Hallo Mathias,
Mathias Röllig schrieb:
Offiziell wird man Mitglied im de-Projekt, indem man sich bei dem Projekt einschreibt und eine Rolle (zunächst Observer) übernimmt.[...] was spricht aus Deiner Sicht gegen eine Mitgliedschaft im de-Projekt?
Die Frage: Wer ist Mitglied im de-Projekt? Was zeichnet ein Mitglied im
de-Projekt aus? Es gibt genügend Meinungen der Art: "ich kenn Dich
nicht, ich mag Dich nicht, Du gehörst hier nicht dazu". Und dieser
Auffassung einer "Mitgliedschaft" möchte ich mich einfach nicht
anschließen. Wenn man es umfassend definiert "Jeder, der im
deutschsprachigen Raum für OOo tätig ist, ist Mitglied im de-Projekt"
könnte ich das gut akzeptieren - aber die Diskussionen, die den OOoDeV
und einzelne Personen als Fremdkörper im Projekt bezeichnen sprechen
eindeutig gegen diese Möglichkeit. Und die teilweise zu Tage tretende
Arroganz hinter bestimmten Ablehnungshaltungen befremdet mich einfach
Doch das meine ich hier nicht. Für mich ist das de-Projekt eine Koordinationsstelle für Aktivitäten, die OOo im deutschsprachigen Raum voranbringen sollen. Da ich Absprachen bei der Arbeit auf ein gemeinsames Ziel befürworte und Doppelarbeit möglichst vermeiden möchte, finde ich eine zentrale Koordination für sinnvoll und versuche, auch andere mit ins Boot zu bekommen. Sicherlich ist nicht jeder bereit, diese Koordination mitzutragen, obwohl er sich auch für OOo einsetzt. Diese Menschen möchte ich - obwohl sie eigentlich außerhalb des Projektes stehen - mit einbeziehen. Probleme habe ich mit Menschen, die für OOo "tätig sind", sich dabei aber gegen andere wenden, die sich ebenfalls für OOo engagieren. Dies bezieht sich auch auf Konkurrenz aus dem eigenen Stall: Wer aggressives Marketing gegen andere OOo-Produkte und -Derivate macht, steht nicht innerhalb meiner Definition des de-Projekts (beziehungsweise ruft bei entsprechender Aktivität auf den Listen zumindest deutlichen Widerspruch hervor).
Der zum Teil stark ausgrenzende Diskussionsstil hier geht mir ebenfalls gegen den Strich - doch ich hoffe, dass sich das mit Beruhigung der Emotionen wieder legt.
Ich meint damit das de-ProjektmitgliedWer schließt das aus? Ich nicht. Aber wie definiert sich "Projektmitglied"? Daß Du seinen Namen kennst?
Ja eben. *Wer* darf sich Projektmitglied nennen? Wer legt das fest? Ich
meine genügend Statements gelesen zu haben, die Projektmitgliedschaft
mit der Aktivität auf den de-Listen gleichsetzen. Und dann noch
möglichst einschränkend auf die Tätigkeit in Verbindung mit der
OOo-Entwicklung.
Wie oben erwähnt, sehe ich das deutlich offener als einige hier.
Gut, ich versuche es einmal (aber nur für mich persönlich - und ohne stundenlanges Nachdenken):
Solange sich der Vereinsvorstand in dem de-Projekt zu hause fühlt, darf er auch hier um ein Stimmungsbild zu strittigen Fragen bitten. Die (rechtliche) Entscheidung liegt selbstverständlich bei ihm, doch ich gehe davon aus, dass er das Votum des de-Projektes berücksichtigen wird.Auf was läuft es sonst hinaus, wenn gefordert wird, daß Entscheidungen über und für den Verein hier getroffen werden sollen?
Der Verein ist nicht auf den Vorstand beschränkt. Der nächste Vorstand muß nicht zwangsläufig aus den de-Listen kommen. Und eine Vereinsgeschäftsführung muß noch nicht mal aus dem Verein kommen.
Aber wir werden uns immer im Kreise drehen, wenn es nicht eine
Abgrenzung der einzelnen Begriffe gibt: de-Listen, de-Projekt,
OOo-Projekt, OOoDeV, ... und darauf aufbauend ihre Beziehung zueinander.
de-Listen: Kommunikationsmittel des de-Projektes, die neben der Koordination der Aufgaben auch zur Meinungsbildung zu zentralen Fragen genutzt wird
de-Projekt: s.o. - Koordination der OOo-Aktivitäten im deutschprachigen Raum.
OOo-Projekt: Koordination aller Aktivitäten, die OOo zur führenden OfficeSuite machen wollen
OOoDeV: Verein, der aus dem de-Projekt entstanden ist und (nach dem Willen der der derzeitigen Vereinsführung) vor allem das de-Projekt unterstützen will.
Wer will, daß die "de-Liste" das Sagen im verein hat, muß dafür sorgen, daß die Mehrzahl der Vereinsmitglieder aus diesen Listen kommen. Aber der Verein ist auf keine "Herkunft" beschränkt. Im Verein dürfen nicht nur natürliche Personen sondern auch Firmen Mitglied werden, was bzgl. der Finanzierung ganz sinnvoll ist. Und deren Chefs werden sich ganz sicher nicht persönlich jedem Listenteilnehmer vorstellen. Und es kann ganz schnell gehen, daß die Mitgliedszahl der de-Listen-Aktiven unbedeutend wird, ohne daß der Verein seine (satzungsmäßigen) Ziele verliert.
