* Frank Geschner <[EMAIL PROTECTED]> wrote:

> Da viele von euch von solchen Dingen mehr Ahnung haben als ich, w�rde 
> ich mich riesig freuen, wenn ihr mir ein paar Tipps geben k�nntet.

Schau mer mal. ;-)

> Ich k�mmere mich um ein kleines Netzwerk von 8-10 PCs. Nun m�ssen einige 
> Ver�nderungen vorgenommen werden und ich will den Anlass nutzen, um ein 
> zuverl�ssiges Datensicherungskonzept aufzubauen. Das derzeitige l�sst 
> doch zu w�nschen �brig.

Wenn ich mir den Rest so durchlese, vermisse ich ein Gesamtkonzept. Du
beschreibst nur einzelne Gegebenheiten und m�chtest Anworten zu isoliert
gestellten Fragen haben. Teilweise kann man die auch einzeln
beantworten, aber ich denke nicht, dass Du so eine vern�nftige L�sung
daraus schmieden kannst.

> Nun soll bald ein DSL-Zugang eingerichtet werden. Dazu wollte ich einen 
> neuen  Router einsetzen und diesen mit FLI4L betreiben.

Gute Idee.

> Die Funktion des Mail-Servers soll weiterhin die Linux-Kiste erf�llen. Ist das 
> empfehlenswert? Die Alternative w�re ein Debian-Rechner, der dann gleich 
> als Mail-Server fungiert.

Ich sehe da (vom Ergebnis) keinen gro�en Unterschied, da Du aber ohnehin
einen neuen Debian-Server aufsetzen m�chtest, w�re das eine g�nstige
Gelegenheit. Weil Du z.B. den neuen Router und den neuen Mailserver in
Ruhe aufbauen kannst, danach (wenn alles wie gew�nscht funktioniert) den
alten Linux-PC abschalten und die Neuen in Betrieb nehmen kannst. 

> Jetzt wollte ich in die beiden Server je eine zus�tzliche Platte 
> einbauen, und dann jeweils RAID betreiben. In dem k�rzlich gef�hrten 
> anderen Thread gab es nun unterschiedliche Aussagen �ber die Anwendung 
> von Hardware-RAID oder Software-RAID. Ich dachte, dass die zweite 
> Variante ausreichend ist, da sich doch die Server-Zugriffe in Grenzen 
> halten im Vergleich zu einem gr��eren Netzwerk. Oder ist die 
> Hardware-RAID L�sung vorzuziehen? Lie�e sich dann diese 
> Hardware-Variante auch einfach in dem WinNT Rechner anwenden (ist aber 
> SCSI)?

In produktiven Umgebungen bevorzuge ich immer die Hardwarevariante. Da
ist nur entscheidend, dass f�r das eingesetzte Betriebssystem der
entsprechende Treiber vorhanden ist. Da es wohl kaum noch 10GB-Platten
zu kaufen gibt, demnach der verbleibende Platz nicht zum Einsatz k�me
oder nicht gespiegelt w�re und weil die vorhandenen Platten
wahrscheinlich neu formatiert werden m�ssen, w�rde ich gleich zwei neue
Platten je Server kaufen. Ob sich das aber f�r Deinen Fall lohnt, kann
ich nicht beurteilen.

> Zur Datensicherung wollte ich einen zus�tzlichen Backup-Server mit 
> Debian einsetzen.

Wozu eine separate Kiste?

> Dazu hatte ich eigentlich einen �lteren Pentium I (133MHz, 16MB RAM) ... 

noch dazu so "schwach"?

> vorgesehen, der noch mit einer ausreichend gro�en 
> Platte ausgestattet werden muss (vielleicht so 166 GB), ich hoffe dass 
> hier das BIOS mitspielt. Falls nicht, l�sst sich sowas mit einem 
> nachtr�glich eingebauten USB2.0-Controller und einer externen Platte 
> bewerkstelligen, oder sollte es doch besser ein neuer Rechner sein?

Dann lieber ein UDMA100/133-Kontroller z.B. Promise und eine
entsprechende Platte. Lohnt bei einer so alten Kiste sicherlich nicht
mehr.

> Auf diesem Backup-Server sollten t�gliche, w�chentliche und monatliche 
> Backups angelegt werden, wobei letztere in regelm��igen Abst�nden 
> gebrannt werden sollen.

Das ist nun wirklich keine gute Idee. Nehmen wir mal an, kurz vor dem
Brennen der letzten monatl. Sicherung verabschieden sich die Server
(z.B. durch einen Brand). Dann habt ihr nur noch sehr alte Daten (ca. 1
Monat alt). Reicht euch das?

> Damit der Datentransfer jedoch nicht uferlos wird, sollte dies mit einem
> inkrementellen Backup erfolgen.

Bei der geringen Datenmenge w�rde ich jeden Tag ein Vollbackup machen
(Mir ist n�mlich egal, wie lange die Sicherung nachts dauert, aber
brauche jede Minute, wenn's ums R�cksichern geht).

> Nun ist da noch ein letzter Punkt. Alle diese Rechner stehen in dem 
> gleichen Geb�ude. Sollte es mal brennen, so sind alle Rechner futsch. 

L�blich, Du betrachtest es mit einem gewissen Weitblick.

> Wenn aber dann schon mal ein DSL-Zugang besteht, k�nnte doch so ein 
> inkrementelles Backup extra noch n�chtlich dar�ber an einen Rechner 
> transferiert werden, der irgendwo anders steht.

DSL hei�t meisten A-DSL, d.h. die Uploadbrandbreite ist deutlich
geringer. Beispielsweise ben�tigen 1 GB bei T-DSL 1000 mehr als 17
Stunden, wenn die Leitung komplett frei ist.

> Wie macht ihr so was?

Organisatorisch, d.h. die Datensicherung lagert in einem feuerfesten
Tresor, der steht in einem anderen Brandabschnitt oder besser in einem
anderen Geb�ude. 

> Da jetzt doch Sarge zu stable werden soll, ist es da sinnvoll, noch so 
> lange zu warten?

Wozu Sarge? Deine Anforderungen h�ren sich ein simpel an, das kann das
betagte Woody lockern erf�llen, ohne dabei auf die Security-Updates zu
verzichten.

> Wie gesagt, ich w�rde mich sehr �ber ein paar Ratschl�ge freuen.

Also nochmal, ich vermisse ein Gesamtkonzept. Bei Datensicherheit f�ngt
man immer von "hinten" an, d.h. was kann im schlimmsten Fall passieren,
welche Konsequenzen h�tte es. Dann kann man geeignete Gegenma�nahmen
definieren. Typische Fragen hierf�r: Wie wichtig sind eure Daten?
Wieviel Geld steht f�r die L�sung zur Verf�gung? Wie lange k�nnt ihr
ohne funktionierde IT leben? Wie aktuell muss die Datensicherung sein?


-- 
Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ): 
http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/

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