Hallo J�rg,
hallo Liste,

Am Donnerstag  24 Februar 2005 13:56 schrieb J�rg Schmidt:

> Meine Fragen an Dich *pers�nlich* w�ren:
> Bist Du der Meinung das es unterschiedliche Meinungen auf der
> Liste zum Verein, Verh�ltnis Verein/Commumity etc. gibt? (IMHO ja,
> aber bitte best�tige es)

Ja.

> Falls ja, bist Du auch der Meinung das wir hier schon ewig lange
> diskutieren und nicht mehr erwarten k�nnen das eine der Seiten
> *alle* Beteiligten f�r ihre Meinung gewinnen kann?

Ja, wir diskutieren hier schon ziemlich lange. 

Nein, wir werden nicht alle Beteiligten f�r eine Meinung gewinnen 
k�nnen. Wir k�nnen uns nur so lange aufeinander zu bewegen, bis eine 
�bereinstimmung dar�ber erzielt ist, mit den Ann�herungen leben zu 
k�nnen.

Kritische Punkte kommen ohnehin wieder hoch, wenn der ein oder andere 
sp�ter wieder oder immer noch Diskussionsbedarf sieht oder sich die 
Sichtweise in der Zwischenzeit ge�ndert hat.

> Wenn es somit verschiedene Meinungen gibt, die durch Diskussion
> nicht zu egalisieren sind m��ten wir demokratisch dar�ber
> abstimmen. Ich komme somit zu meiner Kernfrage:
> W�rdest Du das Ergebnis einer solchen demokratischen Abstimmung zu
> den von *Dir* vorgeschlagenen Punkten aktzeptieren, egal wie es
> ausf�llt?

Sind wir hier �berhaupt eine Demokratie? Eine Demokratie ist eine 
durch Gesetze geregelte Staatsform, um deren Auslegung oftmals z�h 
und langwierig gestritten wird. Die Einhaltung der Gesetze wird 
durch eine immense Organisation durchgesetzt.

Auch hier (in unserer Netzgemeinschaft) gelten stillschweigende 
�bereink�nfte. Wir begegnen uns �blicherweise h�flich, verzichten 
auf Beleidigungen und haben ansonsten ein gemeinsames Ziel, n�mlich 
das Projekt OpenOffice.org voranzubringen, bekannt zu machen und 
Anwender zu begeistern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat jeder von 
uns seine ganz eigenen Methoden.

Da wir als Gemeinschaft mehr M�glichkeiten haben, schlie�en wir uns 
hier und anderswo zu Interessengemeinschaften zusammen. Innerhalb 
dieser Gemeinschaft m�ssen wir irgendwie unsere Arbeit und unsere 
Arbeitsmethoden koordinieren und daf�r sorgen, da� wir alle 
irgendwie in die gleiche Richtung ziehen.

Wenn jedoch einer in eine andere Richtung zieht, werden 
Reibungsverluste erzeugt oder Kraft/Energie/Arbeit verschwendet. 
Haben wir in der Vergangenheit fertig gekriegt, schaffen wir sicher 
auch in Zukunft, wenn wir es nicht schaffen, uns so zu koordinieren, 
da� die Arbeit effizienter von statten geht.

Wenn wir uns umschauen, finden wir �berall Gemeinschaften: Familien, 
Vereine, Gemeinden, St�dte, Bundesl�nder, Staaten, 
Staatengemeinschaften. Und wir alle wissen, Gemeinschaften tun sich 
im Miteinander oftmals schwer.

Auch wir hier, die wir uns hier auf dieser Mailingliste, auf diesem 
Netz-Marktplatz treffen, tun uns gelegentlich mit der Koordination 
schwer. Aber letztendlich bleibt uns nichts anderes �brig, als uns 
irgendwie zusammenzuraufen. Keiner kann den anderen n�mlich zu etwas 
zwingen, das dieser nicht will.

