Hallo, Am 27.10.2017 um 11:23 schrieb Jörg Schmidt:
>> >> 5. In Fällen, die als Betrug zulasten der Verbraucher gewertet werden >> können, ist es jedem unbenommen, die zuständigen Behörden oder >> nichtstaatlichen Organisationen (Verbraucherverbände etc.) zu >> informieren und um eine Prüfung der Angelegenheit zu bitten. > > Und wir als Community sollten nichts tun? Siehe beispielsweise Punkt 5. Natürlich können wir auch versuchen, Verbraucheraufklärung zu betreiben, aber Du weißt doch, wie schwierig die Zusammenarbeit mit der Presse ist. > > Genau das ist es was ich nicht verstehe und was ich leider überall bei AOO > sehe, klares Bewusstsein für die Probleme, aber Passivität wenn es darum geht > etwas zu tun. Wir haben eben nicht mehr die Ressourcen, alle Probleme, die wir sehen, auch nur annähernd zu lösen. Das ist bedauerlich, aber die Ursachen hierfür sind beim besten willen nicht von heute auf morgen zu beseitigen. Für die Ursachen sind übrigens IMO die, die dem Projekt treu geblieben oder neu hinzu gestoßen sind, am allerwenigsten verantwortlich. > In Letzterem will ich genau sein, denn die Community ansich ist garnicht > passiv, aber sie wird seit Jahren von Apache ausgebremst wenn es um das > konkrete Handeln geht. Mir ist ganz und garnicht klar wovor Apache sich da > fürchtet und warum sich Apache als so unflexibel erweist. Ich sehe kein "Ausbremsen" seitens Apache. Ich sehe vielmehr dort großes Wohlwollen und eine starke Unterstützung von OpenOffice. Ja wir bräuchten vielleicht noch mehr Hilfe, aber auch die Ressourcen von Apache sind begrenzt. Und wir sollten bedenken, dass wir als Endanwenderprojekt Probleme an Apache herantragen, für die es bei Apache (noch) keine eingefahrenen Lösungsverfahren gibt. > > Ressourcen? > Wir hätten Ressourcen wenn wir wollten. > Wenn ich könnte wie ich wollte würde ich jedenfalls die Betroffenen im Namen > der Community anschreiben, mich entschuldigen und sie bitten uns zu helfen > gegen die 'Abzocker' vorzugehen, gleichzeitig würde ich Öffentlichkeit an > anderen Stellen herstellen und mich ggf. mit Betroffenen anderer Projekte > vernetzen. Ich mag nicht glauben das in einer Welt wo es Vertretern von FSF & > Co. gelingt sich effektiv gegen Lizenzverletztungen juristisch zu wehren, es > uns nicht gelingen kann etwas für betrogene Anwender zu tun. Dieser Eindruck liegt nur daran, und das sage ich als jemand, der ein wenig Einblick hat, dass hauptsächlich die Erfolge an die große Glocke gehängt werden, was verständlich ist, nicht aber die Schwierigkeiten, Probleme und Mühen der Rechtsverfolgung. Die Freie-Software-Gemeinschaft hat verschiedene Institutionen und Gruppen in jahrelanger Arbeit aufgebaut, die Urheberrechtsverletzungen, bzw. Lizenzverletzungen bearbeiten. Diese Arbeit beruht auf der Grundlage des Copyleft. Dennoch beruhen die Erfolge auf dem Engagement Einzelner, die als Rechteinhaber (Urheber- oder zumindest ausschließliche Nutzungsrechte am Code) klagebefugt waren. Die Apache-Lizenz ist aber eine, die solchen juristischen Streitigkeiten weitmöglichst aus dem Wege gehen möchte. > > und ein persönliches Wort: > mir tut der Anwender leid und gleichzeitig fühle ich mich tatsächlich > beschämt das unseren Anwendern so etwas widerfährt. Und weil ich so empfinde, > deshalb ist für mich die Frage so drängend was man tun kann um die Situation > zumindest etwas zu verbessern. > Was ich tun würde hatte ich geschrieben und dafür würde ich mir die > Unterstützung der deutschen Community und des PMC wünschen. > Deine Gesinnung (Schutz und Verteidigung der Schwachen und Betrogenen) ist edel. Verbraucherschutz ist auch notwendig, gehört aber nicht gerade zu den Kernaufgaben unseres Projektes. Um deren Erledigung sollten wir uns aber als Projektcommunity vorrangig bemühen. Gruß Michael
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