Joerg-Olaf Schaefers schrieb:
> -----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE----- > Hash: SHA1 > > Hallo Thomas Riedel, > > Friday, September 27, 2002, 1:59:41 PM, you wrote: > > ... > > Die CSU hat auch nirgendwo soviel Ber�hrung mit Korruption wie die SPD in > > K�ln. > > Ach, auch darueber kann diskutieren. Ich erinnere mich > da spontan an Herrn Stoiber und den deutschen Orden .. > > Mir ging es aber auch gar nicht um die CDU/CSU oder die > SPD, sondern um einen offenbar massiven Verstoss gegen > Datenschutzbestimmungen. Was ist daran "massiv"? Das w�re nur bei der "Sensibilit�t" von Daten der Fall. Diese Kategorie ist zwar ohnehin inkonsistent, wie Spiros Simitis nicht m�de wird, es zu best�tigen, aber Inkonsistenz ist ein Problem des gesamten Datenschutzkonzepts, nicht meins. Es ist in meiner Sicht nicht von der gleichen moralischen Vorwerfbarkeit, Mitglied der Cosa Nostra oder der CDU (oder gar der CSU!) zu sein. Solche Daten sind daher nicht sensibel. Aber das wird hier st�ndig insinuiert. > > > [..] > > Kurzum: die Union durfte jeden K�lner f�r einen geborenen > > CDU-Sympathisanten halten. > > Die netten Menschen, die mir inzwischen >200 Mails mit > irgendwelchen Produktinformationen pro Tag schicken, > halten mich auch fuer einen potentiellen Kunden ... > > > [..] denn wenn ALLE K�lner in einer Datenbank erfa�t sind - > > warum dann nicht gleich die CD-ROM von der Telekom oder einfach das > > K�lner Telefonbuch verwenden? > > Weil sich dort keine Daten zur Einkommenssituation und > zum vom Kunden gefahrenen PKW finden? Statussymbole sind eher ein Anliegen von Brionitr�gern. > > > > Ist Dir klar, da� Du f�r eine Volkspartei > > im Zusammenhang mit einer politisch notwendigen Aufgabe (der politischen > > Willensbildung) h�here datenschutzrechliche Vorgaben machen oder > > akzeptieren m�chtest als bei einem - um beim Bild zu bleiben - > > Fischhandelsdirektmarketingunternehmen, dem f�r seine entsprechende > > T�tigkeit dieselben "Praktiken" nach dem Datenschutzrecht ohne weiteres > > erlaubt sind? > > Nein, das ist mir nicht klar. Die Notwendigkeit dies > zu muessen leuchtet mir - bezogen auf den konkreten Fall > - - auch nicht ein. Wenn wirtschaftliches Direktmarketing das darf, ist es wertungsm��ig absurd, wenn eine Partei dies zur Unterst�tzung der politischen Willensbildung nicht d�rfen sollte. > > > > Ich habe eine Bitte: entweder positive Rechtskenntnis oder wenigstens > > common sense. Aber nicht einfach mit Dreck werfen. > > Bisher habe ich lediglich einen Medienbericht weiterge- > geben. ... und ihn mir dadurch zueigen gemacht. > > > > Wir sind > > offensichtlich politisch anderer Meinung. Wohl auch �sthetisch. Aber das > > sollte nicht das Problem sein. > > Natuerlich nicht. Es bleibt die grundlegende Frage, wo- > her die Daten stammen. Aus dem Telefonbuch stammen sie > jedenfalls nicht. Das Datenschutzrecht betrifft nicht die Frage, "woher" (eigent�mliche pseudo-physische Terminologie) Daten stammen, sondern welches der Verwendungszusammenhang ist. Und der ist erlaubt, genauso wie im Direktmarketing Daten an Dritte "weitergegeben" werden d�rfen, wenn sie unter bestimmte Kategorien fallen. >