Deswegen mu� man auch jemanden, der hartn�ckig eine anders lautende 
Meinung �u�ert, �berzeugen. Entweder, in dem man gute Argumente 
findet oder die 'Opposition' in soweit �berzeugt, es doch mit der 
vorgeschlagenen L�sung wenigstens eine Zeit lang zu versuchen.

Wenn ich das Gef�hl habe, wirklich eine ganz abweichende Meinung zu 
haben und auch nicht von ihr abr�cken will, dann werde ich mit an 
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einfach Ruhe geben - 
jedenfalls f�r den Moment. Vielleicht �ndert sich meine Meinung 
irgendwann. Wenn nicht, bin ich dann wieder da, wenn sich die 
Gelegenheit dazu bietet.

Aber letztendlich hat sich hier alle immer irgendwie eingepegelt, mit 
Ausnahme einiger weniger Punkte, die, weil doch nicht befriedigend 
abgeschlossen, wieder hochkochen.

> Und wenn Du das Ergebnis akzeptierst, solltest Du (IMHO) 
> auch bereit sein es gemeinsam mit allen Beteiligten umzusetzen,
> w�rst Du das?

Nein. Nur indirekt, indem ich sage, macht mal, denn es hat keinen 
Sinn, ewig einen Punkt zu diskutieren, wenn eine Mehrheit f�r sich 
eine L�sung gefunden hat.

> Die von Dir vorgeschlagenen Punkte sind:
> > 1) Der Verein erledigt seine Angelegen bei sich 'zu Hause'.
[...]
> > 2) Jedes Vereinsmitglied darf nat�rlich auch hier mitmischen.
[...]
> > 3) Das OOo-de-Projekt (oder Teams daraus) kann auf den Verein
> > zukommen und den Antrag auf Sponsorengelder stellen.
[...]
> > 4) Ich lege Wert auf die Feststellung: Der Verein ist nicht das
> > Sprachrohr des de-Projektes. 
[...]
> > 5) Und ich bin altmodisch: Keine �mterh�ufung.
[...]

> Oder falls Du eine Abstimmung ablehnst:
> Wie st�ndest Du zu einem Kompromiss, indem jeder der Beteiligten
> "gibt und nimmt"? Was w�rest Du bereit zu "geben" 

Was m�chtest Du denn von mir haben?

> bzw. zu tun,

Mit hoher Wahrscheinlichkeit schreibe ich keine schwer verdaulichen 
Mails mehr ;).

[...]

> Das w�ren meine Fragen, wohl gemerkt an Dich pers�nlich.

[...]

> Viel interessanter scheint es mir Deinen Vorschlag
> aufzugreifen, den Du in 5 Punkte gefa�t hast, da ich die Vermutung
> habe das die Gr�nde f�r den Vorschlag ganz andere sind als es den
> Anschein hat.

Vorsicht, das Medium 'Mail' ist t�ckisch. Man kann schnell 
Bedeutungen in Mails hineinlegen, die der Verfasser gar nicht im 
Sinn hat. (Ja, mir ist bewu�t, da� die Finger manchmal auch auch 
etwas schreiben, das der wache Verstand nicht formulieren wollte). 
Daher sollten wir versuchen, uns an die Fakten zu halten.

> Nun ich bin ein unbedeutendes Mitglied der Community, "normales"
> Vereinsmitglied und im Berufsleben abh�ngig Besch�ftigter in einer
> Nicht-IT-Firma. 

Wird das hier jetzt Mode, sich selbst kleiner zu machen? Nee, das 
will hier von keinem lesen.

[...]

> (Anmerkung:
> _Ich_ sehe keine "Gegnerschaft" im Sinne das Community und Verein
> verschiedene Ziele/Interessen h�tten.

Ich auch nicht. Wohl aber unterscheidet Verein und Community die Art 
der Organisationsstruktur und der rechtlichen Regeln. Beide 
Gemeinschaften haben ihre ganz eigenen M�glichkeiten, die sich gut 
erg�nzen k�nnten. Ich werde auf dieses Thema im Laufe meiner anderen 
Antworten zur�ckkommen.


Helga

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