich als Netzinfrastruktur auf dem jeder die Dienste anbieten kann die er möchte. Das der meist genutzte Dienst der Zugang zum Internet ist, dürfte nicht verwundern. Denn in diesem Internet hat jeder von uns schon irgendwo seine Accounts bei einem Diensteanbieter seiner Wahl.
Mag auch sein das ich Willi seinen Ansatz nicht verstehe, ich versuche Netze zu bauen die logisch funktionieren. Ein Daten Paket von A nach D über B und C soll den bestmöglichen Weg nehmen auch wenn der, im Willis Sinne, nicht der geographischen Richtung entspricht.
Ich persönlich finde die Struktur des heutigen Internets auch in keiner Weise undemokratisch. Jeder kann wenn er will ein eigenes Netz aufbauen. In seinem Netz kann er Routen so wie es ihm Spaß macht. Kann sich als Autonomes System deklarieren und dann mit anderen solchen Netzen in Verbindung treten und Vereinbarungen mit diesen Netzen eingehen ob die seine Daten zu weiteren Netzen durchleiten. So sieht das Internet heute aus und ich finde das ist nicht die schlechteste Lösung. Ich meine Infrastruktur entsteht ja nicht aus Luft und Liebe sondern muss gebaut werden. Nur verständlich das dieses Kosten verursacht und das ich Netznutzern dann zur Kasse bete. Wenn ich natürlich ein Netz mit Idealisten wie hier im Freifunk aufziehe, dann ist das trotzdem nicht kostenlos, denn diese Idealisten buttern zumeist nicht unerhebliche Mengen an Euros da hinein um anderen ein kostenloses Netz zur Verfügung zu stellen.
Ja ja, in einer perfekten Welt mag das für alle kostenlos und toll sein. Aber bitte hier gehts um Netze und wie geschrieben nicht um Politik. Wenn man das mal wirklich überdenkt lohnen sich Freifunk und andere freie Netze gar nicht. Wir können weder mit der Geschwindigkeit konkurrieren noch die Userzahl verkraften welche die kommerziellen Netze schaffen.
Menschen machen Freifunk aus Hobby und Freizeitgestaltung, andere lernen dadurch überhaupt etwas über Netze. Und aus diesem Grunde mag ich es nicht wenn einer wie Willi daherkommt und meint die Freifunker machen alles falsch, oder meint sie Missionieren zu müssen.
Am 21.07.2016 um 03:09 schrieb Webmaster Familienverwaltung.de:
Hallo Yanosz, eigentlich hatte ich die Eindruck, daß Freifunk so eine Art FidoNet-Revival mit höherem technischen und sozialem Anspruch sei, ohne die damalige Hierarchie-Diskussion und mit Zugang zum restlichen Internet. Vllt. hilft Dir das zum Thema Dezentralität.
-- Mit freundlichen Grüßen Marc-Andre AlpersWenn Du meinst, Privatsphäre ist egal, nur weil Du nichts zu verbergen hast, kannst Du genauso behaupten, Redefreiheit ist egal, nur weil Du nichts zu Sagen hast! - Edward Snowden
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