Dessen sind sich (hoffentlich) hier alle bewusst.
Wiederum: Nur solange der Verein sich dem de-Projekt verpflichtet fühlt, wird er sich auch der Vereinsethik verpflichtet fühlen.[...]
Wie die noch abzufassende "Vereinsethik" dann formuliert wird, weiß ich nicht. Mein Eindruck ist, dass auch hier das de-Projekt über die Mehrheit im Verein (Vorstand und ggf. Aufsichtsrat) die Finger drauf haben soll.
Diese "Vereinsethik" ist IMHO auch nur eine Blase um hier "ein bißchen
Frieden" zu schaffen. Es existiert eine Satzung die alles notwendige
definiert. Selbst wenn man irgend welche Thesen formuliert, die man dann
"Vereinsethik" tauft, was soll damit passieren? Welche Bedeutung und
welche Durchsetzbarkeit ist damit verbunden?
Ich sehe es rein von der praktischen Seite: entweder etwas steht in derACK - auch für bisherige Vereinsmitglieder ist nur die Satzung "bindend", persönliche Einstellungen lassen sich hier nicht in Verpflichtungen fassen.
Satzung oder es steht nicht drin. Denn sie ist das einzig bindende
Dokument für (neue) Vereinsmitglieder.
In meinen Augen besteht die "Gefahr" erst in dem Moment, wenn sich die Mehrheitsverhältnisse ändern und Unterstützungen, die bisher dem de-Projekt zugute kamen, an andere OpenSource-Projekte weitergeleitet werden. Für mich ist diese Gefahr sehr unrealistisch , denn wenn der Fall tatsächlich eintreten sollte, wer sagt, dass die jetzigen Unterstützer sich nicht wieder direkt an das Projekt wenden?[...]
Dann mach es doch bitte auch mal an einem Beispiel konkret: Wie kann der
Verein dem de-Projekt schaden?
Weshalb darf sich jeder OOo-VertreterAuch der Verein darf sich OOo-Vertreter nennen, wenn er das möchte. Es geht nur um die Vertretung des de-Projektes.
nennen, nur der Verein nicht?
Ich habe mindestens vier Anfragen im Kopf, die nicht oder nur teilweise beantwortet wurden. (neben Deiner beispielsweise André und ich jeweils am 23.2. und 25.2)Dass Deine Fragen an Rolf Meyer lange unbeantwortet blieben - und noch weitgehend sind, stört nicht nur Dich...Genauso, wie bei den anderen Fragen, die ich hier auf der Liste bereits gestellt habe und die alle (mit den namentlichen Ausnahmen von Jacqueline und Thomas) unbeantwortet geblieben sind.
<rhetorische Frage>
Komisch, daß ich davon nichts merke - ob vielleicht irgendwelche Mails
hier nicht ankommen?
</rhetorische Frage>
http://de.openoffice.org/servlets/ReadMsg?list=dev&msgId=1815129
http://de.openoffice.org/servlets/ReadMsg?list=dev&msgId=1809163
http://de.openoffice.org/servlets/ReadMsg?list=dev&msgId=1821484
http://de.openoffice.org/servlets/ReadMsg?list=dev&msgId=1819819
[...] Schließlich habe ich nicht geschrieben, daß
mir (pauschal) nicht geantwortet würde oder nicht mit mir diskutiert würde.
Nicht? Ich habe den Satz: "Genauso, wie bei den anderen Fragen, die ich hier
auf der Liste bereits gestellt habe und die alle (mit den namentlichen Ausnahmen von Jacqueline und Thomas) unbeantwortet geblieben sind." nicht anders verstehen können.
Dann schreibe das bitte so. Ich reiße mich auch nicht darum, auf der Suche nach Belegen für mein Empfinden das Mail-Archiv durchzupflügen...
Ich meinte tatsächlich *konkrete* und *konkret gestellte* Fragen an
existierende Personen. Oder schränken wir es gleich auf eine Person ein.
" weil hier in diesem Forum sowieso keine Entscheidungen zu erwarten sind" / " kleinkariertes Kaspertheater"etc. muss nicht unbedingt als Vorwurf aufgefasst werden, zeugt aber auch nicht von Interesse an objektivem Gedankenaustausch.
Aus Manfred Reiters Antwort wirst Du Dir auch Deine Schlüsse gezogen haben. Mit Vorwürfen und Sarkasmus kommt man nicht immer weiter, wenn man in einer Diskussion vorankommen will.
Eigentlich bin ich mir keines Vorwurfes bewußt - es war lediglich eine
Feststellung (oder nenne es meine Einschätzung der derzeitigen Lage.)
Schließlich kann ich nichts dafür, mit welcher Einstellung und welchen
Vorurteilen meine Nachrichten gelesen werden. Aus Jörgs Antwort entnehme
ich, daß man es auch "richtig" verstehen konnte.
Aber es kostet doch manchmal etwas Überwindung...
[...]
Gruß Bernhard
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